02.03.2012, 07:19 Uhr | t-online.de
Arjen Robben jubelt nach seinem ersten Treffer gegen England. (Quelle: imago)
Arjen Robben kann es noch. Der zuletzt in der Bundesliga viel kritisierte Flügelstürmer war mit zwei Treffern der Matchwinner beim 3:2-Erfolg der Niederlande im Wembley-Stadion in London gegen England. Der Aufenthalt bei der Nationalmannschaft war Balsam für die Seele des 28-Jährigen vom FC Bayern München, um dessen Spielweise in den letzten Wochen in der deutschen Presse eine "Egoismus-Debatte" entbrannt war.
"Ich habe zu Trainer Bert van Marwijk gesagt, wie schön es doch war, hier gewesen zu sein", sagte Robben nach der Partie und schickte eine deutliche Ansage an Bayern-Coach Jupp Heynckes und die deutsche Presse: "Und ich sagte, dass es toll wäre, wenn ich bei den Bayern auch mal ein, zwei solche Spiele hätte. Dann wäre vielleicht endlich mal Schluss mit der Hexenjagd und all den schmutzigen Spielchen."
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Bei den Niederlanden ist Robben uneingeschränkter Stammspieler - ein Status, den er im Klub zuletzt verloren hatte. Der Superstar konnte sich deshalb einen weiteren Seitenhieb gegen Heynckes nicht verkneifen. "Es ist herrlich, mit einem Trainer zu arbeiten, der einem Vertrauen schenkt und die Spieler in Ruhe ihre Arbeit machen lässt." Sein Status in der Nationalmannschaft sei ein anderer als im Verein, sagte Robben weiter: "Der große Unterschied ist, dass ich hier viele Freiheiten im Spiel bekomme und Selbstvertrauen durch den Coach."
Nach seiner Superleistung gegen die "Three Lions" kehrte Robben nun mit jeder Menge Selbstvertrauen nach Deutschland zurück. Dabei wäre er gerne länger geblieben - nachdem er im Klub in den Wochen zuvor kein Stammspieler mehr gewesen war. "Die Zeit bei der Elftal war viel zu kurz. Ich hatte so viel Spaß, dass ich am liebsten noch ein Spiel bestritten hätte", sagte der 28-Jährige.
Heynckes muss indes vor dem Gastspiel in Leverkusen (Samstag ab 15.15 Uhr im Live-Ticker von t-online.de) um den Einsatz von mehreren Stars bangen. Insbesondere Franck Ribéry und Holger Badstuber sind fraglich. Ribéry erlitt im Länderspiel gegen Deutschland (2:1) bei einem Zusammenprall mit dem Gladbacher Marco Reus einen Pferdekuss. Auf der Gegenseite musste Badstuber wegen Bauchmuskelproblemen ausgewechselt werden. Dazu mussten auch Thomas Müller (Oberschenkel) und Jerome Boateng (Rücken) wegen kleinerer Verletzungen noch in Bremen von Bayern-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt behandelt werden. Heynckes hatte sich vor den Länderspieleinsätzen seiner Profis bereits so etwas gedacht. "Ich hatte es vorausgesehen“, sagte der Coach. "Wenn zwölf Spieler unterwegs sind, musste es sein, dass sich da Blessuren einstellen.“
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Quelle: t-online.de
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