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Champions League - Finale  

In Gedanken bei Michael Ballack

20.05.2008, 20:29 Uhr | t-online.de

Aus Mallorca berichten Norman Gosch und Patrick Brandenburg

Michael Ballack als Kapitän der deutschen Nationalmannschaft. (Foto: imago)Michael Ballack als Kapitän der deutschen Nationalmannschaft. (Foto: imago) Er ist noch gar nicht da - und steht doch schon im Mittelpunkt: Bei der deutschen Nationalmannschaft dreht sich fast alles um Michael Ballack, der für den größten Teil der gemeinsamen EM-Vorbereitung ausfällt. "Der Kapitän stößt am kommenden Montag in Kaiserslautern zur Mannschaft“, vermeldet der DFB. Denn während die Teamkollegen im Quartier auf Mallorca bereits erste individuelle Trainingspläne abarbeiten, fiebert der Kapitän im fernen Moskau seinem größten Erfolg als Vereinsspieler entgegen: dem Titel in der Champions League (ManU - Chelsea ab 20.30 Uhr im Live-Ticker). Das DFB-Team zittert in Gedanken mit.

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Bierhoff: "Wir sind alle für Chelsea"

"Natürlich drücken wir die Daumen, wir sind alle hundert Prozent für Chelsea“, sagt Nationalelf-Manager Oliver Bierhoff vor Endspiel in Europas Königsklasse zwischen Ballacks Londoner Klub und dem englischen Meister Manchester United. "Bei einem Erfolg würde Michael mit noch breiterer Brust zu uns kommen. Er hat das Zeug dazu, einer der EM-Superstars zu werden.“ Da nimmt der Cheforganisator der "Bergtour 2008“ es auch billigend in Kauf, dass Ballack erst auf den letzten Drücker bei der Nationalmannschaft auftaucht.

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Ballack darf sich ausruhen

Erst am Tag vor dem Testspiel gegen Weißrussland im Fritz-Walter-Stadion stößt Ballack zum Team. "Wir wollen Michael etwas Ruhe gönnen, um nach dieser intensiven Saison wieder runterzukommen“, so Bierhoff, der dem früheren Leverkusener und Münchner einen weiteren Karriere-Fortschritt bescheinigt: "Der Wechsel zu Chelsea, der neue Reiz, sich mit den Besten zu messen, hat ihm gut getan.“

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Englische Presse ist beeindruckt

Nach anderthalb Jahren Anlauf und acht Monaten Zwangspause wegen einer schweren Knöchelverletzung hat sich der 32-Jährige in dieser Rückrunde an der Stamford Bridge als der Leader etabliert, der er beim DFB-Team längst ist. Auch wenn sein Klub in der Liga hinter Manchester nur als Zweiter ins Ziel kam, hat Ballack selbst die kritische englische Presse überzeugt. Die Vehemenz, mit der er in der Schlussphase der Saison im Spitzenspiel gegen ManU dem Blues-Platzhirschen Didier Drogba einen Elfmeter klaute und dann kaltblütig verwandelte, beeindruckte Fans, Kritiker und Teamkollegen gleichermaßen.

In England ist er der "Junior Kaiser"

Inzwischen wird er in Anlehnung an Franz Beckenbauer schon mal als "Junior Kaiser“ verehrt ("Daily Mail“). "Ohne Michael Ballacks Drive, ohne seine Tore wäre Chelsea in dieser Saison nicht so weit gekommen“, urteilte die "Sunday Times“. Selbst über Ballacks weißen Porsche spötteln die Engländer nicht mehr, sonder sprechen anerkennend von "der Ambulanz“, weil es ja so gut zur Krankengeschichte des Deutschen passt.

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Die Rückkehr der Torgefahr

Auf der Insel hat Ballack mit sieben Treffern in nur 18 Partien zur Torgefährlichkeit zurückgefunden, die er im Nationalmannschaftsdress nach der deftigen 1:4-Pleite in Italien unmittelbar vor der WM 2006 zugunsten der inneren Sicherheit aufgegeben hatte. "Michael hat wahnsinnig viel für das Team geackert und sich selbst zurückgenommen“, lobt Manager Bierhoff im Nachhinein den vielleicht entscheidenden Beitrag fürs Sommermärchen: "Michael hat das ganz große Bild im Kopf.“

Die Sehnsucht nach dem Titel

Dazu würde nun auch ein großer Titel passen. Vier Meisterschaften hat der Mittelfeldspieler mit dem FC Bayern gesammelt, drei Pokalsiege mit den Münchnern und einen mit Chelsea. Aber die Krönung durch einen internationalen Erfolg fehlt. Als Leverkusens Motor war er nahe dran, doch scheiterte die Nummer 13 im Finale der Champions League 2002 an Real Madrid. Wenige Wochen später verlor Deutschland (ohne den gesperrten Ballack) das WM-Finale gegen Brasilien. Noch so eine Vize-Saison würde er sich und seinen Teams sicher gerne ersparen.

Voraussichtliche Aufstellungen im Endspiel:

Manchester: Van der Sar - Brown, Ferdinand, Vidic, Evra - Cristiano Ronaldo, Scholes, Carrick, Park - Tevez, Rooney.
Chelsea: Cech - Essien, Alex, Terry, A. Cole - Ballack, Makelele, Lampard, J. Cole - Drogba, Malouda.

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