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Fußball - Champions League: Niederlage in Rom - Bremen schwer angeschlagen

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Gruppe C - Werder Bremen  

Niederlage in Rom - Bremen schwer angeschlagen

15.11.2007, 17:20 Uhr | t-online.de, sid, dpa

Nasenbeinbruch: Bremens Baumann (Foto: imago)Nasenbeinbruch: Bremens Baumann (Foto: imago) Werder Bremen hat sich in der Champions League bis auf die Knochen blamiert. Nach der verdienten 1:2 (0:0)-Niederlage im wichtigen Auswärtsspiel bei Lazio Rom fiel der Fußball-Bundesligist auf den letzten Platz der Gruppe C zurück und muss um den Einzug ins Achtelfinale bangen. Zu allem Überfluss handelte sich Spielmacher Diego eine Gelb-Rote Karte ein und Mittelfeldabräumer Frank Baumann zog sich einen Nasenbeinbruch zu. Tommaso Rocchi riss die desolate Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf mit seinem Doppelschlag (57./68. Minute) aus allen Träumen, Diego konnte den Schaden mit seinem Foulelfmeter (88.) auch nicht mehr verhindern.

Schaaf: Der Motor wollte nicht anspringen

"Wir haben über die gesamten 95 Minuten nichts ins Spiel gefunden. Es war schade, dass wir es Lazio so einfach gemacht haben", sagte Schaaf dem Pay-TV-Sender Premiere. Seine Mannschaft habe einfach nicht die Ruhe und Ballsicherheit gehabt. "Wir hatten gehofft, dass der Motor irgendwann mal anspringt - es sollte heute nicht sein."

Von Beginn an unter Druck

Schaaf musste wie zuletzt in der Bundesliga auf acht Spieler, darunter Torsten Frings, verzichten. Dafür stand Clemens Fritz wieder in der Anfangsformation, der Finne Petri Pasanen rückte auf die linke Abwehrseite. Lazio übernahm vor 30.000 Zuschauern im Olympiastadion auch ohne seinen verletzten Top-Torjäger Goran Pandev, für den Stephen Makinwa stürmte, sofort die Initiative und setzte die verunsicherten Gäste unter Dauerdruck. Die in sieben Bundesliga-Spielen ungeschlagenen Bremer konnten von Glück reden, dass sie nicht viel früher in Rückstand gerieten. Werder wirkte über 90 Minuten verunsichert und baute die Italiener mit vielen Fehlern auf.

Wiese verhindert frühen Rückstand

Bereits nach sechs Minuten vergab Rocchi überhastet die Chance zur Führung, danach scheiterte Guglielmo Stendardo (11.). Den Hinterhaltschuss von Luciano Zauri konnte Werder-Keeper Tim Wiese gerade noch mit den Fäusten abwehren (13.), dann verzog Meghni (20.). Die größte Chance der Gastgeber machte Wiese zunichte, als er einen knallharten Schuss von Makinwa reaktionsschnell parierte (22.).

Baumann erleidet Nasenbeinbruch

Nach einer halben Stunde musste Kapitän Frank Baumann von Bord: Der 32-Jährige wurde von Cristian Ledesma mit dem Fuß im Gesicht getroffen worden. Diagnose des Mannschaftsarztes: Nasenbeinbruch. Für den Routinier kam der Däne Daniel Jensen, der zuletzt wegen einer Knieverletzung pausiert hatte.

Zu viele Fehler im Spielaufbau

"Eigentlich machen wir genau das Gegenteil von dem, was wir uns vorgenommen haben", sagte Manager Klaus Allofs dem TV-Sender Premiere in der Halbzeitpause. "Wir wollten Druck machen und bei Ballbesitz Anspielmöglichkeiten schaffen." Dagegen boten die Hanseaten die schwächste Leistung in dieser Champions-League-Saison: Nach vorn lief gar nichts, Stockfehler und Fehlpässe ließen keinen geordneten Spielfluss zu. Hochkarätige Chancen: null.

Rocchi trifft im Doppelpack

Das Führungstor fiel kurios: Rocchi verwandelte einen Foulelfmeter erst im Nachschuss, nachdem Werder-Keeper Tim Wiese den bereits abgewehrten Ball nicht unter Kontrolle bekam. Naldo hatte zuvor Mourad Meghni ungeschickt von den Beinen geholt. Beim 2:0 für Lazio waren sich Wiese und Naldo nicht einig, wer den Ball klären soll. Rocchi bedankte sich mit seinem zweiten Treffer.

Nur zwei Bremer Chancen

Neben dem bis auf seinen Fehler beim 0:2 starken Wiese erreichte nur Diego in Ansätzen Normalform. In der 50. Minute hatte er sogar die Chance zur Führung, doch der 43 Jahre alte Lazio-Torhüter Marco Ballotta - der älteste aktive Champions-League-Profi - musste nicht eingreifen. Einen Freistoß von Naldo (66.) parierte der Oldie in Weltklasse-Manier.

Platzverweis für Diego

In der Nachspielzeit sah der beste Bremer wegen einer Unsportlichkeit sogar noch die Gelb-Rote Karte und wird seiner Mannschaft im nächsten Heimspiel gegen Real Madrid (28. November) schmerzlich fehlen. Mit Gelb-Rot musste auch Lazios Abwehrspieler Sanchez Cribari wegen wiederholten Foulspiels vorzeitig das Feld räumen (86.).

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