15.01.2013, 10:34 Uhr | t-online.de
Der Konkurrenzkampf beim FC Bayern München ist in dieser Saison so hoch wie noch nie. Wenn alle Spieler fit sind, hat Trainer Jupp Heynckes die Qual der Wahl. Und da derzeit alle Akteure bis auf kleinere Blessuren gesund sind, ist der Coach um seine Aufgabe nicht zu beneiden. Zu Rundenbeginn dürften sich zwei Top-Stars auf der Bank wiedefinden, die noch im vergangenen Jahr das Prädikat "unverzichtbar" trugen.
Einer der beiden ist Mario Gomez. Der Goalgetter war lange verletzt und kehrte erst Ende November zurück. Allerdings stellte er gleich seine Klasse unter Beweis und traf in allen drei Wettbewerben. Gleichzeitig schwächelte Neuzugang Mario Mandzukic und leistete sich eine sechs Pflichtspiele währende Torflaute.
Heynckes betonte im Laufe der Saison stets, dass Gomez Stürmer Nummer eins sei. Und spätestens nach dem starken Comeback, dachten die meisten Beobachter, dass der Ex-Stuttgarter in der Rückrunde gesetzt sei. Weit gefehlt.
Hatte Heynckes Angreifer Gomez während dessen Verletzungspause noch als seinen "Stürmer Nummer eins" bezeichnet, sagte der 67-Jährige nach dem Trainingslager plötzlich, dass es bei ihm kein Ranking gebe. Gomez wie auch Claudio Pizarro seien lediglich "zwei Optionen".
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Mit anderen Worten: Mandzukic geht als Stürmer Nummer eins in die Rückrunde. Der Kroate haute sich im Trainingslager von Doha voll rein und konnte den Coach offensichtlich überzeugen. Allerdings muss Gomez aufgrund seiner Sprunggelenksverletzung aktuell noch ein bisschen vorsichtiger zu Werke gehen. Daher blieb er beim Testspiel gegen den FC Basel, dass der FC Bayern mit 3:0 locker und leicht gewinnen konnte, vorsichtshalber zu Hause.
Mit dabei war dagegen Arjen Robben. Doch der niederländische Superstar durfte erst ab der 71. Minute gegen den Schweizer Klub aufs Feld. Nach langer Verletzungspause ist der Flügelflitzer momentan nur noch zweite Wahl. Galt noch vor einem Jahr die Maxime, sobald Robben einigermaßen fit ist, spielt er auch, ist dies in dieser Spielzeit anders.
Thomas Müller und auch Toni Kroos zeigten eine dermaßen starke Hinrunde, dass sie aus dem Team nicht wegzudenken sind. Müller ist mit jeweils neun Toren und neun Vorlagen der beste Scorer der Liga. Kroos muss sich mit sechs Treffern und fünf Assists hinter Müller nicht verstecken. Angesichts der starken Konkurrenz muss sich also auch Robben hintenanstellen.
Zum Glück für Heynckes dürften die sensiblen Stars in dieser Saison die Füße stillhalten. Nach zwei titellosen Spielzeiten steht der gemeinsame Erfolg über allem. Da muss sich der Einzelne unterordnen. Das wissen auch Robben und Gomez.
Quelle: t-online.de
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