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Roman Weidenfeller im Interview: Jürgen Klopp ist überragend

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Roman Weidenfeller: Jürgen Klopp ist überragend

22.03.2013, 10:23 Uhr | t-online.de, t-online.de

Roman Weidenfeller im Interview: Jürgen Klopp ist überragend. Leitwolf Roman Weidenfeller will mit der jungen BVB-Elf Deutscher Meister werden, aber nicht darüber reden. (Foto: imago)

Leitwolf Roman Weidenfeller will mit der jungen BVB-Elf Deutscher Meister werden, aber nicht darüber reden. (Foto: imago)

Das Interview führte Thomas Tamberg

Borussia Dortmund ist in aller Munde. Nach zwölf Spieltagen führt das Team von Jürgen Klopp mit sieben Punkten Vorsprung die Tabelle an. Auf den großen Top-Favoriten Bayern München hat die Borussia sogar schon zwölf Zähler Vorsprung. Doch das Thema Meisterschaft ist bei den Westfalen tabu. t-online.de hat bei BVB-Keeper Roman Weidenfeller trotzdem nicht locker gelassen und gleich sieben Fragen zum Titelgewinn gestellt. Lesen Sie im Exklusiv-Interview, wie der sympathische Borusse versucht, um den heißen Brei herumzureden. Dagegen hat er zu seinem Trainer Klopp eine klare Meinung.

Herr Weidenfeller, kommen wir gleich zur Sache: Wieso wird Borussia Dortmund in dieser Saison Deutscher Meister?
Ich weiß nicht, ob es schon soweit ist. Am zwölften Spieltag ist die Bundesliga noch nie entschieden worden, und niemand hat zu diesem Zeitpunkt eine Schale überreicht bekommen. Daher braucht man über dieses Thema gar nicht groß zu sprechen.

Bei einem Polster von zwölf Punkten auf den FC Bayern träumt man aber doch mal von der Schale, oder?
Es stimmt, dass wir einen großen Abstand auf den FC Bayern haben, doch die nächste Konkurrenz aus Leverkusen und Mainz ist nur sieben Punkte entfernt. Aber wir schielen nicht auf die anderen Vereine, sondern schauen nur auf unsere Situation.

Na gut. Versuchen wir es anders. Geben Sie wenigstens zu, dass Dortmund aufgrund der aktuellen Tabellensituation der Top-Favorit auf die Meisterschaft ist?
(grinst) Das kann ich jetzt nicht beurteilen. Wir müssen erstmal in die Winterpause reinkommen und vor allem nach der Winterpause einen guten Start hinlegen. (grinst noch etwas mehr) Man weiß ja nie, ob der eine oder andere Spieler sich etwas Weihnachtsspeck zulegt. Wenn wir gierig bleiben und mit Ehrgeiz an die Sache herangehen, dann haben wir gute Voraussetzungen, um eine erfolgreiche Saison zu spielen.

Ok, ok. Wir haben verstanden. Gehört der BVB dann wenigstens zum Favoritenkreis auf den Titelgewinn?
Ja, absolut. Ich denke nicht, dass wir ein unbeschriebenes Blatt in der Liga sind. Wir haben uns in den letzten Jahren zurückgekämpft und uns Respekt verschafft. Das BVB-Emblem strahlt wieder.

Wird intern nicht von der Meisterschaft gesprochen?
Nein. Wir sind nicht so vermessen, dass wir jetzt anfangen zu träumen. Wir sind Realisten. Wir wissen, dass wir bis jetzt eine sehr gute Runde spielen, dass wir tollen Fußball zeigen. Aber das reicht noch nicht aus, um zu sagen, dass wir Deutscher Meister werden.

Das ist doch glatt gelogen…
Natürlich schmunzeln wir, wenn unsere Fans singen: "Wer wird Deutscher Meister? BVB Borussia". Sicher bekommen wir dann auch eine Gänsehaut. Aber wir können uns zu diesem Zeitpunkt nichts dafür kaufen. Deswegen fangen wir auch nicht an, großartig vom Titel zu träumen.

