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Champions League: Wer ist der bessere Final-Gegner für die Bayern?

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Wer ist der bessere Final-Gegner für die Bayern?

28.04.2010, 12:06 Uhr | t-online.de / lfr, t-online.de

Champions League: Wer ist der bessere Final-Gegner für die Bayern?. Barca-Coach Guardiola und sein Mailänder Kollege Mourinho kämpfen um das letzte Final-Ticket. (Foto: imago)

Barca-Coach Guardiola und sein Mailänder Kollege Mourinho kämpfen um das letzte Final-Ticket. (Foto: imago)

Heute Abend (ab 20.30 Uhr im Liveticker von t-online.de) streiten sich der FC Barcelona und Inter Mailand darum, wer am 22. Mai im Santiago Bernabeu gegen den FC Bayern München im Champions-League-Finale antreten darf. Bayern-Präsident Uli Hoeneß strotzt nach dem souveränen Endspiel-Einzug vor Selbstbewusstsein und pfeift auf den kommenden Kontrahenten: „Wir sind im Finale – wer das jetzt auch noch schafft, ist mir wurscht.“ Ganz nach dem Motto: Mailand oder Barcelona? Hauptsache Madrid!

t-online.de hat die Halbfinalisten genau unter die Lupe genommen und sagt, wer von beiden Teams der bessere Gegner für den deutschen Rekordmeister wäre.

Inter mit guter Ausgangsposition

Im Hinspiel vor gut einer Woche fand der europäische Triumphzug der vermeintlichen Übermannschaft aus der spanischen Enklave Katalonien ein jähes Ende. Davor schien die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola unbezwingbar, räumte in der K.o.-Phase der Königsklasse den VfB Stuttgart und den FC Arsenal aus dem Weg, demütigte den Erzrivalen Real Madrid mit einem souveränen 2:0-Auswärtsieg in der Liga. Und das mit einer Leichtigkeit, die fast schon selbstverständlich erschien. Umso überraschender der Erfolg der Italiener, die Barca im Hinspiel - nicht unverdient - mit 3:1 aus dem Guiseppe-Meazza-Stadion schossen.

Barcas Leistungskurve zeigt wieder nach oben

Zuvor war Barcelona im Stadtduell gegen Espanyol nicht über ein mageres 0:0 hinaus gekommen. Wer dennoch glaubt, dem spanischen Meister ginge zum Saisonende die Puste aus, irrt sich gewaltig. Am Wochenende fand der Tabellenführer beim 3:1-Erfolg über Xerex CD wieder zur Normalität und brennt nun auf das Finale im eigenen Land. Doch vorher muss unbedingt ein Sieg gegen Mailand her. „Die Inter-Spieler müssen 90 Minuten lang Fußball hassen“, heizt Verteidiger Gerard Piqué die Stimmung kräftig an. „Ich kann mich nicht erinnern, dass unsere Fans je so heiß auf ein Spiel waren.“ Auch im Finale könnten die spanischen Fans, die zweifelsohne in der Überzahl nach Madrid reisen würden, das Zünglein an der Waage sein.

Ein Jahr nach der Schmach von Barcelona

Die Champions-League-Bilanz der Münchner gegen beide Spitzenteams kann sich jedenfalls sehen lassen. In der Saison 2006/07 hatte man es in der Vorrunde mit Inter zu tun, ein 2:0-Auswärtssieg und ein 2:2 im eigenen Stadion stehen zu Buche. Viermal musst der FCB bereits gegen Barcelona antreten. 1998/99 traf der FCB in der Zwischenrunde auf die Spanier und gewann erst zuhause mit 1:0, später triumphierten die Münchner mit 2:1 im Camp Nou. Unvergessen bleibt allerdings die Viertelfinal-Schmach 2009, als es für die Bayern beim späteren Titelgewinner eine herbe 0:4-Klatsche setzte. Für Jürgen Klinsmann war es das letzte Spiel als Trainer auf der Bayern-Bank, Interimscoach Jupp Henyckes holte im Rückspiel wenigstens ein 1:1.

Kontinuierlicher Erfolg

Heute heißt der Trainer Lous van Gaal, der beim FC Barcelona Ende der Neunziger selbst drei Jahre lang die sportliche Feder führte. Einer seiner Schützlinge damals: der heutige Barca-Coach Pep Guardiola. Der erfolgshungrige 39-Jährige ist bei den Katalanen eine lebende Legende. In seiner ersten Saison als Cheftrainer holte er als erster Trainer alle Titel, die es zu holen gab (Champions League, spanischer Meisterschaft, spanischer Pokal, spanischer und europäischer Supercup, Weltpokal). Überhaupt steht der FC Barcelona für kontinuierlichen Erfolg wie kaum ein zweites Spitzenteam: In den vergangenen fünf Jahren erreichten die Spanier viermal das Halbfinale, zweimal hielten sie am Ende den Pokal in den Händen (2006 und 2009).

Bayern-Abwehr muss Messi fürchten

Guardiola setzt auf bedingungslosen Offensivfußball, der seinesgleichen sucht. Dies könnte den Bayern zum Verhängnis werden: Abgesehen von den beiden Halbfinal-Begegnungen gegen Olympique Lyon glänzt die Defensive der Süddeutschen nicht gerade durch Stabilität. 13 Gegentore kassierten Philipp Lahm & Co. in den zwölf Champions-League-Partien in dieser Saison. Vor allem über die linke Abwehrseite gerät der deutsche Rekordmeister häufig ins Schwimmen. Zwar zeigte Youngster Diego Contento auf der Linksverteidigerposition zuletzt aufsteigende Form, gegen einen Superstar wie Lionel Messi dürfte der Deutsch-Italiener aber seine Probleme bekommen.

