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FC Schalke 04 tritt in Lyon an

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Schalke hofft auf Wiedergutmachung in Lyon

13.09.2010, 13:12 Uhr | sid, sid

FC Schalke 04 tritt in Lyon an. Auf Klaas-Jan Huntelaar ruhen die Schalker Hoffnungen. (Foto: imago)

Auf Klaas-Jan Huntelaar ruhen die Schalker Hoffnungen. (Foto: imago)

Bei Schalke 04 brennt nach drei Niederlagen zum Auftakt der Saison der Baum. Die Mannschaft von Felix Magath befindet sich mit null Punkten am Ende der Bundesliga-Tabelle. Und jetzt steht der Auftakt in der Champions League an. Nach der Total-Operation liegt der Patient Schalke auf der Intensivstation, doch "Chefarzt" Felix Magath sieht ihn auf dem Weg der Besserung. "Es gibt keinen Grund, in Panik zu verfallen. Wir müssen Ruhe bewahren und weiter arbeiten", sagte der Trainer und Manager der Königsblauen vor der Partie beim französischen Vizemeister Olympique Lyon (ab 20.30 Uhr im t-online.de Live-Ticker).

Nach dem schlechtesten Bundesliga-Start seit 23 Jahren soll der Auftritt beim Gruppenfavoriten die schwerkranken Schalker wieder aufpäppeln. "Wir haben jetzt die Chance, uns mit einer guten Leistung Sicherheit für die Bundesliga zu holen", sagte Magath: "Dass wir auswärts beim Favoriten antreten, ist das Beste, was uns in dieser Situation passieren kann."

Es droht der Super-Gau

Der Zustand ist alarmierend: Nach drei Bundesliga-Niederlagen mit unzureichenden Offensiv-Leistungen und teils katastrophaler Defensivarbeit droht im Stade de Gerland beim letztjährigen Halbfinalisten ein weiterer Absturz. Am Sonntag droht im Revierderby gegen Borussia Dortmund (ab 17.15 Uhr im t-online.de Live-Ticker) der absolute Tiefpunkt. Nach seinem Radikalumbau mit 15 Abgängen und 14 Zugängen für 37 Millionen Euro weiß auch Magath, dass die Geduld auf Schalke nicht unbegrenzt ist.

Doch gerade sie fordert er ein, damit aus dem Fehlstart nicht ein freier Fall ins Bodenlose wie in der Vorsaison bei Hertha BSC Berlin wird. Hertha sei "in Hektik verfallen, hat den Trainer entlassen. Das hat sich nicht ausgezahlt", betonte der 57-Jährige und wehrte sich gegen "Aktionismus zum falschen Zeitpunkt". Zeit zum Einspielen braucht das neue Team, "aber wir haben keine Zeit", sagte Mittelfeldspieler Ivan Rakitic, der dennoch überzeugt ist: "Wir haben viel Qualität."

Raul und Huntelaar sind gefordert

Die soll in Lyon vor allem die Champions-League-erfahrene Offensive mit Rekordtorjäger Raul und Rekordeinkauf Klaas-Jan Huntelaar beweisen. "Richtig begeistert" war Magath nach eigenen Worten vom ersten Zusammenspiel der beiden beim 0:2 bei 1899 Hoffenheim - ohne dass Zählbares heraussprang. "Es ist ein neuer Start für uns", sagte Huntelaar vor dem Auftakt in der Königsklasse, in der Schalke in bislang drei Anläufen stets das erste Spiel verlor. Der Niederländer, der für 14 Millionen Euro kam, tröstet sich mit der Erkenntnis: "Alle haben noch null Punkte." Sturmpartner Raul, mit 66 Treffern die Nummer eins in der Champions League, dürfte zusätzlich motiviert sein: Gegen Lyon hat die Legende von Real Madrid auf Europas größter Bühne weder gewonnen noch ein Tor erzielt.

Hinten drückt der Schuh

Besonders im Blickpunkt wird in Lyon die wackelige Abwehr stehen. Trotz sechs Gegentoren in drei Bundesliga-Spielen und vielen zugelassenen Großchancen glaubt Magath, in der Innenverteidigung mit Benedikt Höwedes und dem Neuzugang Nicolas Plestan die Lösung gefunden zu haben. "Ich glaube, dass das Zentrum stabil sein wird", sagte er. Das größte Sorgenkind, der Ex-Dortmunder Christoph Metzelder, flog wegen Leistenproblemen gar nicht erst mit. Die dritte Last-Minute-Verpflichtung, der Spanier Jose Manuel Jurado, wird in Lyon wohl erneut zunächst auf der Bank Platz nehmen müssen. Magath ist das Risiko noch zu groß. "Er ist ein technisch hervorragender Spieler, aber die Position im offensiven Mittelfeld ist die schwierigste, erst recht in einer Mannschaft, in der es nicht rund läuft", sagte der Coach.

Auch Lyon stolpert in die Saison

Probleme hat auch Lyon. Der siebenmalige Champion liegt nach dem enttäuschenden 1:1 gegen den FC Valenciennes im unteren Tabellenmittelfeld. Immerhin kehrten die zuletzt angeschlagenen Schlüsselspieler Lisandro Lopez und Michel Bastos wieder ins Team zurück.

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Lyon: Lloris - Reveillere, Diakhate, Lovren, Cissokho - Toulalan, Gonalons (Makoun) - Briand, Gourcuff, Bastos - Lisandro Lopez

Schalke: Neuer - Sarpei, Höwedes, Plestan, Schmitz - Jones, Moritz - Farfan, Rakitic - Raul, Huntelaar

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