09.01.2013, 09:09 Uhr | t-online.de
Pep Guardiola bei der FIFA-Gala in Zürich. Lionel Messi wurde hier zum Weltfußballer des Jahres 2012 gekürt. (Quelle: EQ Images/imago)
Die Trainerfrage beim FC Bayern München nimmt immer mehr Fahrt auf. "Die Entscheidung, die irgendwann fallen wird, wird dahingehend sein, dass die Superlösung Jupp Heynckes entweder bleibt oder wir eine Superlösung zu präsentieren haben", sagte Sportvorstand Matthias Sammer im Trainingslager des Rekordmeisters Doha. Derweil äußerte sich der von vielen Klubs heiß umworbene Pep Guardiola erstmals zu einem möglichen Engagement beim FC Bayern.
Bei der Weltfußballer-Gala der FIFA in Zürich, als die Stars der Branche ihre Besten gekürt haben, kam der Ehrengast um ein Statement zu den Münchnern nicht mehr herum. Bis dato hatte sich der ehemalige Erfolgscoach des FC Barcelona sämtlichen öffentlichen Auftritten entzogen und sich ein Sabbatjahr im fernen New York gegönnt.
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Jetzt musste der 41-Jährige also Farbe bekennen. Zwar fielen seine Äußerungen zum deutschen Rekordmeister auf den ersten Blick wachsweich aus, aber Fakt ist jetzt auch: Guardiola schließt ein Engagement beim FC Bayern nicht aus.
"Der Trainer von Bayern München ist Jupp Heynckes. Bayern München hat einen Trainer, das wäre mangelnder Respekt von meiner Seite", sagte der ehemalige Weltklassespieler auf die Frage, ob er sich vorstellen könnte, das Traineramt bei den Münchnern zu übernehmen. Ein Dementi liest sich jedenfalls anders.
Gut möglich, dass er Heynckes nicht vorgreifen möchte. Schließlich gibt es laut Sammer bei den Bayern einen klaren Fahrplan zwischen Vereinsführung und dem derzeitigen Coach zur Klärung der Trainerfrage. "Es ist alles terminiert und klar festgelegt."
Es ist bekannt, dass Guardiola den derzeitigen Bayern-Coach Heynckes sehr schätzt. Beide kennen sich aus Heynckes‘ Zeit in Spanien. Damals zog Guardiola noch als Spieler des FC Barcelona die Fäden auf dem Platz. Heynckes arbeitete sehr erfolgreich als Trainer bei Athletic Bilbao, CD Teneriffa und gewann mit Real Madrid die Champions League.
Dass Guardiola auch Absagen erteilen kann, bewies der Spanier, als er zur brasilianischen Nationalmannschaft befragt wurde. Zuletzt war er im Gespräch gewesen, das Team zum ersehnten WM-Titel zu führen. Das sei eine Ehre gewesen, befand er. Die Selecao müsse aber bei der Heim-WM 2014 von einem Brasilianer trainiert werden.
Festlegen wollte sich der international heiß begehrte Coach immerhin in der Frage über seine Zukunft nach seinem Sabbatjahr. "Ich will wieder Trainer sein", sagte er. "Im Moment ist es ein anderes Leben, ich genieße den Fußball als Fan. Aber ich habe die Entscheidung gefällt, zurückzukehren." Wohin, das stehe allerdings noch nicht fest.
Gut möglich also, dass er am Ende doch in München landen könnte, zumal sich die Anzeichen verdichten, dass Heynckes am Saisonende aufhören wird. Der Vertrag des 68-Jährigen jedenfalls läuft im Sommer aus. Der ehemalige Ex-Barca-Coach und Messi-Entdecker Carles Rexach ist jedenfalls davon überzeugt, dass Guardiola sehr zum FC Bayern passen würde.
"Der deutsche Fußball war schon immer sehr perfektionistisch, was das System und den Stil angeht. Daher würde auch die Figur Pep Guardiola perfekt dazu passen. In Brasilien, wo er auch umworben wird, sind die Spieler schon anarchischer, das wäre nicht kompatibel. Ich kann mir Pep Guardiola bei Bayern sehr gut vorstellen", sagte der ehemalige Erfolgscoach in einem Interview mit der "tz".
Quelle: t-online.de
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