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Fußball: Götze bei Comeback top, Videobeweis bei Premiere Flop

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Fußball  

Götze bei Comeback top, Videobeweis bei Premiere Flop

20.08.2017, 10:11 Uhr | dpa

Fußball: Götze bei Comeback top, Videobeweis bei Premiere Flop. Bei seiner Rückkehr auf den Platz spielte Mario Götze (l) eine starke Partie.

Bei seiner Rückkehr auf den Platz spielte Mario Götze (l) eine starke Partie. Foto: Peter Steffen. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Der Videobeweis versagte (zum Teil), der HSV trotzte der jüngsten Kritik seines Investors Klaus-Michael Kühne, und beim BVB ging es endlich mal wieder nicht (nur) um Ousmane Dembélé. Ein Streifzug durch die Samstagsspiele der Fußball-Bundesliga:

TOP-COMEBACK UND TRAUM-EINSTAND: Beim 3:0 in Wolfsburg feierte Borussia Dortmunds neuer Trainer Peter Bosz eine erfreuliche Premiere in der höchsten deutschen Spielklasse, und Mario Götze gelang ein erfolgreiches Comeback. Mit seiner Vorarbeit zum 1:0 durch Christian Pulisic (22. Minute) leitete Götze den Sieg mit ein. "Für mich ist einfach wichtig, dass ich jetzt wieder zurück bin", sagte der 25-Jährige nach mehr als einem halben Jahr Zwangspause wegen einer Stoffwechselstörung. Marc Bartra (27.) und Pierre-Emerick Aubameyang (60.) sorgten für die weiteren Tore - und Götze durfte nach einer Stunde, als alles entschieden war, seinen Arbeitstag beenden.

FLOP-VIDEOBEWEIS: Diese Reaktion der DFL war deutlich. "Nicht hinnehmbar" seien die Probleme des Dienstleiters Hawkeye, teilte die Deutsche Fußball Liga mit. Nach der gelungenen Bundesliga-Premiere am Vortag beim Bayern-Sieg gegen Leverkusen sorgten am Samstag technische Probleme für Verdruss und Frust. Bei den Partien Hoffenheim gegen Bremen (1:0) und Hertha gegen Stuttgart (2:0) kam der Video-Assistent erst in der zweiten Halbzeit zum Einsatz. Beim Spiel Hamburg gegen Augsburg (1:0) fiel das technische Hilfsmittel ganz aus. Zudem stand bei keinem Spiel die zur Unterstützung bei Abseitsentscheidungen vorgesehene kalibrierte Hilfslinie zur Verfügung. Für nächste Woche kündigte die DFL ein Krisengespräch an.

TRAINERGLÜCK: Das nennt man wohl Einstand nach Maß. Mit einer disziplinierten und engagierten Vorstellung bezwang der FC Schalke 04 im Abendspiel den Vizemeister RB Leipzig mit 2:0. Für den neuen Trainer Domenico Tedesco, der mit der Absetzung des bisherigen Kapitäns Benedikt Höwedes für Wirbel gesorgt hatte, ein perfektes Debüt. "Der Trainer macht einen sehr, sehr guten Job, das sehen wir seit sechs Wochen", lobte Schalke-Manager Christian Heidel. Der Algerier Nabil Bentaleb mit einem Foulelfmeter (43.) und Jewgeni Konopljanka (73.) nach einem tollen Konter trafen für Schalke.

LECKIE-SHOW: Für den Absteiger Ingolstadt hatte Mathew Leckie in der vergangenen Saison nicht ein einziges Mal getroffen. Jetzt schoss der 26 Jahre alte Australier seinen neuen Arbeitgeber Hertha BSC mit zwei Toren zum 2:0-Sieg gegen den VfB Stuttgart. "Das war eine spezielle Woche mit einer verrückten Erfahrung", sagte der Matchwinner nach seiner ersten Tore-Show im Trikot der Berliner. Der schnelle Flügelflitzer traf in der 46. und 62. Minute. "Das Zauberwort heißt Andy Thom", sagte Hertha-Trainer Pal Dardai. Der ehemalige Nationalstürmer Andreas Thom ist seit dieser Saison beim Hauptstadtclub als Stürmer-Trainer verantwortlich für alle Hertha-Angreifer - von der Jugend bis zu den Profis.

TORJUBEL-PANNE: Auch im Zusammenhang mit der noch nicht vollzogenen Vertragsverlängerung mit Top-Scorer Nicolai Müller hatte HSV-Investor Klaus-Michael Kühne Kritik an der sportlichen Führung des Hamburger SV geübt. Die HSV-Führung sei "auf der falschen Chaussee", hatte der Milliardär gesagt, der 17 Prozent Anteile an der HSV Fußball AG hält. Müller sorgte gegen Augsburg für den frühen Siegtreffer (8. Minute), jubelte aber über das Tor so ausgelassen, dass er sich bei Pirouetten und einem Sprung gegen die Eckfahne das Knie verdrehte und nach einer Viertelstunde ausgewechselt werden musste. Die Diagnose stand zunächst noch aus, aber wenigstens das sportliche Ergebnis sorgte für Erleichterung. "Es ist gut, dass wir alles, was an Störgeräuschen kam, heute ausblenden konnten. Wir konzentrieren uns nun auf Fußball und das, was wir beeinflussen können", sagte Sportchef Jens Todt.

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