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Kopfverletzung "rettet" Bremen die Champions League

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Champions League - Werder Bremen  

Kopfverletzung "rettet" Bremen die Champions League

25.08.2010, 07:32 Uhr | t-online.de, t-online.de

. Sandro Wagner zog sich im Kopfballduell eine klaffende Platzwunde zu. (Foto: Reuters)

Sandro Wagner zog sich im Kopfballduell eine klaffende Platzwunde zu. (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)

Werder Bremen steht nach einem nervenaufreibenden Spiel bei Sampdoria Genua in der Champions League. Die Mannschaft von Thomas Schaaf verlor zwar 2:3 (1:3, 0:2) nach Verlängerung, durfte aber aufgrund des 3:1-Sieges im Hinspiel über diese Niederlage jubeln. Erst in der Nachspielzeit rettete Markus Rosenberg mit dem Anschlusstreffer zum 1:3 die Hanseaten und sorgte für die Verlängerung. (Foto-Show: Die besten Bilder des Spiels)

Die vielleicht entscheidende Szene des Spiels ereignete sich in der 72. Minute. Werder-Angreifer Sandro Wagner musste das Spielfeld nach einem Zusammenprall mit einer Platzwunde an der Stirn verlassen. Der 1,94 Meter große Stürmer war bei einem Kopfballduell von seinem Gegenspieler mit dem Ellbogen im Gesicht getroffen worden. Für ihn kam der Joker Rosenberg, der in der zweiten Minute der Nachspielzeit Bremen vor dem Aus bewahrte.

Rosenberg wurde aber nicht eingewechselt, weil Wagner nicht mehr weiterspielen konnte. Der 22-Jährige musste runter, weil Schiedsrichter Viktor Kassai aus Ungarn den Stürmer nach seiner Behandlung aufgrund der Stirnverletzung nicht wieder aufs Feld ließ. Die Begründung des Referees: Wagners Trikot sei zu sehr mit Blut verschmiert.

Schaaf zum Glück gezwungen

Der deutsche U-21-Europameister von 2009 hätte ein neues Trikot anziehen müssen, doch auf der Werder-Bank war keines zur Hand. Ausgerechnet im Stadion in Genua liegen die Kabinen und die Reservebänke auf zwei unterschiedlichen Seiten des Spielfeldes. Ein Betreuer musste erst in die Kabine, um ein frisches Jersey für Wagner zu holen. Werder-Coach Thomas Schaaf dauerte das zu lange, da das Spiel in der Zwischenzeit weiterlief, so brachte er Rosenberg. Der Bremer Coach wirkte am Spielfeldrand stinksauer, doch ausgerechnet der Einwechselspieler erzielte das Tor zum 1:3 und rettete Werder in die Verlängerung.

Rosenberg: "Habe immer daran geglaubt"

"Plötzlich hieß es, ich muss jetzt schnell rein. Also bin ich rein und habe das Tor gemacht. Es war Glück, aber ich habe immer daran geglaubt. Wir haben in den letzten Minuten immer lange Bälle auf Mertesacker und Prödl im Sturmzentrum geschlagen, da hatte ich schon im Gefühl, dass die Kugel auch mal bei mir landet. Als es soweit war, habe ich nicht viel nachgedacht", sagte Rosenberg nach dem Spiel.

Der Edeljoker steht beim letztjährigen Bundesliga-Dritten trotzdem auf dem Absprung. "Ich habe dem Verein gesagt, dass ich gern wechseln will, weil ich spielen will. Bei Werder zu bleiben und hier regelmäßig zu spielen, wäre ein Traum, aber es sieht momentan nicht danach aus. Jetzt warte ich mal, ob noch Angebote bis zum Ende der Transferperiode in der kommenden Woche eintreffen", sagte der Schwede.

Pizarro trifft in der Verlängerung

Dank des Treffers von Claudio Pizarro (100. Minute) wurde der Traum von der Champions League für den Bundesligisten noch wahr. Dementsprechend erleichtert war Coach Schaaf nach dem Spiel: "Wir alle sind sehr froh. Ich weiß nicht, warum wir das immer so spektakulär machen müssen. Das war wieder eine besondere Nummer heute. Das ist natürlich auch eine Qualität."

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