Bundesliga
Bayern-Trainer Guardiola hat sich ein Bild gemacht07.08.2013, 13:03 Uhr | tht, t-online.de
Rafinha (li.) gehört zu den Gewinnern der Bayern-Vorbereitung, Luiz Gustavo zu den Verlierern. (Quelle: MIS/Simon/imago)
Der 5:0-Erfolg im DFB-Pokal gegen den Regionalligisten BSV Rehden war ein sanfter Einstieg in die neue Spielzeit. Am Freitag wird es ernst. Dann eröffnet der FC Bayern gegen Borussia Mönchengladbach (ab 20.15 Uhr im Live-Ticker bei t-online.de) die 51. Bundesliga-Saison. Zuvor hat Neu-Trainer Pep Guardiola jede Menge ausprobiert und damit die Personal-Spekulationen kräftig angeheizt. Doch nach der rund siebenwöchigen Testphase zeichnen sich in München die Gewinner und Verlierer der Vorbereitung ab.
Zwar erklärte Sportvorstand Matthias Sammer angesichts der enormen Stardichte an der Säbener Straße, dass die Zeiten einer Stammelf endgültig vorbei seien. Aber natürlich wird es beim FC Bayern auch unter Guardiola Spieler geben, die im Regelfall immer spielen. So wie Manuel Neuer. Die deutsche Nummer eins im Tor ist auch in München unumstritten.
Ebenso wie die beiden Außenverteidiger David Alaba (links) und Philipp Lahm (rechts). Allerdings zeichnete sich bereits ab, dass der Kapitän aufgrund seiner Spielintelligenz und Passsicherheit öfters auch im Mittelfeld aushelfen wird. Das verschafft Rafinha ein überraschendes Comeback auf der rechten defensiven Außenbahn. Der kleine Brasilianer dürfte wohl zu den größten Gewinnern der Vorbereitung unter Guardiola zählen.
In der Innenverteidigung ist Dante nach nur einer Saison in München bereits unantastbar. So nannte Sammer den Namen des Brasilianers neben Neuer, Lahm und Bastian Schweinsteiger als er die Führungsspieler des FC Bayern aufzählte. Einzig der Platz neben Dante ist noch vakant. Zwar favorisiert Guardiola langfristig Javi Martinez in der Rolle des zweiten Innenverteidigers, doch der Baske hat noch Trainingsrückstand. Gut möglich also, dass zunächst Jerome Boateng verteidigen wird.
Davor ist Schweinsteiger als alleiniger Sechser gesetzt. Er führte das Team auch als Kapitän im Pokalspiel aufs Feld. Guardiola ist zudem die Bedeutung des emotionalen Leaders als Integrationsfigur für den gesamten Verein bewusst. Er wird eine Debatte um den 29-Jährigen nicht zulassen. Da auch Thiago auf der Sechs spielen kann, ist kein Platz mehr für Luiz Gustavo.
Der Bayern-Coach sieht bei dem Spanier zum jetzigen Zeitpunkt noch Luft nach oben.
Der Brasilianer ist wohl einer der größten Verlierer unter Guardiola. Aufgrund des Confed Cups konnte er erst verspätet ins Training einsteigen und hatte nie eine echte Chance, den Trainer von seinen Fähigkeiten zu überzeugen. Mittlerweile scheint ein Vereinswechsel nur noch eine Frage der Zeit.
In der offensiven Mittelfeld-Viererkette vor Schweinsteiger gehen die Plätze an Franck Ribéry, Toni Kroos, Thiago und Arjen Robben. Aus diesem Trio ist einzig Kroos ein Wackelkandidat, er hat noch Anpassungsprobleme an die spezifischen Anforderungen Guardiolas. Als einzige Spitze oder auch als falscher Neuner hat sich Thomas Müller nicht zuletzt dank seiner drei Treffer gegen Rehden fast schon unverzichtbar gemacht. Der Raumdeuter ist mit seiner Vielseitigkeit ganz nach dem Geschmack des Trainers.
Damit wären wir bereits bei den Härtefällen. Mario Mandzukic, ein wichtiges Puzzleteil für den Dreifach-Erfolg in der Vorsaison, ahnt es bereits seit längerem: Der klassische Mittelstürmertyp ist unter Guardiola nicht mehr gefragt. Der Kroate kann zwar auch am Kombinationsspiel teilnehmen, doch für diese Rolle gibt es bessere. Die Einsatzzeiten Mandzukics werden weniger.
Gedulden müssen sich aus unterschiedlichen Gründen auch Xherdan Shaqiri, Claudio Pizarro, Daniel van Buyten, Diego Contento, Jan Kirchhoff und Mario Götze. Den drei Erstgenannten ist ihre Rolle als Ersatzspieler bewusst. Das macht den beiden Oldies Pizarro (wird im Oktober 35 Jahre alt) und van Buyten (35) nichts aus. Der 21-jährige Shaqiri dagegen will endlich mehr Spielanteile, wird aber aufgrund seiner Jugend keinen Ärger anzetteln.
Dagegen könnte Contento vor Ende der Transferfrist am 31. August den Klub noch verlassen. Angebote liegen vor. So soll Werder Bremen Interesse am Außenverteidiger bekundet haben. Allerdings würde dann eine Alternative zu Alaba wegfallen. Der Ex-Mainzer Kirchhoff dagegen hat sich den Respekt seiner Kollegen erarbeitet. Fragten sich zuvor viele, was der 22-Jährige beim FC Bayern überhaupt zu suchen habe, so überzeugte er mit grundsoliden Leistungen in der Vorbereitung und könnte sich auf lange Sicht tatsächlich als Alternative für die Defensivabteilung herauskristallisieren.
Mehr als nur eine Alternative soll natürlich Götze sein. Der Ex-Dortmunder kam verletzt nach München und befindet sich erst seit einigen Tagen im Mannschaftstraining. Es wird noch eine Weile dauern, bis er seine Visitenkarte auf dem Platz abgeben kann. Für den 37-Millionen-Mann ist das zwar bitter, allerdings entspannt seine Abwesenheit den Kampf um die Stammplätze zumindest vorerst ein wenig.
07.08.2013, 13:03 Uhr | tht, t-online.de
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