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Der deutsche Rekordmeister wird vorgeführt

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FC Barcelona - Bayern München  

Der deutsche Rekordmeister wird vorgeführt

09.04.2009, 13:02 Uhr | dpa

Bastian Schweinsteiger (li.) und Luca Toni verstehen die Welt nicht mehr. (Fotos: AP und Reuters, Montage: t-online.de)Bastian Schweinsteiger (li.) und Luca Toni verstehen die Welt nicht mehr. (Fotos: AP und Reuters, Montage: t-online.de) Demontiert, vorgeführt, gedemütigt: Ein chancenloser FC Bayern München hat bei einer der höchsten Pleiten seiner glorreichen Europapokal-Geschichte eine Lehrstunde erteilt bekommen und kann das Champions-League-Halbfinale wohl abhaken. Von den phasenweise brillierenden Künstlern des FC Barcelona wurde der deutsche Rekordmeister im ausverkauften Camp Nou beim 0:4 (0:4) regelrecht auseinandergenommen.

Lionel Messi mit einem Doppelpack (9. Minute und 38.), Samuel Eto'o (13.) und Thierry Henry (43.) besiegelten vor 96.000 berauschten Barcelona-Anhängern den Untergang der Bayern beim Aufeinandertreffen zweier Fußball-Welten.

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Beckenbauer: "Das fürchterlichste, was ich je gesehen habe"

"Ich bin mehr als sprachlos", stammelte der sonst eigentlich um keine Einschätzung verlegene Bayern-Präsident Franz Beckenbauer bereits zur Pause ins Premiere-Mikrofon. Nach der Partie sagte er: "Das ist das fürchterlichste, was ich je vom FC Bayern gesehen habe." Vier Gegentreffer in der ersten Hälfte hatten die Bayern noch nie im Europapokal kassiert. Die Barca-Fans skandierten indes frühzeitig "olé, olé" und freuten sich auf das Halbfinale gegen Chelsea oder Liverpool.

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Butt statt Rensing

Bayern Trainer Jürgen Klinsmann hatte überraschend im Tor Hans Jörg Butt den Vorzug vor Michael Rensing gegeben. "Jetzt ist einfach ein Moment da, wo die Abwehr ein bisschen mehr Erfahrung braucht", begründete der Coach seine Entscheidung. Unfreiwillig musste Klinsmann auf Nationalverteidiger Philipp Lahm (Wadenprobleme), Lucio (verletzt) und Daniel van Buyten (familiäre Gründe) verzichten. Für Lahm rückte Christian Lell auf die linke Abwehrseite.

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Bommel zeigt nur seine hässliche Seite

Lell war aber wie alle Bayern-Akteure vor der Pause lediglich Staffage, degradiert von einer Barca-Mannschaft, deren namhafte Einzelspieler einmal mehr große Taten vollbrachten. Während weder von Franck Ribéry noch Luca Toni oder Marc van Bommel - abgesehen von einem rotwürdigen Ellbogencheck gegen Messi - etwas zu sehen war, zeigten die katalanischen Kurzpass-Koryphäen ihr Können, allerdings noch nicht einmal zur Vollendung.

Schiedsrichter Webb verweigert einen Elfmeter

Gegen die sich einigelnden Bayern legte erst Eto'o Messi zu dessen siebtem Champions-League-Tor auf, mit dem er mit dem verletzten Münchner Miroslav Klose gleichzog. Dann bedankte sich der Argentinier mit einer Vorlage auf den Kameruner. Beide ließen Butt keine Chance. Glück hatten die Gäste schon zuvor gehabt, als Martin Demichelis kurz vor der Linie gegen Henry gerettet hatte. Zudem verweigerte Schiedsrichter Howard Webb aus England einen Elfmeter nach einem Lell-Foul an Messi (17.). Stattdessen bekam der Argentinier für seine vermeintliche Schwalbe die Gelbe Karte. Trainer Josep Guardiola regte sich derart an der Außenlinie auf, dass er auf die Tribüne geschickt wurde.

Butt böse im Gesicht erwischt

Von derlei Sorgen konnte Klinsmann nur träumen. Wehrlos ergaben sich die hilflosen Münchner weiter ihrem Schicksal. Dabei traf Butt die geringste Schuld. An den Gegentoren war er machtlos, bei einer Abwehraktion gegen den hereinrutschenden Henry bekam er dessen Stollen ins Gesicht. Noch auf dem Rasen musste Butt genäht werden, während Rensing sich wenigstens warmlaufen durfte. Chancenlos war Butt auch bei Messis zweitem Treffer sowie dem 50. Champions-League-Tor von Henry.

Wieder eine schwarze Stunde im Camp Nou

Die Armada in Rot-Blau drosselte nach dem Seitenwechsel das Tempo, gegen die eher im Leerlauf agierenden Gäste reichte es gleichwohl noch zu Torchancen. Und wieder war es Messi, Butt konnte aber glänzend parieren (59.). In der 71. Minute dann die erste Bayern-Chance: Carlos Puyol klärte aber gegen Ze Roberto. Das nächste Trauma in Camp Nou war nach 90 Minuten perfekt. Vor zehn Jahren hatten die Bayern dort in der letzter Minute das Champions-League-Finale gegen Manchester United verloren.
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