06.01.2013, 08:35 Uhr | t-online.de
Bernd Schuster ist verbittert wegen der Absage aus Wolfsburg. (Quelle: Eibner/imago)
Rund zwei Wochen nachdem sein als sicher geglaubtes Engagement beim VfL Wolfsburg geplatzt ist, meldete sich nun Bernd Schuster zu Wort. Der frühere Weltstar wirft VfL-Manager Klaus Allofs vor, ihm nicht die Wahrheit gesagt zu haben. "Dort wurde nicht mit offenen Karten gespielt. Ich stand schon auf dem Flughafen in München. Es sollte ein letztes Gespräch geben, einen Tag später sollte ich vorgestellt werden. Meine Koffer waren schon im Flieger und ich stand mit meiner Bordkarte davor, als ich einen Anruf bekam und das Treffen abgeblasen wurde. Ohne Begründung", sagte Schuster der "Welt am Sonntag".
Stattdessen verpflichteten die Wölfe Dieter Hecking vom Liga-Konkurrenten 1. FC Nürnberg als neuen Cheftrainer. Hecking konnte den Club aufgrund einer Ausstiegsklausel verlassen und unterschrieb bis 2016 bei den Niedersachsen.
Schuster wartet bis heute auf eine Erklärung, warum er den Job nicht bekam. "Nachdem das Treffen abgesagt war, habe ich versucht, Allofs zu erreichen. Da ging er nicht ans Handy. Als ich wieder zurück in Spanien war, habe ich ihm noch nachts eine SMS geschrieben mit der Bitte um ein klärendes Gespräch. Das hat bis heute nicht stattgefunden", sagte der 53-Jährige.
"Ich kann verstehen, dass er enttäuscht ist, denn für ihn wäre Wolfsburg eine große Chance gewesen. Aber für mich ist die Sache klar, es wird auch kein klärendes Gespräch geben", sagte Allofs zu den Vorwürfen im Wolfsburger Trainingslager in Belek.
Schuster, der gerne wieder im deutschen Profifußball arbeiten würde, ist verbittert ob der Vorgehensweise von Seiten des VfL. "Allofs sagte mir, ich sei die Idealbesetzung für Wolfsburg. Es gab keinen einzigen Punkt in den Verhandlungen, bei dem ich gesagt hätte: Da bestehe ich hundertprozentig drauf. Man hätte alles regeln können", sagte der Ex-Profi. "Ich war leider wieder einmal der Dumme und habe am Ende eins auf den Deckel gekriegt."
Der frühere Mittelfeldspieler rechnet deshalb weiter mit dem Wölfe-Manager ab: '"Allofs hat mit mir ein falsches Spiel gespielt. Eine vernünftige Absage hätte ich akzeptiert. Aber so nicht." Trotzdem träumt er weiter von einem Engagement in Deutschland und hat dabei sogar ein konkretes Ziel im Auge: "Schalke ist ein Verein, der immer ein Thema ist, weil er tolle Perspektiven hat."
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Quelle: t-online.de
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