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Champions League: Final-Drama für Michael Ballack geht weiter

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Champions League - Halbfinale  

Final-Drama für Michael Ballack geht weiter

07.05.2009, 09:22 Uhr | t-online.de

Michael Ballack fordert Elfmeter vom norwegischen Schiedsrichter. (Foto: Reuters)Michael Ballack fordert Elfmeter vom norwegischen Schiedsrichter. (Foto: Reuters) Der Traum vom Sieg in der Champions League ist für Michael Ballack erneut geplatzt. Gegen den FC Barcelona wurde der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft mit seinem FC Chelsea durch ein Gegentor von Andres Iniesta in der 94. Minute aus allen Träumen gerissen. "In der 94. Minute auszuscheiden, in einer Situation, wo man nicht mehr reagieren kann - das ist natürlich eine riesige Enttäuschung", sagte Ballack nach dem Spiel.

Besonders bitter: In der sechsten Minute der Nachspielzeit hatte Ballack im Anschluss an einen Eckball noch den Siegtreffer auf dem Fuß, doch sein Volleyschuss aus 14 Metern wurde von Barcas Samuel Eto'o mit dem Unterarm abgeblockt. Eine enge Entscheidung, doch der norwegische Schiedsrichter Övrebö entscheidet nicht auf Elfmeter, der Deutsche rastete daraufhin völlig aus.

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Strittige Situationen immer für Barcelona entschieden

Ballack rannte dem Referee hinterher und musste sich mühsam zurückhalten, nicht handgreiflich zu werden. Der Unparteiische zeigte dem 32-Jährigen die gelbe Karte, damit wäre Ballack für ein mögliches Finale gesperrt gewesen. Auch nach dem Schlusspfiff versuchen Ballack, aber auch andere aufgebrachte Chelsea-Spieler wie Frank Lampard oder Didier Drogba, an Ovrebo heranzukommen, doch der wurde gleich von mehreren Bodyguards abgeschirmt. Insgesamt drei Mal hätte der Schiedsrichter auf Strafstoß für Chelsea entscheiden können, doch konsequent entschied der Norweger in strittigen Situationen gegen den englischen Hauptstadt-Klub. Der deutsche Mittelfeldspieler war nach dem Match am Boden zerstört: "Wir waren die bessere Mannschaft und hatten mehr Chancen. Wir sind enttäuscht darüber, dass wir es selber nicht gepackt haben - und über den Schiedsrichter."

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Finalfluch von Ballack hat Bestand

Damit muss Ballack weiterhin auf seinen ersten internationalen Titel warten. Im letzten Jahr verlor Chelsea den schon sicher geglaubten Sieg in der Champions League im Elfmeterschießen gegen Manchester United. Auch 2002 unterlag der Mittelfeldspieler mit Bayer Leverkusen im Endspiel der Königsklasse gegen Real Madrid (1:2). Mit der Nationalmannschaft reichte es für Ballack bei der Weltmeisterschaft 2002 (0:2 gegen Brasilien) und der Europameisterschaft 2008 (0:1 gegen Spanien) nur zum undankbaren zweiten Platz. Der Makel des Verlierers bleibt somit an ihm hängen. 2008 wurde er in vier unterschiedlichen Wettbewerben mit Chelsea und der Nationalelf nur Zweiter. Der einzige Titel, den Ballack seit seinem Wechsel nach England gewann, war der FA Cup 2007. Doch auch nach dem schmerzlichen "Last-Minute"-Aus glaubt Ballack weiter daran, die europäische Königsklasse noch zu gewinnen: "Ich spiele in einer super Mannschaft, da ist die Chance relativ hoch jedes Jahr, ins Finale zu kommen.", sagte der 32 Jahre alte Mittelfeldspieler.

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Chelsea-Aus in allerletzter Sekunde

Dabei hatte das Spiel für Chelsea so gut begonnen. Der Ghanaer Essien zog in der sechsten Minute aus 22 Metern volley ab und ließ Barca-Torwart Victor Valdes mit seinem Hammerschuss unter die Torlatte keine Chance. Danach vergaben die Blues zahlreiche Chancen, insbesondere durch Stürmer Didier Drogba, das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Als Barcas Linksverteidiger Eric Abidal nach seinem Trikotzupfer gegen den auf das Tor zueilenden Anelka Rot sah, schien das Spiel entschieden. Bis Iniesta mit dem einzigen Schuss aufs Tor der Katalenen in der gesamten Spielzeit die Party-Stimmung an der Stamford Bridge zerstörte und die Blues in allerletzter Sekunde aus dem Wettbewerb schoss.

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