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Fußball - Champions League: Werder Bremen kämpft sich zum Sieg über Real Madrid

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Gruppe C - Werder Bremen  

An der Weser hat man es wieder selbst in der Hand

28.11.2007, 16:55 Uhr | dpa

Bremer Jubel (Foto: ddp) Mit einer Fußball-Gala hat Werder Bremens Notelf das Starensemble von Real Madrid in die Knie gezwungen und sich die Chancen auf ein Weiterkommen in der Champions League erhalten. Die ohne viele Stammkräfte angetretene Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf überraschte mit dem insgesamt verdienten 3:2 (2:1) gegen den spanischen Meister und kann mit einem Sieg im letzten Spiel der Gruppe C bei Olympiakos Piräus doch noch ins Achtelfinale einziehen. Die enttäuschenden Madrilenen verpassten indes durch ihre erste Niederlage in der Champions League den vorzeitigen Einzug in die nächste Runde, bleiben aber Tabellenführer.

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Zittern bis zum Ende

Der Schwede Markus Rosenberg (4.) brachte die Bremer schon früh nach toller Vorarbeit von Clemens Fritz und Boubacar Sanogo in Führung. Der Brasilianer Robinho (14.) schaffte zwar zehn Minuten später den Ausgleich. Mit unbändigem Wille gelang dem Bundesliga-Zweiten dank Sanogo (40.) noch vor der Pause die Führung. Aaron Hunt (58.) erhöhte bei seinem Comeback nach sechs Monaten Verletzungspause auf 3:1. Ruud van Nistelrooy (71.) bescherte mit seinem Anschlusstreffer Werder allerdings noch bange Minuten.

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Rumpf-Elf mit Mut und Willen

Bremens Verlegenheits-Mannschaft imponierte und trat vor 36.000 Zuschauern ohne Respekt vor der Millionen-Truppe von Trainer Bernd Schuster auf. Dabei hatten sich die Personalnöte vor Spielbeginn noch einmal verschärft: Nationalspieler Tim Borowski meldete sich mit Leistenbeschwerden ab. Zudem fehlten Trainer Schaaf unter anderem Torsten Frings, Hugo Almeida und auch Torwart Tim Wiese. Am schwersten wog der Ausfall des gesperrten Spielmachers Diego. So musste Schaaf improvisieren. Der Däne Daniel Jensen übernahm die Diego-Rolle. Hunt kam ins linke Mittelfeld, der zuletzt selten berücksichtigte Jurica Vranjes rückte auf die rechte Seite. Christian Vander, der bereits gegen Olympiakos Piräus gespielt hatte, hütete für Wiese das Tor.

Offensiver Auftakt

Schon gleich mit der ersten Chance kamen die Bremer nach vier Minuten zur Führung, als Fritz mit einem Flankenlauf den Treffer von Rosenberg vorbereitete. Auch als Fritz nur zwei Minuten später wegen einer Oberschenkelzerrung durch Dusko Tosic ersetzt wurde, gab es keinen Bruch im Spiel der Hanseaten. Von Real war nur wenig zu sehen. Ruud van Nistelrooy war blass, einzig Robinho sorgte für Unruhe in der Bremer Deckung. Der brasilianische Nationalstürmer (14.) war es auch, der mit einem Schlenzer vom linken Strafraumeck Werder-Keeper Vander keine Chance ließ und für Madrid ausglich.

Rosenberg mit starkem Auftritt

Doch die Bremer verkrafteten diesen Rückschlag und spielten weiter forsch nach vorn. Dabei gefiel Diego-Ersatz Jensen mit klugen Pässen. Die Real-Deckung, in der Christoph Metzelder den Vorzug vor Weltmeister Fabio Cannavaro erhielt, offenbarte immer wieder Schwächen. Eine davon nutzte Sanogo fünf Minuten vor der Pause nach starker Vorarbeit von Rosenberg und brachte sein Team in Führung.

Verdientes Glück

Nach der Pause ging es wesentlich turbulenter zu, weil auch Real mehr für die Offensive tat. Sekunden nach Wiederanpfiff scheiterte van Nistelrooy aus kurzer Entfernung an Vander. Der Niederländer vergab wenig später noch einmal völlig freistehend. Auch die Bremer bekamen ihre Chancen: Sanogo (50.) scheiterte an Real-Torwart Iker Casillas. Wenig später machte es Hunt (58.) besser nach Zuspiel von Jensen. Doch Real ließ jetzt nicht locker. Van Nistelrooy (71.) verkürzte, dabei sah Werder-Schlussmann Vander nicht gut aus. Madrid drückte weiter, aber das Glück war auf Bremer Seite.

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