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Michael Ballack zu Champions-League-Halbfinale: "Hatte mich im Griff!"

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Champions League - FC Chelsea London  

Ballack: "Ich hatte mich immer im Griff!"

08.05.2009, 14:16 Uhr | t-online.de, sid

Michael Ballack (li.) ist wütend auf den Schiedsrichter. (Foto: Reuters)Michael Ballack (li.) ist wütend auf den Schiedsrichter. (Foto: Reuters) Es waren Momente, um Angst zu bekommen vor dem Kapitän der deutschen Nationalmannschaft: Michael Ballack wollte nach dem bitteren Aus im Halbfinale der Champions League dem norwegischen Schiedsrichter Tom Henning Övrebö an den Kragen. "Aber ich hatte mich immer im Griff, nicht handgreiflich zu werden", sagte der Chelsea-Profi der "Bild"-Zeitung. Trotzdem steht es der Interpretation der UEFA anheim, Ballacks Verhalten zu ahnden - und nicht nur seines.

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Drogba als HB-Männchen

Auch Teamkollege Didier Drogba war nach 98 zehrenden Minuten des Kampfes mit dem FC Barcelona kaum zu halten. Der Weltklassestürmer von der Elfenbeinküste schwang derart engagiert das verbale Kriegsbeil, dass nicht von Straffreiheit für den früheren Angreifer Olympique Marseilles auszugehen ist.

Die UEFA überlegt noch das Strafmaß

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) will in der kommenden Woche entscheiden, ob Maßnahmen gegen den FC Chelsea ergriffen werden. Inzwischen seien die Stellungnahmen des heftig kritisierten Schiedsrichters Övrebö sowie von den Delegierten des Verbandes eingegangen. Nach Spielschluss an der Stamford Bridge waren zudem Gegenstände von den Rängen auf das Spielfeld geworfen worden.

Begleitschutz Richtung Norwegen

Nicht nur Chelseas Heimstätte wurde für Övrebö über Nacht zur "No-go-Area". Nach mehreren Morddrohungen gegen ihn musste der 42-Jährige London unter Sicherheitsschutz verlassen. Wie britische Zeitungen übereinstimmend berichteten, wurden nach dem Aufruhr mehrere anonyme Morddrohungen gegen ihn im Internet veröffentlicht.

Schon im Hotel umgezogen

Eine Gruppe auf dem Portal "Facebook" nennt sich "Kill Tom Henning Övrebö". Darin war der Beitrag zu sehen: "Die Aufgabe unserer Gruppe ist es, den Schiedsrichter des Halbfinales zu jagen und brutal zu ermorden." Zudem wurde Övrebös Adresse in Oslo veröffentlicht. Schon in London hatte der Psychologe nach dem Spiel aus Sicherheitsgründen sein Hotelzimmer gewechselt. In Oslo wurde er vorbei an den Sicherheitskontrollen im Flughafen in das Land gebracht und hält sich nun an einem geheimen Ort auf.

Chelsea verurteilt die Drohungen

Die Osloer Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. "Wir beobachten genau, was im Internet veröffentlicht wird und nehmen alles ernst, was Övrebös Sicherheit gefährden könnte", sagte ein Sprecher. Chelsea hat die Drohungen verurteilt. "Wir wollen verdeutlichen, dass wir jegliche Drohungen gegen Spieler, Offizielle oder Anhänger verurteilen. Sollte es konkrete Hinweise geben, dass Dauerkartenbesitzer oder Vereinsmitglieder an den Drohungen beteiligt sind, würden wir sie aufs Härteste bestrafen. Bisher haben wir aber keine Hinweise diesbezüglich erhalten", hieß es in einer Erklärung des Vereins.

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Eine Fehlentscheidung nach der anderen

Ballack drohte zwar nicht, erneuerte aber die Kritik am Referee und verteidigte sein eigenes Verhalten. "Da wird die Arbeit eines ganzen Jahres zerstört. Es ist klar, dass da Emotionen im Spiel sind. Bei der Häufigkeit der Fehlentscheidungen. Die letzte Minute war dann die Krönung", erinnerte sich der 32-Jährige.

Pulverfass Ballack geht hoch

In dieser letzten Minute der insgesamt achtminütigen Nachspielzeit hatte Ballack mit seinem Schuss den Oberarm von Barcelonas Torjäger Samuel Eto'o getroffen und Schiedsrichter Övrebö dem FC Chelsea erneut einen Elfmeter verweigert - wie zuvor schon erstaunliche fünf Mal während der Begegnung, zumindest nach Meinung der Platzherren. Bei Ballack, der mit Chelsea im Vorjahr erst im Elfmeterschießen des Champions-League-Endspiels an Manchester United gescheitert war, entlud sich daraufhin umgehend die explosive Mischung aus Wut, Frust, Enttäuschung und Ohnmacht.

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