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Champions League: Bayern hat auch einen Messi(as)

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Bayern hat auch einen Messi(as)

08.04.2010, 11:57 Uhr | t-online.de, t-online.de

Was haben sie ihn belächelt, als pfeilschnell, aber brüchig verspottet, als Glasknochen beschimpft – und was fühlten sie sich bestätigt, als er dann tatsächlich im Hinspiel verletzt passen musste. Die englischen Fans hatten Arjen Robben noch immer als den verletzungsanfälligen und instabilen Fußballer in Erinnerung, den sie aus seiner Zeit beim FC Chelsea kannten. Und auch ManU-Coach Sir Alex Ferguson zeigte vor dem Rückspiel wenig Respekt vor dem Niederländer: „Vor ihm haben wir keine Angst. Er mag in den letzten Wochen der beste Bayern-Spieler gewesen sein, aber wir wissen genug über ihn.“ Wie sehr er sich doch getäuscht hat, der große Sir Alex. Wie sehr sich die englischen Fans doch getäuscht haben. Und wie sehr er sie alle geschockt hat in der 74. Minute. Es war die große Revanche des FC Bayern für das Final-Trauma von 1999. Und für Robben war es die pure Genugtuung am Tag seiner Rückkehr auf die Insel. Es war nicht nur der Einzug ins Halbfinale der Champions League. Es war sein ganz persönlicher Triumph über den englischen Fußball, es war der Triumph eines Weltstars aus der Bundesliga (Klicken Sie sich durch die besten Transfers der Bundesliga-Geschichte).

Robben ist Bayerns Messi

Und während Barcelona und die Welt über den kleinen Lionel Messi staunt, verneigt sich Fußball-Deutschland vor einem Holländer. Der 26-Jährige, der mit gerade mal 16 Jahren seine Profi-Karriere beim FC Groningen in der holländischen Ehrendivision begann, ist wohl der beste Spieler, der je in die Bundesliga gewechselt ist. Bereits nach sieben Monaten stellt er alles in den Schatten, seien es spektakuläre Transfers der jüngeren Geschichte wie Ribery, Makaay, Amoroso, Rosicky und Micoud oder schon länger zurückliegende Transfers wie Keagan, Simonsen, Tita und der erste Millionen-Transfer der Bundesliga-Geschichte Roger van Gool.

25 Millionen Euro an Real Madrid

Als die Bayern am 27. August 2009 den Wechsel Robbens von Real Madrid an der Säbener Straße verkündeten, hatten sie nicht nur einen weiteren Weltstar in die Bundesliga gelockt. Sie hatten überdies auch just den Verein ausgestochen, den der Holländer jetzt aus der Königsklasse geschossen hat: Manchester United. Doch während Robben den Red Devils lediglich 12,5 Millionen Euro wert gewesen wäre, boten die Bayern das Doppelte. Und so wechselte der Linksfuß für 25 Millionen Euro nach München und wurde zum Höhepunkt des Bayern-Umbruchs unter Trainer Louis van Gaal.

Zwei Tore zum Liga-Debüt

Keine 24 Stunden nach seiner Ankunft in Deutschland feierte Robben ein triumphales Debüt. Meister Wolfsburg war zu Gast in der Allianz Arena, und nahezu im Alleingang schickte der zur zweiten Halbzeit eingewechselte Robben die Wölfe geprügelt und gedemütigt wieder nach hause, erzielte zwei Tore und zeigte der ganzen Liga in nur 45 Minuten, was in Zukunft auf seine bedauernswerten Gegenspieler zurollen würde.

Nicht irgendwelche Tore

Gute sieben Monate später weiß auch Manchester United, dass die gebotenen 12,5 Millionen Euro ein Witz waren. In 28 Pflichtspielen erzielte Robben 15 Tore, an sechs weiteren war er als Vorbereiter beteiligt. Das Außergewöhnliche: Es waren nicht irgendwelche Treffer, die der Flügelflitzer erzielte. Er brachte sein Team regelmäßig in Führung oder ins Spiel zurück, erzielte kurz vor Schluss den Siegtreffer gegen Werder Bremen (3:2), drehte das Spiel gegen Freiburg im Alleingang (2:1) und war Herzstück des Bayern-Spiels auf dem langen Weg zurück an die Tabellenspitze. Und im DFB-Pokal war es sein Alleingang in der Verlängerung gegen Schalke, der dem Rekordmeister den Einzug ins Pokalfinale bescherte.

Robbens Triumphzug durch die Champions League

Doch die Krone setzte sich Robben in der Königsklasse auf. Die Fans des AC Florenz bekommen noch heute Albträume beim Gedanken an Robbens Kunstschuss im Achtelfinal-Rückspiel. Und von Sir Alex’ schlechter Laune ob Robbens Geniestreich konnte sich bereits jeder kurz nach Spielschluss überzeugen.

Neues Bayern-Imperium entsteht

Für die Bayern ist Robben jeden Cent seiner Ablöse wert. Ganz München träumt vom Triple, Meisterschaft und Pokalsieg sind bereits in Reichweite, und im Halbfinale der Champions League wartet mit Lyon ein unangenehme, aber lösbare Aufgabe. Der Erfolg mit Robben könnte jedoch auch auf die mittelfristige Planung des Rekordmeisters großen Einfluss nehmen. Erfolg macht reich und öffnet weiteren Großtransfers die Türen. Vor allem macht Erfolg aber auch attraktiv, besonders für weitere internationale Stars, die erkennen, dass Trainer Louis van Gaal dabei ist, um Robben, Lahm, Gomez und Schweinsteiger ein neues Imperium aufzubauen.

Was macht Ribery?

Und so muss sich nun auch Franck Ribery eingestehen, dass der Kampf um internationale Titel durchaus mit seinem jetzigen Verein möglich ist. Wenn Ribery doch nach Madrid will, dann sicher nicht, um Erfolg zu haben. Denn den hat Madrid, das die Champions League letztmals 2002 gewinnen konnte, seit Jahren nicht mehr. Außer, für Ribery wäre ein Ausscheiden im Achtelfinale der Champions League bereits ein Erfolg - denn das schafften die Königlichen zuletzt sechs Jahre hintereinander.

Robben will zurück nach Madrid

Auch Arjen Robben will internationale Titel. In jedem Land, in dem er bisher gespielt hat, ist er Meister geworden – ein gutes Omen für den Meisterschaftskampf der Bayern. Nur die Champions League hat er noch nicht gewonnen. Noch nicht. Wo das Finale stattfindet, weiß er jedenfalls schon: im Estadio Santiago Bernabéu in Madrid.

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