Bundesliga
Freiburg-Trainer Streich sieht bezahlten Fußball "enorm bedroht"08.08.2013, 13:09 Uhr | sid, dpa
Freiburgs Trainer Christian Streich übt Kritik an der wachsenden Kommerzialisierung im Fußball. (Quelle: Ulmer/imago)
Trainer Christian Streich vom SC Freiburg sorgt sich wegen der fortschreitenden Kommerzialisierung um die Zukunft des Profi-Fußballs. "Vielleicht kommen irgendwann Spielunterbrechungen wegen Werbeminuten oder es müssen Kameras in die hintersten Kabinenwinkel. Das Spiel ist davon enorm bedroht", sagte Streich einen Tag vor dem Beginn der neuen Bundesliga-Saison dem "kicker".
Es werde "so viel gedealt" und auf alles könne gewettet werden. Weltweit gebe es Wettmanipulationen, erklärte der 48-Jährige weiter. "Dass das Spiel bisher überlebt hat und so viele Millionen Menschen begeistert, ist fast ein Wunder. Aber ich weiß nicht, ob es so weitergeht." Für die Freiburger beginnt die neue Spielzeit an diesem Samstag mit der Partie bei Bayer Leverkusen (ab 15.15 Uhr im t-online.de Live-Ticker).
Mit der zunehmenden Fixierung auf die finanziellen Möglichkeiten, die sich durch den Sport ergeben, kann sich der Kulttrainer nicht identifizieren: "Ganz viele Leute haben wenig Interesse an den Menschen, sondern denken vor allem an das Geldverdienen." Er sei nicht in erster Linie Trainer, "um Geld zu verdienen. Das ist nicht mein primärer Antrieb."
Zudem warnte der 48-Jährige vor dem Abenteuer in der Europa League und dem damit verbundenen Tanz auf drei Hochzeiten. "Angst haben wir nicht, aber gehörigen Respekt. Denn die Aufgabe ist jetzt anders, wir hatten im vergangenen Jahr mehr Ruhe, mehr Trainingseinheiten", so Streich in der "Sport Bild". "Jetzt werden wir auf ausgeruhte Teams wie Wolfsburg treffen. Das muss man sich mal vorstellen, die Wolfsburger, die sich jetzt die ganze Woche auf den SC Freiburg vorbereiten." Vor zwölf Jahren waren die Breisgauer zuletzt im Europapokal vertreten - am Ende der Saison stand der bittere Gang in die Zweitklassigkeit an.
Dieser könnte dem SC in dieser Spielzeit zwar erspart bleiben, der personelle Umbruch mit Abgängen von gleich vier Leistungsträgern erschwert Streichs Aufgabe aber zusätzlich. "Ich hätte auch gerne noch zwei Monate Zeit bis zum Saisonauftakt. Damit sich unsere neuen Spieler daheim fühlen, die Abläufe auf dem Platz schnell verinnerlichen, Sicherheit bekommen, das hat ja auch das Pokalspiel (2:0 n.V. gegen Neustrelitz) gezeigt."
Den Grund für die zahlreichen Wechsel nannte der extrovertierte Trainer unverblümt beim Namen. "Sie wollten mehr Geld, da kann man nichts machen. Damit müssen wir leben." Besonders der Wechsel von Cedrick Makiadi, der am letzten möglichen Tag von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch machte und beim Ligakonkurrenten Werder Bremen anheuerte, stieß Streich böse auf. "Es war ein Schock für mich. Diese Dinge wie den Fall Makiadi musste ich erst einmal verarbeiten und bewältigen", sagte Streich.
08.08.2013, 13:09 Uhr | sid, dpa
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