Zehn Tage auf Reisen
Guardiolas Problem mit der langen Länderspielpause11.09.2013, 12:36 Uhr | tht, t-online.de
Manuel Neuer witzelte via Facebook. "Falls jemand überlegt, wo ich gestern gespielt habe: der blaue Punkt zeigt es ...", ließ der Nationalkeeper die Fangemeinde wissen. Der 27-Jährige postete nach dem 3:0-Erfolg in der WM-Qualifikation mit dem DFB-Team eine Landkarte seines Smartphones, die einen blaue Punkt mitten im Meer zeigte, die Färöer. Von dort reiste er anschließend zusammen mit seinen Klub-Kollegen rund 2000 Kilometer zurück nach München.
Dort wartet schon ganz ungeduldig sein Klub-Trainer Pep Guardiola. Für den spanischen Coach des FC Bayern waren die letzten zehn Tage Fluch und Segen zugleich. Kaum hatte die Bundesliga-Saison angefangen, da verabschiedeten sich die Nationalspieler Anfang September in eine längere Länderspielpause. Da sich davon beim Triple-Sieger bekanntlich jede Menge tummeln, war der Trainingsplatz an der Säbener Straße in den letzten Tagen ziemlich verwaist. Ein geregelter Trainingsbetrieb war nicht möglich.
Neben den deutschen Nationalspielern um Neuer, Jerome Boateng, Philipp Lahm, Toni Kroos und Thomas Müller waren noch etliche andere Bayern-Profis auf großer Reise. Xherdan Shaqiri mit der Schweiz, Franck Ribéry mit Frankreich, David Alaba mit Österreich. Um die halbe Welt reisten der Brasilianer Dante und der Peruaner Claudio Pizarro. Daniel van Buyten (Belgien) Mario Mandzukic (Kroatien) und Arjen Robben (Niederlande) absolvierten dagegen ein abgespecktes Programm mit ihrer Nationalmannschaft und kehrten immerhin ein paar Tage früher nach München zurück.
Guardiola saß unterdessen in München und konnte lediglich hoffen, dass sich niemand ernsthaft verletzt. Zumal die Münchner mit Javi Martinez (Leisten-OP), Mario Götze (Kapselriss am rechten Sprunggelenk), Thiago (Riss des Syndesmosebandes) und Bastian Schweinsteiger (Knöchelprobleme) bereits genug Sorgenkinder in ihren Reihen haben. Bis auf Ribéry, der mit Verletzung im Gesäßbereich leicht angeschlagen nach München zurückgekehrt ist, ist dieses Mal alles gut gegangen.
Zwar dürfte Guardiola über die lange Trainingspause mit seinen Stars nicht sonderlich glücklich gewesen sein, dafür haben sich andere umso mehr gefreut. So kamen vor allem Nachwuchsspieler in den Genuss, unter Guardiola trainieren zu dürfen. Genauso engagiert wie mit den Profis arbeitete der ehemalige Barca-Coach in den letzten Tagen mit den Nachwuchskräften an der Säbener Straße.
Nach den anstrengenden Start-Wochen konnte aber auch der Trainer selbst für einen Moment Luft holen. So nutzte er die freie Zeit zu einem Treffen mit Vorgänger Jupp Heynckes. Ab sofort gilt aber wieder die ganze Konzentration den nächsten Spielen.
Denn nach dem Supercup-Erfolg gegen den FC Chelsea hatte Guardiola keine Gelegenheit mehr, mit seinem Stammpersonal zu trainieren. Dabei müssen die Bayern doch dringend noch am Pep-System feilen. Längst greifen die Rädchen unter dem neuen Coach nicht gänzlich ineinander. Konkurrent Borussia Dortmund hat es da einfacher. Sie praktizieren unter Jürgen Klopp seit Jahren das gleiche System, können eine Länderspielpause daher eher verschmerzen. Und nach dem Ausrutscher der Bayern beim 1:1 in Freiburg liegen sie auch in der Bundesliga-Tabelle bereits vor dem FCB.
Daher steht der FC Bayern am Samstag gegen Hannover 96 (Samstag, ab 15.15 Uhr im Live-Ticker bei t-online.de) schon unter Druck. "Das wird ein wichtiges Spiel. Wir müssen gewinnen", sagte Robben der klubeigenen Homepage, der sich nach einer Knieblessur wieder fit zurückgemeldet hat. Allerdings rechnet der Niederländer mit einer "schwierigen Aufgabe", da man sich nach einer Länderspielpause "alles erst wieder erarbeiten" müsse.
Für die Nationalspieler des FC Bayern stehen bis Weinachten fast ausschließlich englische Wochen bevor. Somit bleibt für Guardiola erneut wenig Zeit, den Spielern sein System näherzubringen. Nachdem schon die Vorbereitungszeit wegen jeder Menge Sponsorentermine zerrissen war, muss sich der Trainer folglich bis in die Winterpause retten.
Erst dann kann Guardiola im Trainingslager, das der FC Bayern in den letzten Jahren stets in Doha absolviert hatte, erstmals in Ruhe mit seinem gesamten Kader kontinuierlich trainieren.
11.09.2013, 12:36 Uhr | tht, t-online.de
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