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1899 Hoffenheim: Gisdol-Verpflichtung mit Symbolcharakter

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1899: Verpflichtung von Trainer Markus Gisdol mit Symbolwirkung

04.04.2013, 16:13 Uhr | t-online.de

1899: Verpflichtung von Trainer Markus Gisdol mit Symbolwirkung. Markus Gisdol beim Training der Hoffenheimer. (Quelle: dpa)

Markus Gisdol beim Training der Hoffenheimer. (Quelle: dpa)

Der neuerliche Trainer- und Managerwechsel soll bei 1899 Hoffenheim nun endlich die Wende bringen. Neu-Coach Markus Gisdol war bereits während Ralf Rangnicks langjähriger Amtszeit als Trainer der Zweiten Mannschaft im Verein und kennt das damalige Erfolgsrezept allzu gut. „Diese Spielphilosophie habe ich in Fleisch und Blut“, sagt der 43-jährige Gisdol.

Nach dem Rauswurf von Trainer Marco Kurz und Manager Andreas Müller soll diese einst so erfolgreiche Spielweise wiederbelebt werden. Um die dafür nötigen Spieler soll sich Alexander Rosen unter dem neu geschaffenen Posten „Leiter Profifußball“ kümmern. Der bisherige Leiter des Hoffenheimer Nachwuchsleistungszentrums kennt die Strukturen des Vereins. Die Förderung der Talente sei „so gut wie noch nie, es ist an der Zeit, die Früchte zu ernten“.

Erfolgsstrategie ist aus dem Blick geraten

In 27 Monaten seit Rangnicks Abgang verschlissen die Kraichgauer in Marco Pezzaiuoli, Holger Stanislawski, Markus Babbel, Frank Kramer und Marco Kurz fünf Trainer und setzten mit Ernst Tanner und Andreas Müller zwei Manager vor die Tür. Es hatte sich einiges getan im beschaulichen Hoffenheim.

Hoffenheims Personalentscheidungen 2012/13 in Bildern

Auch die Transferpolitik des Klubs hatte sich grundlegend geändert. Der Kader umfasst derzeit 39 Spieler, zur Saison 2012/2013 wurden 13 Spieler verpflichtet und 18 abgegeben. Gestandene Bundesligaspieler wie Matthieu Delpierre, Eren Derdiyok, Patrick Ochs und Tim Wiese konnten als Neuzugänge die hohen Erwartungen nicht erfüllen.

Motto: Zurück zu den Wurzeln

Aktuell steht 1899 Hoffenheim auf Abstiegsrang 17, hat vier Punkte Rückstand auf Relegationsrang 16 und sogar neun Punkte auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Nach fünf Jahren Erstligafußball ist der Erfolg verblasst. Unter Trainer Rangnick schafften es die Hoffenheimer, innerhalb von zwei Jahren aus der Dritten in die Erste Bundesliga aufzusteigen.

Der Klub setzte damals auf junge, hungrige und weitgehend unbekannte Talente. Juniorennationalspieler wie der Brasilianer Carlos Eduardo oder der Nigerianer Chinedu Obasi spielten groß auf und weckten das Interesse größerer Klubs. Das Duo verließ den Verein ebenso wie die Stars Luiz Gustavo, Vedad Ibisevic und Demba Ba. Erfolgscoach Rangnick ging im Januar 2011. Mit der Verpflichtung von Gisdol hat Hoffenheim ein Zeichen gesetzt, in welche Richtung es gehen soll. Der Umbruch muss kommen – unabhängig davon, ob im Kraichgau ab kommendem Sommer erst- oder zweitklassig gekickt wird.

 
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