25.07.2013, 18:44 Uhr | sid, t-online.de
Die Vorbereitung des FC Bayern München mit acht Siegen aus acht Spielen dank dominantem und attraktivem Fußball lässt die Bundesliga zittern. Der Rekordmeister scheint nicht nur die Form der vergangenen Triple-Saison halten zu können, sondern tatsächlich noch besser zu werden. Im Giganten-Duell mit dem FC Barcelona siegte man erneut und verbuchte anders als im Champions-League-Halbfinale im April sogar mehr Ballbesitz.
Der Luxus-Kader der Münchner platzt fast vor Qualität und sorgt aktuell für eine Stammplatz-Diskussion. Jetzt hat Coach Pep Guardiola eine weitere Veränderung des Kaders angedeutet: Einige Stars könnten den Verein noch verlassen.
Nach der Machtdemonstration gegen seinen Ex-Klub sagte Guardiola, dass er sich mit Sportvorstand Matthias Sammer und dem Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummmenigge nach dem Supercup gegen Borussia Dortmund oder dem Test-Turnier in der kommenden Woche zusammensetzen werde. Dabei soll es um die Frage gehen, ob und welche Spieler noch gehen könnten.
Auch Sammer hatte zuvor bereits von einem zeitnahen Kader-Check gesprochen: "Wir werden Ende dieses Monats, Anfang nächsten Monats die nächste Bestandsaufnahme machen. So ist es besprochen. Und dann werden wir sehen", sagte der Sport-Vorstand der "Bild".
Guardiola verfügt insbesondere im Mittelfeld über ein Überangebot, nachdem die Bayern Thiago Alcantara und Mario Götze verpflichtet haben. Hier balgen sich nun 13 Spieler um fünf Plätze in der Anfangsformation. Deshalb wird seit Wochen über mögliche Abgänge spekuliert. Genannt wurden unter anderem Luiz Gustavo und Xherdan Shaqiri, die aber bereits signalisierten, sich beim Rekordmeister durchsetzen zu wollen.
Auch Talente wie Emre Can, Mitchell Weiser und Patrick Weihrauch könnte es treffen. So war in den letzten Woche immer wieder von Ausleihgeschäften die Rede. Can wurde wiederholt mit Eintracht Frankfurt und Galatasaray Istanbul in Verbindung gebracht. Weiser war zuletzt schon an Kaiserslautern ausgeliehen gewesen.
Der Luxus-Kader der Bayern hatte zuletzt eine Diskussion um Stammplätze und Rotation ausgelöst. "Die Zeiten einer Stammelf sind vorbei", erklärte Sammer hierzu im "kicker". Dem entgegnete Uli Hoeneß: "Das sehe ich nicht so. Eingespielt sein ist auch eine Macht. Ich bin der Meinung, dass sieben oder acht Spieler regelmäßig spielen werden. Wenn du jedes Mal fünf oder sechs Spieler austauschst, wird es sehr schwierig."
Eine Verkleinerung des Kaders würde diese Debatte wohl abschwächen, was Guardiola womöglich gelegen käme. Immerhin hat er auch so eine Menge bewältigen: ein neues System einführen, die Star-Spieler bei Laune halten, das Erbe von Triple-Gewinner Jupp Heynckes möglichst erfolgreich fortführen. "Ich werde mein Bestes geben und das Beste aus der Mannschaft herausholen", betonte er in dem Wissen, "wenn etwas schiefgehen sollte, ist es meine Schuld."
25.07.2013, 18:44 Uhr | sid, t-online.de
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