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FC Bayern geht als Favorit ins Spiel gegen Manchester United

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Champions League - Viertelfinale  

Bei Manchester United hat das große Zittern begonnen

07.04.2010, 10:56 Uhr | Thomas Tamberg, t-online.de

FC Bayern geht als Favorit ins Spiel gegen Manchester United . Bayern-Trainer Louis van Gaal geht voller Selbstvertrauen in das Match bei Manchester United. (Foto: imago)

Bayern-Trainer Louis van Gaal geht voller Selbstvertrauen in das Match bei Manchester United. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Nanu, wo sind die ganzen Kriegsmetaphern geblieben? Unmittelbar vor dem Viertelfinal-Rückspiel der Champions League zwischen Manchester United und dem FC Bayern (ab 20.30 Uhr im Live-Ticker auf t-online.de) macht sich die englische Presse weder über die "Krauts" lustig, noch ist irgendwo etwas von "Blitzkrieg" zu lesen. Zwei Wörter die bei großen englisch-deutschen Sport-Duellen eigentlich zum Standard-Vokabular der berühmt berüchtigten Yellow Press zählen. Galt ManU vor einer Woche noch als haushoher Favorit, haben sich die Vorzeichen nach dem 2:1-Erfolg der Münchner im Hinspiel schlagartig geändert. Plötzlich zittern die Red Devils vor dem deutschen Rekordmeister. In der Arbeiterstadt im nördlichen England spürt man, dass heute eine Ära zu Ende gehen könnte, während rund 900 Meilen südlich eine neue Epoche eingeläutet werden kann.

Erste Niederlage nach 16 Spielen

Schon lange nicht mehr standen die Vorzeichen so gut für die Münchner ins Halbfinale der Königsklasse einzuziehen wie zurzeit. Es wäre das erste Mal nach dem Triumph von Mailand 2001. Wie sich van Bommel und Co. im Hinspiel nach dem Blitzgegentreffer durch Rooney zurückgekämpft haben und letztlich durch ein Tor von Ivica Olic in allerletzter Sekunde die Partie zu ihren Gunsten entschieden haben, hat auf der Insel mächtig Eindruck hinterlassen. Nach 16 Auswärtsspielen in der Champions League ohne Niederlage wurde ManU in München mit dem längst schon verloren geglaubten Gefühl konfrontiert, doch schlagbar zu sein. 

Hochmut kommt vor dem Fall 

"Fergie hat nichts zu befürchten. Derzeit ist Bayern keine Konkurrenz auf Augenhöhe. Manu sollte ohne Mühe weiterkommen", spottete zuvor noch das Boulevardblatt "The Sun". Auch die seit 1986 in Manchester tätige Trainerlegende zeigte, dass im Selbstverständnis der Red Devils Niederlagen nicht wirklich einkalkuliert werden. "Es überrascht mich, dass wir noch nie gegen sie gewonnen haben außer dem einen Mal in Barcelona", sagte Ferguson unmittelbar vor dem Hinspiel mit Blick auf die Statistik. Von sieben Duellen gewannen die Bayern zwei, vier Mal trennte man sich remis. Lediglich das legendäre Finale von 1999 konnte ManU für sich entscheiden. Drei Mal waren die Bayern in Old Trafford, dem Stadion der Träume, zu Gast, drei Mal entwickelte man sich zum Albtraum für die Gastgeber. Eine Niederlage, zwei Remis lautet die ernüchternde Bilanz aus United-Sicht. 

Berbatov ersetzt Rooney 

Doch nicht nur die Bilanz spricht für die Münchner. Spätestens seitdem feststeht, dass Superstar Wayne Rooney aufgrund seiner Knöchelverletzung nicht zur Verfügung steht, geht beim Gastgeber das große Zittern um. Der bullige Goalgetter ist zurzeit mit 34 Pflichtspieltreffern der mit Abstand gefährlichste Angreifer auf der Insel und ist Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Engländer. Ihn wird Dimitar Berbatov ersetzen. Angeblich würden sich die Bayern vor dem Ex-Leverkusener fürchten, schreibt zumindest "The Sun". Wie groß das eigene Vertrauen in den Bulgaren ist, zeigt die Tatsache, dass in den englischen Wettbüros nach wie vor der verletzte Rooney Favorit auf den ersten Treffer der Partie ist.   

Niederlage gegen Ballack-Klub 

Wie sehr der Nationalstürmer seinem Team fehlt, musste Ferguson am vergangenen Wochenende erfahren. Während die Bayern ihr Spitzenspiel beim FC Schalke 04 sogar mit nur zehn Mann gewinnen konnten, verlor ManU zu Hause gegen den FC Chelsea nicht nur die Partie mit 1:2, sondern auch die Tabellenführung an den Ballack-Klub. In der entscheidenden Saisonphase droht Manchester plötzlich die Luft auszugehen. "Zwei Heim-Niederlagen hintereinander passieren hier nur ganz selten", macht Ferguson sich selbst und seinen Mannen Mut.

ManU-Quartett vor dem Karriereende 

Es klingt schon ein bisschen nach dem berühmten Pfeifen im Walde. Auch wenn Ferguson sagt, dass Ribery zwar ein großartiger Dribbler sei, "aber ich glaube nicht, dass er schneller ist als Gary Neville". Neville ist mittlerweile 35. Der Teamkapitän wird bald seine Fußballschuhe an den Nagel hängen. Neben Paul Scholes, Wes Brown und Ryan Giggs ist Neville einer von vier Akteuren, die damals beim Finalsieg gegen Bayern 1999 im Kader von Manchester standen. Gut möglich, dass es für das Quartett das letzte große Duell mit den Münchnern wird.

Rummenigge vom Trainer überzeugt

Beim FC Bayern herrscht dagegen Aufbruchsstimmung. Unter dem neuen Coach van Gaal wächst etwas Großes heran. "Wir sind mit seiner Arbeit absolut zufrieden", lobt Karl-Heinz Rummenigge den Chefcoach in den höchsten Tönen. Zumal aktuell endlich auch Ribéry immer besser in Fahrt kommt, die angeschlagenen Arjen Robben und Daniel van Buyten kehren in den Kader zurück. Im Vergleich zum Hinspiel wird auch der in der Königsklasse zuletzt gelbgesperrte Bastian Schweinsteiger im defensiven Mittelfeld neben van Bommel Regie führen. "Das 2:1 war nicht das beste Ergebnis, Manchester ist Favorit", beharrt van Gaal auf der Außenseiterrolle. Eine ungewohnte Position, die auf den nationalen Dauer-Favoriten FC Bayern ausschließlich in der Endphase der Champions League-Saison wartet, in der sich der Klub aber pudelwohl fühlt. Man hätte nichts dagegen noch einmal in die Außenseiterrolle zu schlüpfen. Im Endspiel gegen den FC Barcelona. "Normalerweise machen wir immer ein Tor", sagt van Gaal noch. So viel Mia-san-Mia muss dann schon sein.

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