Zanetti will nach Messi auch Robben ausschalten

Völlig zu bändigen ist der argentinische Dribbelkünstler wohl ohnehin nicht. Achtmal hat der 22-Jährige in der Königsklasse in dieser Spielzeit bisher getroffen – 27-mal in der Liga. Messi ist ohne Zweifel ein Ausnahme-Fußballer, dessen Fähigkeiten nicht einmal mit Superlativen annähernd zu beschreiben sind. Ein Könner, der Spiele ganz allein entscheiden kann – sowie den 4:1-Sieg im Viertelfinale gegen den FC Arsenal, bei dem der Mittelfeld-Motor alle Treffer erzielte. Im Hinspiel blieb der Argentinier allerdings farblos, wurde von Landsmann Javier Zanetti exzellent ausgeschaltet. So ähnlich könnte es im Finale auch Arjen Robben gehen, der in seiner Spielweise seinem argentinischen Pendant sehr ähnelt.

Iniesta, der "stille Held"

Ein Mann, der für Messi in die Bresche springt ist Andrés Iniesta, der im Duell mit den Italienern verletzungsbedingt passen muss, bis zum Finale aber wieder fit ist. Der "stille Held" zieht in Kooperation mit Xavi die Strippen im Mittelfeld des amtierenden Titelträgers. Bestechend ist seine Stärke im offensiven Zweikampf. "Ich glaube, er hat in seinem Leben noch nie einen Ball verloren", sagte einst ManU-Trainer Alex Ferguson über den Spanier. Wenn es einen Schwachpunkt bei Guardiolas Team gibt, dann die Rückwärtsbewegung. Die Abwehr ist nicht eingespielt, zuletzt fehlte Abidal verletzungsbedingt, im Halbfinale steht Puyol (Gelbsperre) nicht zur Verfügung.

Starke Abwehr, aber kein Catenaccio

Inter hat im Gegensatz zu Barca seine Stärken vor allem in der Defensive. Nur neunmal musste Keeper Julio Cesar in dieser Runde hinter sich greifen. Und auch sonst lassen seine Vordermänner wenig Chancen zu. Hauptverantwortlich für die guten Statistikwerte ist ein Ex-Bayer: Lucio hält die Abwehr wie Sekundenkleber fest zusammen. „Er ist die Garantie in unserer Abwehr. Ich kann ihm vollkommen vertrauen“, urteilt Trainer José Mourinho über den Brasilianer, der bei Inter weitgehend auf seine gewagten Hau-Ruck-Soli verzichtet.

Vorsicht vor Milito

Für die ist beim italienischen Meister ein Holländer verantwortlich. Mit Wesley Sneijder hat bei den Lombarden die bisweilen fehlende technische Qualität Einzug erhalten. War man früher zerstörerischen Kraftfußball von den Nerazzuri gewohnt, setzt der Mittelfeldstratege als Hirn der Mannschaft spielerische Akzente - und seine Angreifer-Kollegen wie Diego Milito gekonnt ein. Der Argentinier ist in der Form seines Lebens und legte mit seiner beherzten Vorstellung im Hinspiel den Grundstein für die gute Ausgangsposition der Mailänder vor dem zweiten Duell. Zwei Tore bereitete der 31-Jährige vor, einmal netzte er selbst ein. Anders als seine Sturmkollegen Eto’o, Pandew oder Balotelli lässt der gebürtige Argentinier Leistung und Tore sprechen: 20 Mal durfte er schon in der Serie A Jubeln, viermal in der Königsklasse.

Schnelles Spiel führt zum Erfolg

Trotz aller Diszipliniertheit ist das Team von Trainer José Mourinho zu knacken. Direkte, flache Pässe und "Eins-gegen-Eins"-Situationen könnten der Schlüssel zum Erfolg gegen die oft steif wirkende Defensive sein. Robben & Co. haben schon gegen Lyon gezeigt, dass schnelles Kombinationsspiel zum Erfolg führen kann. Da eine Ende der Formkrise der Kopfballstarken Mario Gomez und Miroslav Klose nicht in Sicht ist, dürften die Bayern in der Luft den Mailändern klar unterlegen sein.

Bayern mit breiter Brust ins Finale

Fazit: Beide Mannschaften sind sicher schwierige Gegner für die Münchner. José Mourinho hat das in den letzten Jahren im europäischen Niemandsland verschwundene Inter wieder konkurrenzfähig gemacht und zu einem ernstzunehmenden Kontrahenten geformt. Im Vergleich zu den Bayern liegen die Italiener aber auf Augenhöhe und scheinen trotz des Hinspiel-Sieges über die Katalanen eher schlagbar als der Titelverteidiger. Ruft Barcelona sein volles Potential ab, so ist die Mannschaft kaum zu schlagen. Außerdem wollen die Spanier Geschichte schreiben: Mit einem Sieg im Endspiel wäre der FC Barcelona die erste Mannschaft, die ihren Champions-League-Titel erfolgreich verteidigt. Auch wenn das Team von Pep Guardiola hinten Schwächen zeigt, ist fraglich, wer bei Bayern für Unruhe in der Barca-Defensive sorgen soll. Einzig Power-Fußballer Ivica Olic, der eine sensationelle Saison spielt, ist in der Lage ständig Druck auf die Abwehrspieler aufzubauen. Die Bayern müssen also auf Inter hoffen, wenn der Champions-League-Sieger von 2001 aber an die Form aus den Halbfinal-Begegnungen gegen Olympique Lyon anknüpfen kann, braucht sich "der Stern des Südens" aber vor keinem verstecken.

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