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Champions League: SV Werder Bremen will gegen Famagusta wieder punkten

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Werder Bremen - Anorthosis Famagusta  

Allofs: Famagusta ist nicht Cottbus

15.09.2008, 16:02 Uhr | t-online.de, dpa

Diego (li.) und Torsten Frings wollen Werder zum Sieg führen. (Foto: imago)Diego (li.) und Torsten Frings wollen Werder zum Sieg führen. (Foto: imago) Werder Bremen hat sich zum fünften Mal in Folge für die Champions League qualifiziert, vier Mal verloren die Hanseaten dabei ihr Auftaktspiel in der Gruppenphase. Gegen den zyprischen Fußball-Nobody Anorthosis Famagusta (ab 20.30 Uhr im t-online.de Live-Ticker) müsste es schon mit dem Teufel zugehen, sollte diese schwarze Serie kein Ende finden.

Die Überraschungsmannschaft der europäischen Königsklasse als krasser Außenseiter ins Weserstadion. Das Team ohne Stars, das im Spiel David gegen Goliath nichts zu verlieren hat, wäre schon mit einem Unentschieden hochzufrieden. Für Werders Torsten Frings zählt dagegen nur der Sieg und deswegen warnt der Nationalspieler: "Wir dürfen nur nicht die Nerven verlieren."

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Mit Geduld zum Pflichtsieg

Ein Werder-Sieg ist Pflicht, daran besteht kein Zweifel. Alles andere wäre eine Blamage. "Wir müssen wieder Geduld haben", sagte Frings mit Verweis auf das 3:0 vom Samstag gegen das Liga-Schlusslicht aus Cottbus: "Die werden genauso spielen. Die kommen auch hierher, um einen Punkt zu holen, und stellen sich hinten rein." Fast wortgleich sagte Spielmacher Diego: "Ich glaube, dass sie ähnlich spielen. Wir müssen Geduld haben und unsere Chancen besser nutzen."

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Schaaf bleibt gelassen

Ganz anders schätzte Manager Klaus Allofs den unbekannten Gegner von der Mittelmeer-Insel ein, der sich durch Erfolge gegen Rapid Wien (3:0, 1:3) und Olympiakos Piräus (3:0, 0:1) sensationell für die Hauptrunde der Champions League qualifiziert hat. "Ich kann nur davor warnen, Famagusta in eine Kategorie mit Cottbus zu stecken", warnte der Manager: "Das ist keine schwache Mannschaft, die sich hinten rein stellt." Werder-Trainer Thomas Schaaf blieb gelassen: "Wir sind auch gegen Famagusta in der Situation, das Spiel machen zu müssen. Aber das ist für uns nichts Neues."

Ein Ex-Europameister und ein Ex-Profi von Real

Nach Allofs Einschätzung sind die Bremer hervorragend vorbereitet: "Unsere Scouts haben sie gut beobachtet", berichtete der Sportdirektor: "Sie waren angetan und überrascht. Famagusta hat gute Spiele gezeigt, nicht nur in der Qualifikation gegen Piräus. Es wird auf eine andere Art und Weise als gegen Cottbus schwer." Die bekanntesten Spieler der Nobody-Mannschaft sind der ehemalige Real-Madrid-Profi Savio, der griechische Europameister Traiano Dellas und Abwehrspieler Jeffrey Leiwakabessy, der in diesem Sommer von Alemannia Aachen nach Zypern wechselte.

Luxusproblem für Schaaf

Schaaf ist in der angenehmen wie ungewohnten Situation, keine großen Personalprobleme zu haben. Während die Bremer vor einem Jahr ohne ein halbes Dutzend Stammspieler bei Real Madrid in die Champions League starteten, fehlen diesmal nur Aaron Hunt und Petri Pasanen. Diese Qual der Wahl ist für Schaaf ein neues Luxusproblem, das er gerne hat. Voraussichtlich wird Werder aber mit jener Elf beginnen, die gegen Cottbus mit drei späten Toren den schwachen Saisonstart vergessen ließ. Dass die Grün-Weißen zudem auf der Bank mit Mesut Özil oder Boubacar Sanogo starke Alternativen haben, machten die beiden Offensivspieler nach ihrer Einwechslung gegen Cottbus deutlich.

Voraussichtliche Aufstellungen:

Werder Bremen: Wiese - Fritz, Mertesacker, Naldo, Boenisch - Baumann - Frings, Jensen - Diego - Pizarro, Rosenberg

Anorthosis Famagusta: Beqaj - Theodotou, Katsavakis, Constantinou, Leiwakabessy - Dellas - Paulo Costa, Laban, Bardon - Savio - Sosin

Schiedsrichter: Thomson (Schottland)

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