Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Fussball > Champions League >

Bayern vs. Mailand: Die Sieger sind unsterblich

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Bayern vs. Mailand: Die Sieger sind unsterblich

22.05.2010, 09:56 Uhr | t-online.de, t-online.de

.

Champions-League-Finale? Für van Gaal kein Grund zur Anspannung. (Foto: imago)

Aus Madrid berichtet Thomas Tamberg

Heute gilt´s: Im Champions-League-Finale streiten die beiden Double-Sieger um den totalen Triumph. Die letzte Pressekonferenz des FC Bayern vor dem Finale der Champions League gegen Inter Mailand (ab 20.30 Uhr im Live-Ticker bei t-online.de) war zweigeteilt. Erst stellten sich Kapitän Mark van Bommel und Bastian Schweinsteiger den Fragen der rund 400 Journalisten, anschließend Louis van Gaal. ("I'm a womanizer" - Hier geht's zum Video der Pressekonferenz)

Während die beiden Spieler auf dem Podium Platz nahmen, setzte sich der Bayern-Coach zu den Pressevertretern in die erste Reihe, zwinkerte dem Mann von der Deutschen Presseagentur leicht machohaft zu – man kennt sich ja mittlerweile und hat sich lieb - dann lauschte er gespannt den Worten seiner beiden Kicker. Der Bayern-Trainer gab sich am Vortag des großen Endspiels nahezu tiefenentspannt (Van Gaal im Video: .

SMS an Lucio bleibt unbeantwortet

Da saß van Gaal also lässig auf dem Stuhl, eine Hand auf der Lehne des freien Nachbarplatzes, blickte warmherzig zu van Bommel und Schweinsteiger aufs Podium hinauf, ließ seinen auffallend großen Siegelring tanzen und schien eine kleine Melodie mit den Fingern zu trommeln. Zuweilen lächelte er bei den Aussagen seiner Spieler. So wie über van Bommels Satz, dass er als Kapitän in dieser Saison gar nicht viel machen musste, weil das alles schon der Trainer vorher geregelt habe. Manchmal lachte van Gaal sogar laut, als Schweinsteiger erzählte, dass er Lucio gestern eine SMS geschickt habe, er sich aber nicht mehr melde. Es ist offensichtlich: van Gaal ist auf seine Mannschaft und auf das, was sie bisher erreicht hat, mächtig stolz.

Duell ums Triple

Nach dem beeindruckenden Gewinn der Meisterschaft und des Pokalsiegs kann sich der deutsche Rekordmeister im Estadio Santiago Bernabeu von Madrid endgültig die Krone aufsetzen und das Triple gewinnen. Mit Celtic Glasgow (1967), Ajax Amsterdam (1972), Eindhoven (1988), Manchester United (1999) und dem FC Barcelona (2009) haben erst fünf Mannschaften in der Geschichte des europäischen Fußballs dieses Kunststück fertiggebracht. Doch auch Gegner Inter Mailand kann sich nach dem nationalen Double-Gewinn diesen Traum erfüllen. Was das für die persönliche Vita bedeutet, ist jedem Spieler bewusst. „Wir können unsterblich werden“, sagte Holger Badstuber stellvertretend für seine Kollegen.

Mourinho: "Wir spielen für unseren Traum“

"Wir spielen für unseren Traum“, sagte auch José Mourinho auf der Pressekonferenz wenige Stunden nach van Gaal. „Ein Sieg wäre etwas ganz Besonderes. Für einen besonderen Klub, einen besonderen Präsidenten und für besondere Fans. Die meisten von ihnen waren noch nicht auf der Welt, als Inter zuletzt in einem Finale der Landesmeister stand“, warf der exzentrische Portugiese einen weiten Blick zurück. Zweimal gewannen die Italiener die höchste Trophäe im europäischen Klub-Fußball. Das ist verdammt lange her. 1964 und 1965 holten sie sich den Pokal.

