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Champions League: Mourinho zieht gegen Manchester United alle Register

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Champions League - Achtelfinale  

Mourinho zieht gegen ManU alle Register

23.02.2009, 16:26 Uhr | dpa

Mailands Stürmer Adriano (r.) im Duell mit Rio Ferdinand. (Foto: imago)Mailands Stürmer Adriano (r.) im Duell mit Rio Ferdinand. (Foto: imago) "Zur Hölle mit den Red Devils!" Vor dem Champions-League-Knüller gegen Titelverteidiger Manchester United kündigt Trainer José Mourinho mit feurigen Appellen ein Inferno im heimischen Meazza-Stadion an. "Manchester United ist nicht besser als wir", tönte der Erfolgscoach von Herausforderer Inter Mailand. Mit dem italienischen Meister will er den Triumph in der Königsklasse wiederholen, den er 2004 schon mit dem FC Porto geschafft hat.

Seit dem Doppelschlag 1964 und 1965 im Europapokal der Landesmeister wartet der italienische Traditionsklub sehnsüchtig auf den Gewinn der wichtigsten europäischen Fußball-Trophäe. Auf dem Weg zum großen Ziel kommt ihm der Cupverteidiger im Achtelfinale gerade recht.

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"Ich kenn ManU ganz genau"

"Inter braucht starke Gegner", sagte der 46-Jährige vor dem ersten Duell voller Selbstbewusstsein. "Habt keine Angst, ich kenne ManU seit 2004 ganz genau", ergänzte Mourinho, der mit seinem früheren Klub FC Chelsea nur eines von zehn Duellen mit dem englischen Meister verloren hat. "ManU ist die beste Kontermannschaft der Welt, aber ich bin höchst zuversichtlich, dass wir es schaffen." Mit hitzigen Aufrufen an die Tifosi, Videoanalysen, Taktik-Sondertraining und Psychotricks wappnet er seine Schützlinge für das bisher wichtigste Saisonspiel.

"Wir fürchten niemanden und kommen weiter"

In langen Sitzungen sezierte er den Gegner, zeigte Stärken und Schwächen in eigens angefertigten Videos. "Manchester muss in San Siro gegen zwölf Mann spielen", forderte er zudem die Rückendeckung der Fans, die Inter im ausverkauften Stadion die Rekordeinnahme von 3,5 Millionen Euro bescheren. Bei Inter ist nur Verteidiger Walter Samuel (Wadenzerrung) angeschlagen. "Wir sind körperlich und mental in Top-Form", glaubt Mourinho, der im Sturm auf sein Parade-Duo Ibrahimovic und Adriano setzt. "Wenn man die beiden ausschaltet, hat man sehr gute Chancen", sagte der neutrale Brite David Beckham vom Inter-Rivalen AC Mailand. "Geht raus und habt Spaß gegen ManU. Es wird ein großartiges Spiel", bläute Morinho im Stil eines Motivations-Gurus seinen Stars ein. Offenbar mit Erfolg: "Wir wissen, was wir können, fürchten niemanden und kommen weiter", erklärte Torwart Julio Cesar.

Manchester mit Verletzungssorgen

Alex Ferguson weiß nur zu genau, was er von dem alten Bekannten zu erwarten hat. Denn als Chelsea-Coach machte Mourinho zwischen 2004 und 2007 seinem Gegenüber auf der ManU-Bank das Leben schwer und führte den Klub 2005 und 2006 zur Meisterschaft. Probleme bereitet die Abwehr: Der als Ersatz für Nemanja Vidic (gesperrt) vorgesehene Jonny Evans ist angeschlagen. Gary Neville, Wes Brown und John O'Shea laborieren schon länger an Blessuren. "Wir haben Verletzungssorgen", gab Ferguson zu, hofft aber, dass zwei Verteidiger noch fit werden.

Barcelona hat viel Respekt vor Olympique Lyon

Zum zweiten Top-Match tritt Titel-Mitfavorit FC Barcelona bei Olympique Lyon an. Nach der 1:2-Schlappe in der Primera Division gegen den Lokalrivalen Espanyol war man eifrig bemüht, das Gespenst einer heraufziehenden Krise fernzuhalten. "Wir verfallen nicht in Panik", versichert Kapitän Carles Puyol. "Wir werden wieder zu unserer alten Klasse zurückfinden." Das Lyon-Spiel steht im ganz Zeichen des Duells der Stürmerstars Lionel Messi und Karim Benzema. "Wir sind nicht der Favorit. Olympique ist ein schwerer Gegner. Niemand in unserer Mannschaft hat sich über das Los gefreut", sagte Messi. "Wir spielen gegen die derzeit beste Elf in Europa", sagte Benzema. Barcelonas französischer Verteidiger Eric Abidal muss nach einem Adduktorenriss gegen seinen früheren Klub zuschauen.

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