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Champions League - Finale: Ist Rom die "Stadt der Messerstecher"?

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Champions League  

Medien: Rom ist die "Stadt der Messerstecher"

08.05.2009, 16:15 Uhr | FUSSBALL.DE

Eine englische Zeitung fürchtet Messerangriffe in Rom. (Foto: imago)Eine englische Zeitung fürchtet Messerangriffe in Rom. (Foto: imago) Es könnte alles so schön sein. Manchester United trifft im Finale der Champions League auf den FC Barcelona, ausgetragen wird das Endspiel im Olympiastadion von Rom. Tolle Voraussetzungen für einen wunderbaren Fußballabend am 27. Mai möchte man meinen.

Tatsächlich ist es aber so, dass rund drei Wochen vor dem Finale zwischen englischen Medien und den Behörden der italienischen Hauptstadt eine politische Diskussion entbrannt ist.

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Engländer sind nicht willkommen

Die englische Tageszeitung "The Times" forderte in einer Kampagne die Verlegung des Champions-League-Endspiels, wobei sie Rom als "Messerstecher-Stadt" bezeichnete. Im Achtelfinal-Rückspiel reiste der FC Arsenal zum AS Rom, die Londoner siegten mit 7:6 nach Elfmeterschießen. Bereits vor dem Spiel griffen Roma-Ultras einen Bus mit Arsenal-Anhängern an, ein Fan wurde mit einem Messerstich am Bein verletzt. Auch die Anhänger von Manchester United waren im Jahr 2007 bei Ausflügen nach Rom immer das Ziel von gewalttätigen Ultras. Weitere Zwischenfälle datieren aus den Jahren 2006 und 2001. Die Opfer hier: Fans aus Liverpool und Manchester. Engländer scheinen in der "ewigen Stadt" nicht gerade willkommen zu sein. Deswegen steigt die Sorge, dass beim Finale Ende Mai wieder Übergriffe stattfinden könnten - auch wenn gar keine italienische Mannschaft im Endspiel steht.

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Roms Bürgermeister schreibt offenen Brief

Gianni Alemanno, Bürgermeister von Rom, reagierte auf die Forderungen umgehend mit einem offenen Brief. "Die Kampagne gegen uns ist beleidigend. Es ist nicht das erste Mal, dass Rom das Champions-League-Finale ausrichtet", sagte er und verwies auf die Endspiele 1977, 1984 und 1996. "Außerdem sollte ich herausstellen, dass eine Suche bei Google mit den Worten "London" und niedergestochen" 2.670.000 Einträge bringt - und damit zehn Mal so viele wie bei Rom."

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UEFA sieht nur geringes Risiko

Die UEFA hat derweil das Risiko von Fan-Übergriffen heruntergespielt. "Das Sicherheitsrisiko ist in einem Spiel, bei dem keine italienische Mannschaft vertreten ist, als gering einzustufen", sagte UEFA-Sprecher William Gaillard gegenüber dem Fernsehsender "BBC". Den Forderungen, das Endspiel zu verlegen, stand die UEFA zunächst positiv gegenüber, nun ließ Gaillard verlauten, dass eine Verlegung außer Frage stünde. "Die Leute müssen verstehen, dass es lange dauert, solch ein Großereignis zu organisieren und dass es aus diesem Grund unmöglich ist, das Finale in kurzer Zeit an einen anderen Ort zu verlegen."

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Alemanno unter Druck

Alemanno kann also nur hoffen, dass bei dem Spiel wirklich alles glatt geht. Der Bürgermeister steht wegen der hohen Gewaltrate in Rom enorm in der Kritik und der Druck lastet auf ihm zu beweisen, dass er mit seiner Politik so erfolgreich ist, um in Rom aufzuräumen. Wenn Manchester United am Finaltag die Champions-League-Trophäe der gastgebenden Stadt überreicht, sollte sich Rom von seiner besten Seite präsentieren.

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