Inter-Fans feiern durch die Nacht

Entsprechend groß ist die Sehnsucht der Internisti nach dem Pott. Das zeigten auch Feierlichkeiten der italienischen Fans in der Nacht vor dem Finale in der Madrider Innenstadt. Während sich die Anhänger des FC Bayern eher dezent ins Nachtleben stürzten, zelebrierten die Italiener im Stadt-Zentrum bereits eine gewaltige Vor-Feier. Dennoch werden etwa 20.000 Münchner Fans in der spanischen Hauptstadt erwartet. Die Real-Fans drücken übrigens dem FC Bayern die Daumen. Doch das ist eher der Tatsache geschuldet, dass die Italiener den Spaniern noch suspekter sind als die Deutschen. Eine große Leidenschaft für einen Verein gibt es nicht. Zu groß ist der Schmerz, dass Real nicht selbst im Endspiel steht.       

Die Welt schaut nach Madrid

Doch auch ohne Real ist das Interesse an diesem Finale riesengroß. Die ganze Fußball-Welt schaut am Samstagabend nach Madrid. Das letzte Endspiel in der Champions League in Rom sahen 280 Millionen Menschen am TV. Dieses Mal dürften es nicht weniger sein. Über 1000 Journalisten werden aus dem restlos ausverkauften 74.954 Zuschauer fassenden Bernabeu-Stadion berichten. 35 TV-Sender werden das Finale in 236 Länder rund um den Globus live übertragen.

Schweinsteiger: "Jeder ist gierig"

Grund genug eigentlich, um mächtig nervös zu sein. Doch die Bayern 2010 strotzen vor Selbstbewusstsein und Lockerheit. „Alle sind sehr positiv gestimmt“, erzählte Schweinsteiger. „Jedem ist klar, dass wir Historisches erreichen können. Jeder ist gierig, das Spiel zu spielen und zu gewinnen.“

Van Gaal hat nichts zu verbergen

Bis auf den rot-gesperrten Franck Ribéry kann van Gaal ebenso wie Mourinho, der lediglich auf den ebenfalls rot-gesperrten Thiago Motta verzichten muss, aus dem Vollen schöpfen. Alle Mann an Bord. Bei der Aufstellung dürfte es dennoch keine Überraschung geben. Der Bayern-Coach wird wohl mit der gleichen Elf auflaufen, wie zuletzt im DFB-Pokalfinale gegen Bremen. Während José Mourinho keine öffentliche Trainingseinheit im Bernabeu-Stadion absolvierte, ließ van Gaal seine Spieler am frühen Freitagabend noch einmal eine Stunde lang im spanischen Fußball-Tempel trainieren. Passpiel, Flankenläufe, Torabschluss. Jedermann konnte sich das gesamte Training anschauen. Nach der Einheit machte sich der Niederländer einen Spaß daraus, einige Bayern-Mitarbeiter aus dem Betreuerstab, die am Spielfeldrand standen, zu fotografieren. Das selbsternannte Feierbiest scheint schon in den Startlöchern zu stehen.

"Dieses Match wird ein kleines Detail entscheiden"

Doch bei aller Lockerheit weiß van Gaal auch, dass der Ausgang des Spiels gegen Inter Mailand völlig offen ist. „Dieses Match wird ein kleines Detail entscheiden. Und der Teufel steckt im Detail. Wir müssen uns voll auf dieses Spiel fokussieren“, sagte der 58-Jährige. Dabei weiß er aber auch genau, dass er sich auf sein Team verlassen kann. „Wir haben eine kluge Mannschaft und wir sind mental sehr stark“, berichtete van Bommel ähnlich relaxed und voller Vorfreude auf das große Finale. Es kann endlich losgehen.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
UMFRAGE
Wer gewinnt die Champions League?
Anzeige
Video des Tages
Handbremse vergessen 
Eigentlich wollte er nur das wegrollende Auto stoppen

Doch dann macht er einen fatalen Fehler und es kommt noch dicker. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Multimedia-Sale: Technik- artikel stark reduziert

Jetzt zuschlagen: Fernseher, Notebooks, Beamer, Navis u. v. m. zu Toppreisen. bei OTTO

Shopping
Voll im Trend und garantiert keine kalten Füße mehr

Kuschelige weich und warm gefüttert, Boots für gemütliche Tage zuhause. bei BAUR

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal