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VfB Stuttgart mit Achtungserfolg gegen FC Barcelona

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Champions League - Achtelfinale  

VfB Stuttgart mit Achtungserfolg gegen Barca

15.08.2014, 14:10 Uhr | dpa, t-online.de

Champions League: Barcas Superstar Lionel Messi im Zweikampf mit Stuttgarts Cristian Molinaro (Foto: AP)Barcas Superstar Lionel Messi im Zweikampf mit Stuttgarts Cristian Molinaro (Foto: AP) Der VfB Stuttgart hat sich mit einem 1:1 gegen den FC Barcelona die Chancen auf den Einzug in das Viertelfinale der Champions League gewahrt. Gegen die favorisierten Spanier hielten die Schwaben gut mit und erkämpften sich immer wieder Torchancen.

Cacau brachte den in der ersten Halbzeit über sich hinauswachsenden VfB in der 25. Minute in Führung. Zlatan Ibrahimovic gelang kurz nach der Pause der Ausgleich.

Heldt: "Stolz auf jeden Einzelnen"

"Ich bin stolz auf jeden Einzelnen. Die Mannschaft ist marschiert ohne Ende", sagte VfB-Manager Horst Heldt. "Wir müssen im Rückspiel nur mit 1:0 gewinnen und dann sind wir weiter", fügte er im Scherz hinzu. "Aber auch so haben wir uns gut aus der Affäre gezogen." Sami Khedira sprach von einem "tollen Fight. Wir haben nur in der zweiten Halbzeit das Gegentor etwas zu früh bekommen. So wird es in Barcelona sehr, sehr schwierig".

VfB dominierte den Favoriten

Die Stuttgarter setzten die Vorgaben ihres Trainers Christian Gross von Beginn an eindrucksvoll um: "Wir dürfen nicht zu tief verteidigen, müssen mutig sein und schnell spielen", hatte der Schweizer vor dem Spiel gefordert. Und seine Mannschaft dominierte den großen Favoriten vor 39.000 Zuschauern in der ersten Halbzeit phasenweise klar. Schon im Mittelfeld attackierte sie die individuell fast auf jeder Position besser besetzten Spanier mit meist zwei Leuten. Nach jeder Balleroberung spielte der VfB schnell und gefährlich nach vorne. In der 13. Minute wurde ein Schuss von Cacau noch abgeblockt. Zwölf Minuten später köpfte der Deutsch-Brasilianer eine schöne Flanke von Timo Gebhart zum verdienten 1:0 ins Tor.

"Hätten noch ein Tor mehr machen müssen"

Gross hatte lange offen gelassen, ob er Cacau nach seinen vier Toren gegen Köln in der Mannschaft lässt oder wieder den zuletzt gelbgesperrten Ciprian Marica von Beginn an aufstellt. Er entschied sich für Cacau und der 28-Jährige rechtfertigte dieses Vertrauen mit der nächsten überragenden Leistung. Der enorm laufstarke VfB war dem 2:0 nach dieser Führung sogar näher als Barcelona dem 1:1. In der 31. Minute klärte Carles Puyol in letzter Sekunde vor Khedira, in der 29. und 41. Minute hätte es auch Elfmeter für Stuttgart geben können. Erst sprang Gerard Piqué der Ball an die Hand, dann rempelte Rafael Marquez im Strafraum Gebhart um. "Wir hätten noch ein Tor mehr machen müssen", sagte VfB-Manager Horst Heldt zur Pause.

Blasse Vorstellung des Star-Ensembles

Barcelona blieb in der ersten Halbzeit nur ein Schatten seiner selbst. Der Bundesligist ließ den Favoriten kaum einmal sein gefürchtetes Kombinationsspiel aufziehen. Erst in der 40. Minute gab es aus Sicht des VfB die erste Schrecksekunde, als Lionel Messi nach einer schönen Einzelleistung den Pfosten traf. Zu diesem Zeitpunkt hatte Barca-Trainer Josep Guardiola an der Seitenlinie aber schon mehrfach den Kopf geschüttelt oder die Schultern gezuckt ob der blassen Vorstellung seines Star-Ensembles. Auch dass die zuletzt angeschlagenen Xavi (Oberschenkel-Probleme) und Ibrahimovic (Knöchel-Prellung) doch noch rechtzeitig fit wurden, machte sich zunächst nicht bemerkbar. Als Reaktion darauf hatte Guardiola Andres Iniesta in den Angriff gestellt und Thierry Henry auf der Bank gelassen.

Jens Lehmann mit Nachschuss überwunden

Ibrahimovic fiel zum ersten Mal in der 52. Minute auf, als er völlig überraschend das 1:1 für Barcelona schoss. Nachdem er bis dahin komplett abgemeldet worden war, überwand er Jens Lehmann mit einem Nachschuss aus sieben Metern.

Weitere gute Möglichkeiten vergeben

Die Stuttgarter ließen sich davon aber nur für eine kurze Zeit schocken. Trotz des enormen Kraftaufwandes, den sie vor der Pause betrieben hatten, hielten sie auch nach dem Ausgleich gut mit. Khedira (63.) und der eingewechselte Marica (73.) vergaben weitere gute Möglichkeiten für den VfB, auch wenn der spanische Meister das Spiel nach der Hereinnahme von Henry immer besser in den Griff bekam. In der 69. Minute musste Cristian Molinaro sogar kurz vor der eigenen Torlinie retten, sonst hätte sich die Ausgangsposition für die Schwaben noch weiter verschlechtert. Aber auch so blieb Barcelona im zehnten Auswärtsspiel in Serie in der Champions League ungeschlagen. Der VfB wurde von seinen Fans mit stehenden Ovationen gefeiert.

Das Achtelfinale der Champions League
VfB Stuttgart1-1FC Barcelona
Olympiakos Piräus0-1Girondins Bordeaux
Inter Mailand-FC Chelsea
FC Bayern München2-1AC Florenz
ZSKA Moskau-FC Sevilla
Olympique Lyon1-0Real Madrid
FC Porto2-1Arsenal London
AC Mailand2-3Manchester United

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