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Hat der HSV bald 100 Millionen Schulden?

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Hat der HSV bald 100 Millionen Schulden?

12.06.2013, 17:46 Uhr | t-online.de

Hat der HSV bald 100 Millionen Schulden?. HSV (Quelle: dpa)

Derzeit herrschen nicht gerade sonnige Aussichten beim HSV (Quelle: dpa)

Düstere Prognose für den Bundesliga-Dino: "Ich befürchte, dass der HSV zum 30. Juni 100 Millionen Euro Schulden ausweisen wird", sagte Ex-Aufsichtsratschef Udo Bandow. "Ich sehe den HSV auf eine Wand zufahren, wenn wir nächstes Jahr nicht sportlich erfolgreich sind", sagte der 81-Jährige gegenüber der "Sport Bild".

Der HSV hatte in der gerade abgelaufenen Saison erneut das internationale Geschäft verpasst. "Das ganze Budget, die Spielergehälter sind auf internationalen Wettbewerb ausgelegt", bemängelte Bandow.

Kritik an Kreuzer-Verpflichtung

"Der HSV macht mir große Sorgen. Wir befinden uns in einer Abwärtsspirale", stellte der ehemalige Aufsichtsratschef konsterniert fest. Die Gründe für diese bedrohliche Entwicklung sieht Bandow in den Fehlentscheidungen des aktuellen Aufsichtsrats. Es seien "gravierende Fehler gemacht worden" und fehle den Herren einfach an Kompetenz, stellt er fest.

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Als Beispiel nannte Bandow die Verpflichtung von Oliver Kreuzer als neuen Sportchef: "Ich kenne Oliver Kreuzer nicht persönlich, aber ich habe Positives über ihn gehört. Dennoch: Ich konnte weder ein klares Anforderungsprofil an den neuen Sportchef erkennen. Noch halte ich die Verhandlungsführung für nachvollziehbar."

"Schritt zwei vor Schritt eins gemacht"

Er kritisierte, dass der Verein "Ablöse für Kreuzer an den KSC zahlen musste". Laut Medienberichten soll es sich um 650.000 Euro plus eventuelle Nachzahlung in Höhe von 300.000 Euro für Erfolge.

"Die erste Frage, die ich mir bei einer Suche stelle, ist doch die nach der Verfügbarkeit. Der Aufsichtsrat hat Schritt zwei vor Schritt eins gemacht", wetterte Bandow.

Bierhoff als Vorstandsvorsitzender "wäre ein Traum"

Um wieder in erfolgreiches Fahrwasser zu gelangen, braucht der Verein eine andere Struktur - und neue Köpfe. Für Bandow wäre DFB-Manager Oliver Bierhoff eine Traumlösung für den Posten des HSV-Vorstandsvorsitzenden. Bereits 2002 habe er versucht, Bierhoff nach Hamburg zu lotsen, sagt der HSV-Mann. Der ehemalige Nationalspieler sei "einer der ganz wenigen, die für so eine Aufgabe infrage kämen".

Bierhoff war zu Beginn seiner Karriere als Spieler zwischen 1988 und 1990 für die Hanseaten aufgelaufen. Seine Zukunft als Teammanager der DFB-Elf über das Jahr 2015 hinaus hatte er zuletzt offen gelassen.

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