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FC Bayern München hat seine Schwäche erkannt und will aufrüsten

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Die Bayern müssen und wollen nachrüsten

09.04.2010, 09:23 Uhr | t-online.de, t-online.de

FC Bayern München hat seine Schwäche erkannt und will aufrüsten .

Mit Robben, Ribéry und weiteren Top-Spielern in die Zukunft. (Foto: imago)

Die Stimmung auf dem Festbankett war prächtig. Am Vorstandstisch gönnten sich Uli Hoeneß und Franz Beckenbauer eine Zigarre, Louis van Gaal einen leckeren Rotwein. Der FC Bayern hatte gerade den Einzug ins Halbfinale der Champions League mit einem furiosen Auftritt bei Manchester United unter Dach und Fach gebracht und für den größten sportlichen Erfolg in der Königsklasse seit dem Titelgewinn 2001 gesorgt. Doch bei aller Party-Laune mischten sich auch andere Töne unter all die Jubel-Arien. Während in der Offensive mit Franck Ribéry und Arjen Robben bereits Extraklasse am Werk ist, hat insbesondere die erste Halbzeit eklatant offenbart, wo es bei den Bayern noch hapert. "Das kotzt mich alles an", murmelte Holger Badstuber, als er die Feiergesellschaft in Richtung Hotelzimmer verließ.

Die Baustellen im Bayern-Kader

Der Youngster war mächtig unzufrieden mit seinem Auftritt als linker Außenverteidiger. Nicht nur er leistete sich einige Aussetzer. Auch bei den Aktionen der beiden Innenverteidiger um Daniel van Buyten und Martin Demichelis hielten die Bayern-Fans bei jeder Aktion den Atem an. Ebenso wie bei Hans-Jörg Butt. Beim ersten Gegentor zeigte der Keeper keinerlei Reaktion und auch im Verlauf der Partie strahlte der 35-Jährige selten Souveränität aus. Dennoch sind diese Spieler auf ihren Positionen nahezu gesetzt. Alternativen zu diesen Wackelkandidaten gibt der aktuelle Kader des deutschen Rekordmeisters nicht her.

Schlechte Statistik

Klar, dass auch die Bosse wissen, dass auf all diesen Defensiv-Positionen personell nachgebessert werden muss. In Manchester kassierte der Klub bereits seine vierte Niederlage in der laufenden Champions-League-Saison. Acht Gegentore in den beiden Achtel- und Viertelfinalspielen mussten van Buyten und Co. hinnehmen. Es grenzt schon an ein kleines Wunder, dass die Bayern trotz dieser miserablen Statistikwerte immer noch im Wettbewerb sind. "Unser Ziel ist nicht, die Kassenlage zu verbessern, sondern die Mannschaft. Wir sind nicht so naiv zu glauben, schon mit den Großen in Europa wie Barca oder Inter auf Augenhöhe zu sein. Aber wir wollen in der nächsten Saison den nächsten Schritt machen", sagte Vereinsboss Karl-Heinz Rummenigge.

Rafinha wäre zu haben

Im Gespräch sind bisher die üblichen Verdächtigen. Rafinha von Schalke 04 könnte als Rechtsverteidiger kommen. Philipp Lahm würde dann wieder auf die linke Abwehrseite wechseln. Hier sehen ihn ohnehin fast alle Experten besser aufgehoben. Doch Rafinha war bereits zu Saisonstart so gut wie in München. Mit den Bossen war schon alles klar. Angeblich soll sein Engagement daran gescheitert sein, dass Louis van Gaal sein Veto eingelegt hatte. Zu undiszipliniert, hieß angeblich das Urteil des Ordnungsfanatikers. Für 13 Millionen Euro wäre der Brasilianer zu haben. Alternativ wird seit Wochen Dario Srna (Donezk) an der Isar gehandelt. Ein Kauf eines Außenverteidigers ist nahezu unabdingbar. Zumal dann Badstuber wieder als Alternative in der Innenverteidigung zur Verfügung stehen würde. Hier fühlt sich der 21-Jährige ohnehin am wohlsten.

Ein neuer Keeper muss her 

Im Tor besteht definitiv Handlungsbedarf, will man sich dauerhaft in der europäischen Spitze etablieren. Butt kann man in der Bundesliga noch durchschleppen, doch für das  internationalen Parkett reicht es ganz einfach nicht mehr. Das Interesse an Manuel Neuer ist da, doch Felix Magath will die Nummer zwei im Tor der deutschen Nationalmannschaft partout nicht ziehen lassen. Man darf gespannt sein, ob die Münchner sich noch so lange gedulden, bis Neuer (Vertrag bis 2012) dem Markt wieder zur Verfügung steht.

Dzeko bringt sich selbst ins Gespräch 

Auch im Sturm müsste der FC Bayern noch nachbessern, da sich Miroslav Klose wohl endgültig zum Auslaufmodell entwickelt. Zuletzt hat sich der Wolfsburger Edin Dzeko selbst ins Gespräch gebracht. Nachdem sein Wunschklub AC Mailand keine Anstalten mehr unternimmt, ihn nach Italien zu holen, könnte sich der bosnische Goalgetter auch einen Wechsel innerhalb der Bundesliga vorstellen. "Deutschland ist eine Alternative, ohne dass ich jetzt einen Klub nennen möchte", sagte Dzeko kürzlich. Bei einer festgeschriebenen Ablösesumme von 40 Millionen Euro kommt da nur der FC Bayern in Frage. Bereits im letzten Jahr diskutierte man an der Säbener Straße die Personalie Dzeko ausführlich.

Es fehlt nicht mehr viel

Die Veränderungen im Kader für die neue Saison sind nur noch marginal. Denn unter van Gaal hat der FC Bayern etwas zurückgefunden, was man sich nicht für alles Geld der Welt kaufen kann. „Wir haben vielleicht nicht die beste Mannschaft, aber sicher die beste Mentalität“, sagte der Trainer nach dem Manchester-Spiel nicht ohne Stolz. Rummenigge stellte sogar schon Vergleiche zu den Helden von 2001 an. Rund 50 Millionen Euro hat der Klub bereits in der Königsklasse eingenommen. Weit mehr als kalkuliert. Ein paar weitere können sogar noch hinzukommen. Die Chancen stehen also nicht schlecht, dass der FC Bayern sich längerfristig in der Belletage des europäischen Klubfußballs festsetzen kann. Viel fehlt den Bayern nicht mehr.

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