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FC Bayern München: Bloß kein neues Debakel gegen Barcelona

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Bayern München - FC Barcelona  

Für die Bayern gilt: Bloß kein neues Debakel

13.04.2009, 16:19 Uhr | sid, dpa, t-online.de

Bayerns Luca Toni (li.) wird von Yaya Toure zu Fall gebracht. (Foto: imago)Bayerns Luca Toni (li.) wird von Yaya Toure zu Fall gebracht. (Foto: imago) Das erste Endspiel hat Jürgen Klinsmann überstanden, seiner Mission beim FC Bayern droht aber weiter das vorzeitige Ende. Nach der Schlappe in Barcelona durfte der Trainer durch den Liga-Pflichtsieg gegen Eintracht Frankfurt wenigstens einmal durchschnaufen.

Wenn auch nur ganz kurz, denn obwohl der Schock aus dem Viertelfinal-Hinspiel der Champions League noch immer nicht ganz verdaut ist, steht das nächste Duell mit dem Bayern-Schrecken in Person von Eto'o & Co. (ab 20.30 Uhr im Live-Ticker) ein weiteres Mal an.

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Guter Ruf soll wieder hergestellt werden

In München glaubt nach der Lehrstunde beim 0:4 aus der Vorwoche keiner an ein Fußball-Wunder, doch gegen einen wohl nicht in Bestformation auflaufenden Gegner soll wenigstens der kräftig ramponierte Ruf ein wenig aufpoliert werden. "Wir werden sie nicht mit vier Toren schlagen, das ist uns sehr wohl bewusst. Aber wir werden uns mit Anstand und Charakter präsentieren und den Leuten ein tolles Champions-League-Spiel zeigen", sagte der schwer angeschlagene Bayern-Trainer.

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Klinsmann glaubt an zweites Sommermärchen

Verbraucht, verunsichert und für viele auf verlorenem Posten. Der hoch engagierte Klinsmann steht wieder einmal mitten im Fokus der Kritik. In keinster Weise denke er ans Aufgeben. "Ich hatte schon extremere Momente: Drei Monate vor der WM mit der 1:4-Niederlage gegen Italien und am Schluss gab es das Sommermärchen", sagte der unerschütterliche Optimist. Der 44-Jährige verkündet weiter seinen Glauben an den Erfolg des ambitionierten Projekts, das mit dem Verpassen der Qualifikation für die Champions League in der Liga wohl sofort beendet sein dürfte. Schon beim 4:0 (3:0) gegen harmlose Hessen musste sich der Schwabe eine ganze Reihe "Klinsmann raus"-Rufe gefallen lassen. "Wir reißen uns den Hintern auf jeden Tag für den FC Bayern und ich werde das durchziehen", stellte der Coach klar.

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"Wir stecken gemeinsam in der Scheiße"

Die Gegenspieler hießen zwar Russ und Chris statt Messi und Henry, aber für die geschundene bayerische Fußball-Seele und Klinsmanns Job war das 4:0 Gold wert. "Wir stecken ja alle gemeinsam in der Scheiße und dann tut das dem ganzen Verein, den Spielern und dem Trainer gut", gestand Lukas Podolski, dessen Einsatz aufgrund von Wadenproblemen fraglich ist. "Wir haben jetzt noch sieben Endspiele und wollen deutscher Meister werden." Für einen kleinen Schritt in diese Richtung sorgten Franck Ribéry (3. Minute), Luca Toni (17.), Lucio (23.) und Bastian Schweinsteiger (48.) mit ihren Toren.

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Meisterschaft fast schon Pflicht

Der Titel kann die Saison noch "einigermaßen retten", glaubt Toni, aber mehr als Schadensbegrenzung ist für den Rekordmeister nicht mehr drin. In der Meisterschaft beträgt der Rückstand des FC Bayern weiter drei Punkte auf Spitzenreiter VfL Wolfsburg. "Wir wissen, dass wir in der Bundesliga ein Ergebnis nacheinander einfahren müssen", sagte Klinsmann, der Jörg Butt im Tor erneut den Vorzug vor Michael Rensing gab. Grund: "Im Moment muss ich Michael leider wehtun und dessen weitere Entwicklung hinten anstehen, damit wir hier die Resultat einfahren, an denen wir alle gemessen werden."

Butt trägt auch gegen Barca die Nummer 1

Auch gegen Barcelona soll der im Hinspiel im Gesicht verletzte Butt wieder zwischen die Pfosten und will bloß kein zweites Barca-Debakel erleben. 1:5 in Wolfsburg, 0:4 in Barcelona, jetzt 4:0 gegen Frankfurt: Dass diese Zickzack-Bayern, die Sporting Lissabon im Achtelfinale mit 7:1 nach Hause schickten, zumindest einen (Teil)-Erfolg gegen das Starensemble aus Spanien landen, ist durchaus denkbar. "Das kann einiges reparieren, aber nicht alles", sagte Klinsmann. Mehr als Reparatur-Arbeiten sind wohl auch nicht drin: In bislang 17 Jahren Champions League gelang lediglich Deportivo La Coruna 2004 einmal nach einem 1:4 im Hin- ein 4:0 im Rückspiel gegen den AC Mailand. Einen Vier-Tore-Rückstand holte noch niemand auf.

Ribéry und Co. wollen wieder Stimmung entfachen

Der aufgebrachte Anhang soll besänftigt werden, dazu wollen Ribéry und Gefährten auch mit Blick auf ihren eigenen Marktwert zeigen, dass es nicht nur gegen Eintracht Frankfurt reicht. "Wenn man reinkommt ins Stadion und am Anfang ist keine Stimmung da, dann tut das im Herzen weh. Wir müssen es unbedingt umdrehen, dass wir wieder eine gute Stimmung haben", forderte Schweinsteiger.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Bayern München: Butt - Lell, Lucio, Demichelis, Lahm - Schweinsteiger, van Bommel, Zé Roberto, Ribéry - Sosa - Toni
FC Barcelona: Víctor Valdés - Alves, Piqué, Puyol, Sylvinho - Touré Yaya, Keita, Xavi - Iniesta, Eto'o, Henry
Schiedsrichter: Rosetti (Italien)

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