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FC Bayern München profitiert gegen AC Florenz von Abseitstor

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Champions League - Achtelfinale  

Elf Bayern profitieren von Fehlentscheidung

17.02.2010, 21:41 Uhr | t-online.de

FC  Bayern München profitiert gegen AC Florenz von Abseitstor. Torschütze Miroslav Klose jubelt mit Olic und Lahm (Foto: dpa)

Torschütze Miroslav Klose jubelt mit Olic und Lahm (Foto: dpa)

Ein nicht geahndetes Abseitstor hat dem FC Bayern München im Achtelfinalhinspiel gegen den italienischen Vertreter AC Florenz zu einem 2:1-Sieg verholfen. Der eingewechselte Miroslav Klose köpfte nach einem abgewehrten Schuss Arjen Robbens und einer Kopfballvorlage des ebenfalls eingewechselten Ivica Olics in der 89. Minute ein - aus einer Abseitsposition. Dies übersah der norwegische Referee Tom Henning Övrebö.

In der 73. Minute fiel durch die Rote Karte Övrebös gegen Massimo Gobbi die Vorentscheidung: Nach dem brutalen und gezielten Ellbogencheck des Italieners gegen Robben auf der linken Abwehrseite der Gäste genoss der deutsche Rekordmeister insgesamt 21 Minuten lang Überzahl. Doch bis in die 94. Minute gelang nur noch der irreguläre Treffer Kloses. "Wir sind nur in den letzten fünf Minuten ins Spiel gekommen", resümierte Kapitän Mark van Bommel bei "Sky". "Wir hatten im Aufbauspiel viel zu viele Ballverluste."

Kloses richtiges Gefühl

Noch in der 88. Minute hatte Olic ein sicheres Tor von Klose verhindert, als er zehn Meter vor dem Gehäuse dem Nationalstürmer den von rechts in seinen Lauf geflankten Ball vom Fuß nahm - und volley übers Tor der Italiener drosch. Die regten sich anschließend heftig auf über das entscheidende Gegentor. Klose zeigte dafür im Interview bei "Sky" Verständnis: "Vom Gefühl her habe ich auch gedacht, dass ich im Abseits stehe." Anschließend sah Klose zur Bestätigung seines Gefühls auch die TV-Bilder. "Sky"-Experte Stefan Effenberg, der für die Bayern und Florenz aktiv war, witzelte: "Ich wäre nicht zum Schiedsrichter gegangen und hätte gesagt: 'Ich stehe im Abseits.' Ganz sicher nicht."

Schwerer Gang nach Florenz

Angesprochen auf die magere Ausbeute meinte der in den letzten Wochen aus der Stammelf gerutschte WM-Kandidat Klose: "Wir wollten zu schnell nach vorne spielen. Es wäre sinnvoller gewesen, mal einen Gang heraus zunehmen, quer zu spielen und die Italiener laufen zu lassen. Die haben heute nur defensiv gespielt, also haben wir uns schwer getan." Das Rückspiel im "Hexenkessel" von Florenz werde "unheimlich schwer". Bastian Schweinsteiger gab als Marschroute eine bessere Ordnung vor, kompakter zu stehen und "mal zu Null zu spielen".

Robbens Führung in der Nachspielzeit der ersten Hälfte

Per Foulelfmeter hatte der niederländische Star Robben die Platzherren in der dritten Minute der Nachspielzeit der ersten Halbzeit in Front gebracht. Zuvor lag der Ball nach Mario Gomez' Linksschuss bereits im Netz. Das Tor aber galt nicht. "Warum pfeifen sie ab?", fragte van Bommel beim Spielleiter nach. "Der Ball war schon im Tor. Aber er hatte schon gepfiffen. Das hatte aber keiner im Stadion gehört", erklärte van Bommel bei "Sky". Der Däne Per Kroldrup hatte Franck Ribéry mit einem Foul gestoppt, ehe der Ball vor Gomez' Füßen landete. Robben blieb cool. So gingen die Münchner mit einem 1:0 in die Pause.

Gobbis Ellbogencheck gegen Robben

Der Ausgleich gelang nach 50 Minuten ausgerechnet Kroldrup. Der Ball prallte irgendwie von Stevan Jovetics Bein zum freistehenden Kroldrup, der aus zwei Metern Entfernung keine Schwierigkeiten hatte, zum 1:1 einzuschieben. In der 66. Minute erfolgte vor 66.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz-Arena Louis van Gaals erfrischender Doppelwechsel in vorderster Linie: Klose ersetzte Gomez, Olic kam für Thomas Müller in die Partie. "Wir haben nicht gut gespielt", bilanzierte van Bommel, "haben heute aber fünf gute Chancen herausgespielt. Das ist auf diesem Niveau sehr viel."

Rummenigge erklärt italienische Qualitäten

Denn der AC Florenz verkaufte sich teuer und zeigte die Qualitäten, die von italienischen Teams bekannt sind: "Ribéry und Robben wurden nicht nur gedoppelt", erläuterte Bayerns Vorstands-Boss Karl-Heinz Rummenigge die taktischen Qualitäten des Tabellen-11. der Serie A, "sondern getripelt. Und man weiß, dass italienische Mannschaften immer taktisch hervorragend ausgerichtet sind." Rummenigge gehörte zwischen 1984 und 1987 als Stürmer Inter Mailands zu den Stars der Serie A.

Montolivo fühlt sich "beklaut"

Der zweimalige Fußballer des Jahres in Europa sparte nicht mit Kritik: "Viele unserer Spieler waren überrascht, weil sie eine verunsicherte Mannschaft aus Florenz erwartet hatten. Die haben hier aber sehr gut gespielt." Rummenigge bezeichnete den medialen Umgang mit Florenz zuvor als "respektlos." Der 54-Jährige fuhr fort: "Es hieß ja immer nur: 'Wie hoch schlägt der FC Bayern München Florenz?'" Dementsprechend wütend reagierte auch Riccardo Montolivo auf das Resultat, entstanden in jener 89. Minute: "So beklaut zu werden, das ist einfach frustrierend", beschwerte sich der 25-Jährige. In der 85. Minute wich er Marco Donadel, der zudem die Kapitänsbinde von Montolivo übernahm. "Dieses Abseits habe ich sogar von der Bank gesehen", so der Mittelfeldmann. "Ich weiß nicht, wo der Linienrichter hingeschaut hat."

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