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FC Bayern München rächt sich bei Manchester United

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Der Rache erster Teil

31.03.2010, 07:30 Uhr | t-online.de

FC Bayern München rächt sich bei Manchester United . Gute Freunde und Bayerns Matchwinner: Franck Ribéry (li.) und Ivica Olic (Foto: AP)

Gute Freunde und Bayerns Matchwinner: Franck Ribéry (li.) und Ivica Olic (Foto: AP)

Aus München berichtet Julian Moering

Es ist Champions League, FC Bayern gegen Manchester United. Die Nachspielzeit läuft. Sekunden vor Abpfiff fällt ein Tor. 2:1-Sieg nach 0:1-Rückstand. Das Stadion steht Kopf, die Freude kennt kein Halten mehr. So war es damals, und so ist es auch heute. 1999 brachte Manchester den Bayern mit zwei Last-Minute-Treffern in Barcelona eine vernichtende Niederlage bei und schnappte Kahn und Co. die Trophäe vor der Nase weg. Diesmal lief es umgekehrt. Es war zwar nicht das Finale, sondern "nur" das Viertelfinal-Hinspiel, doch am Schluss jubelten die Bayern.

Der Rache erster Teil ist vollzogen. Und das Ganze in vorher kaum für möglich gehaltener Art und Weise. "Am Ende haben wir hochverdient gewonnen", resümierte Louis van Gaal einen aus Münchner Sicht durchweg gelungenen Fußballabend. "Wir waren schon in der ersten Halbzeit überlegen", so der strahlende Bayern-Coach. "In der zweiten Halbzeit haben wir hervorragend gespielt, haben Chancen kreiert und bis zum Ende alles gegeben."

Bayern wie ausgewechselt

Die Schmach von Barcelona spukt schon seit über einem Jahrzehnt in den Köpfen der Bayern-Verantwortlichen und Fans umher. Die Duplizität der Ereignisse mit umgekehrten Vorzeichen mag zur Linderung der Leiden führen, aber noch entscheidender wird wohl der positive Auftritt des deutschen Rekordmeisters zum Wohlbefinden der Beteiligten beitragen. Bayern spielte wie ausgewechselt. Kaum wiederzuerkennen nach den jüngsten Liga-Pleiten gegen Frankfurt und Stuttgart. Und das ohne den überragenden Spieler der Saison, Arjen Robben. Die Kollegen sprangen in die Bresche, allen voran Siegtorschütze Ivica Olic. "Wir haben sehr guten Fußball gezeigt und den Sieg absolut verdient", sagte der Kroate kurz nach Abpfiff.

Mister Champions League und der schlaue Trainer

Den Ärger über seine Herausnahme zur Halbzeit gegen Stuttgart hatte der 30-Jährige in positive Energie umgewandelt. Olic avancierte durch seinen Treffer in der zweiten Minute der Nachspielzeit zum Mister Champions League der Bayern. So schoss er schon mit seinem Siegtor im Heimspiel gegen Haifa in der Vorrunde und dem Führungstreffer in Turin sein Team fast im Alleingang in die K.-o.-Runde. Gegen den englischen Meister hat "die ganze Mannschaft eine hervorragende Leistung gezeigt", mochte Olic seine Rolle jedoch nicht herausstellen. Das tat dann der Trainer: "Olic hat die Mentalität, alles zu geben", so van Gaal. "Mit ihm kann man immer rechnen." Mit einem Augenzwinkern fügte der Niederländer an: "Es war auch schlau vom Trainer, dass er Olic auf rechts gebracht hat, so konnte er das Tor machen."

Van Gaal: "Ich wollte 0:0 spielen"

Ob das Tor und der knappe Vorsprung tatsächlich zum Einzug ins Halbfinale reichen, wird sich bereits in einer Woche im Rückspiel in Manchester zeigen. Van Gaal gibt sich zurückhaltend. "Manchester hat die große Chance, weil sie auswärts ein Tor gemacht haben. Das hatte ich nicht auf der Rechnung. Ich wollte 0:0 spielen oder 1:0 gewinnen. 2:1 ist nicht das beste Resultat", stellte der 58-Jährige fest, konnte sich dabei aber ein Lächeln nicht verkneifen.

Robben und Schweinsteiger wieder dabei

Sollte auch der Rache zweiter Teil auf der Insel glücken und Bayern tatsächlich ins Halbfinale einziehen, wäre Barcelona 1999 wohl endgültig gerade gebogen. Dann sind auch Bastian Schweinsteiger und Arjen Robben wieder mit dabei. Aber ehrlich, vermisst hat sie im Hinspiel kaum jemand.

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