Als Sie 2002 aus Kaiserslautern kamen, haben Sie aber gesagt, dass Sie nach Dortmund gekommen sind, um Titel zu gewinnen. Dann wird es doch jetzt aber langsam Zeit.
Diese Aussage steht immer noch. Als Fußballer will man natürlich auch Titel gewinnen und etwas auf seiner Autogrammkarte stehen haben. Bisher steht bei mir nicht allzu viel drauf. Schade. Wir hatten in den letzten acht Jahren zu viele Ups and Downs. Ich habe von der Champions League bis hin zum verhinderten Abstieg alles miterlebt. Jetzt sind wir wieder in der richtigen Spur. Es geht wieder bergauf, und ich habe noch zehn Jahre Zeit, um den einen oder anderen Titel zu gewinnen.

Sie sind jetzt 30 Jahre alt. Also planen Sie das Karriereende erst mit 40?
Acht bis zehn Jahre möchte ich schon noch spielen. Ich fühle mich topfit!

Aktuell erreichen Sie ja auch das beste Fußballer-Alter.
Absolut. Ich fühle mich sehr stark und fit. Ich habe die volle Unterstützung des ganzen Vereins. Das ist die beste Phase meiner Sportlerkarriere!

Ihr Vertrag läuft im Sommer aus. Wie ist der Stand der Dinge?
Ich habe den Verein gebeten, dass ich mich erstmal auf das Sportliche konzentrieren möchte. Mein Fokus ist auf die Spiele gerichtet und auf nichts anderes. Wenn es in der nächsten Zeit etwas ruhiger wird, werden wir uns zusammensetzen und besprechen, wie es weitergeht. Ich fühle mich sehr wohl in Dortmund. Schließlich bin ich schon acht Jahre beim BVB. Wichtig ist aber, dass die sportliche Perspektive stimmt. Borussia ist mein erster Ansprechpartner. Ich denke, beide Seiten wissen, was sie voneinander haben.

Dann spricht wohl alles für eine Vertragsverlängerung. Können Sie sich einen Wechsel überhaupt vorstellen?
Natürlich gibt es auch andere interessante Möglichkeiten. Ich bin jetzt 30 Jahre alt, und da ist es durchaus auch reizvoll, noch einmal eine neue Herausforderung anzunehmen. Insbesondere das Ausland, mit einer anderen Liga und anderen Spielsystemen, ist interessant. Man hat die Möglichkeit, eine neue Sprache und eine andere Mentalität kennenzulernen.

Unter der Woche hat die deutsche Nationalmannschaft gegen Schweden gespielt. Sie galten lange als Kandidat für das DFB-Team, haben aber nie eine Chance auf ein Länderspiel bekommen. Haben Sie die Hoffnung auf ein Länderspiel mittlerweile aufgegeben?
Ich sehe dieses Thema total entspannt.

Am kommenden Wochenende muss Borussia beim SC Freiburg ran. Ist der Dreier bereits fest eingeplant?
Nein, gar nicht. Freiburg ist eine sehr kämpferische, spielstarke Mannschaft. Wir werden trotzdem alles daran setzen, um zu gewinnen und unsere Serie auszubauen.

Ihr Trainer Jürgen Klopp wurde nach einer emotionalen Überreaktion am letzten Spieltag gegen den Hamburger SV gegen den vierten Schiedsrichter zu 10.000 Euro Geldstrafe verdonnert. Haben die Spieler jetzt ein Alibi, wenn sie mit dem Schiedsrichter lamentieren? Hat der Trainer dadurch an Autorität verloren?
Nein, absolut nicht. Ich selbst habe die Situation an der Seitenlinie gar nicht mitbekommen, deswegen kann ich auch nichts Genaues dazu sagen. Aber der Fußball lebt von Emotionen, das darf man nicht immer so hoch hängen. Wir wissen, dass wir einen Trainer haben, der sehr ehrgeizig ist, das passt zur Mannschaft wie die Faust aufs Auge. Jürgen Klopp ist ein überragender Trainer. Wir arbeiten jeden Tag sehr gerne und professionell miteinander.

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