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Champions League: Özil, der Zauberer vom Bernabeu

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Özil, der Zauberer vom Bernabeu

16.09.2010, 09:10 Uhr | t-online.de, dpa, sid, sid, dpa, t-online.de

Champions League: Özil, der Zauberer vom Bernabeu. Momentaner Erfolgsgarant bei Real Madrid: Mesut Özil (re.). (Foto: imago)

Momentaner Erfolgsgarant bei Real Madrid: Mesut Özil (re.). (Foto: imago)

Der Ex-Bremer Mesut Özil ist mit Real Madrid erfolgreich in die Champions League gestartet. Der deutsche Nationalspieler trumpfte beim 2:0 (1:0) gegen Ajax Amsterdam stark auf und bereitete in der spanischen Hauptstadt einen Treffer vor. Für seine Leistung erhielt er vom Publikum immer wieder Szenenapplaus. Die spanische "Marca" titelte gar, das Santiago-Bernabeu-Stadion habe einen "sensationellen Zauberer Özil" gesehen, "der die Pfiffe auf den Rängen in Applaus verwandeln konnte". Bei seinem Debüt im weißen Dress der Madrilenen war Özil, der genau wie Teamkollege Sami Khedira von Anfang an auflaufen durfte, überall auf dem Platz zu finden: "In der Defensive stets aufopfernd, in der Offensive gar großherzig und selbstlos", so das spanische Blatt.

Dribbelkünstler Özil setzte vor allem in der zweiten Halbzeit immer wieder Akzente im Spiel nach vorn und hatte auch selbst gute Tormöglichkeiten. In der 73. Minute scheiterte der Offensivspieler aus kurzer Distanz an Ajax-Keeper Maarten Stekelenburg, den Abpraller nutzte der 21-Jährige aber, um Gonzalo Higuaín zum 2:0 aufzulegen. Die Medien überschlugen sich in Lobeshymnen. "Özil beherrscht mit seinen Tricks die Kunst des Unvorhergesehenen", meinte die Zeitung "El País". "Ein solcher Fußballer hatte Real seit langem gefehlt." Das Sportblatt "As" ergänzte: "Ein neuer Star wurde geboren."

36 Torschüsse gegen Ajax

Beim ersten Tor für die Königlichen von Star-Trainer José Mourinho unterlief Ajax-Verteidiger Vurnon Anita im Kampf um den Ball gegen Verteidiger Ricardo Carvalho und Stoßstürmer Higuaín ein Eigentor (31. Minute). Real war das klar überlegene Team, das zuweilen auch spielerischen Glanz zeigte. Özil, Higuaín und Teamkollege Cristiano Ronaldo, der allein elf Mal auf das gegnerische Tor schoss, hatten eine Reihe starker Szenen. Ganze 36 mal feuerte Real Schüsse auf das Tor von Stekelenburg ab. Higuaín war begeistert: "Özil ist ein spektakulärer Spieler."

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"Der schlichte und präzise Özil"

Vor allem die genaue Spielweise des Ex-Bremers Özil kam in den spanischen Medien zum Ausdruck: "Özils schlichte Präzision gepaart mit Higuaíns und Ronaldos zwanghafter Besessenheit" waren die Mittel des Erfolgs gegen schier überforderte Niederländer. Besonders in den ersten 25 Minuten der Partie war klar zu sehen, was Mourinho von seiner Truppe in Zukunft sehen will: Den Auftritt eines furiosen Ensembles aus schnellen, präzisen und auch nach hinten arbeitenden Spielern. Vor allem Spieler wie Özil eben.

Mourinho adelt Özil und Khedira

Mourinho hat seine Kritik an den sprachlichen Probleme der Spanien-Neulinge Özil und Khedira längst vergessen und lobte beide in den höchsten Tönen: "Özil hat ein tolles Spiel gemacht. Khedira hat für zwei geschuftet und ist viel gelaufen. Manchmal habe ich gedacht, wir wären zu zwölft auf dem Feld. Ich freue mich für beide, und Deutschland kann glücklich sein, zwei so gute junge Spieler zu haben", sagte der Portugiese nach dem 2:0-Sieg. Bei Özil ging der Fußball-Lehrer sogar noch weiter: "Der Junge ist richtig, richtig gut. Seine Persönlichkeit ist imponierend, denn es ist nicht leicht, für Real zu spielen. Noch schwieriger ist es, vom Publikum geliebt zu werden."

Özil: "Macht Spaß, mit den Jungs zu kicken"

"Ich bin stolz hier zu spielen", freute sich Özil, über den fast alle Real-Angriffe bei der Gala liefen. Weiter gab der Dribbelkünstler nach dem rauschenden Fußballfest artig beim Sender Sky zu Protokoll: "Ich war mit meiner Leistung sehr zufrieden. Die Mannschaft hat mich sehr unterstützt. Mir macht es Spaß, mit den Jungs zu kicken." Franz Beckenbauer bemerkte nach der Gala fast wehmütig, dass Özil vor seinem Wechsel nach Madrid "natürlich" auch Thema in München gewesen sei.

Ghanas Nationalspieler brilliert ebenfalls

Der Ex-Herthaner Kevin-Prince Boateng glänzte bei seinem Champions League-Debüt für den AC Mailand, der ebenso wie Real in der Gruppe G spielt. Der ghanaische Nationalspieler wurde in der 15. Minute eingewechselt und gab die Vorlage zum 1:0 durch Neuzugang Zlatan Ibrahimovic, der auch den Endstand zum 2:0 gegen AJ Auxerre besorgte. Doch der neue Milan-Trainer Massimiliano Allegri hatte die bittere 0:2-Niederlage in der Serie A gegen Cesena nicht vergessen: "Wir haben noch viel Arbeit vor uns."

Ibrahimovic beschimpft Sacchi

Der schwedische Nationalspieler legte sich zudem nach dem Spiel vor laufenden Kameras mit Italiens Ex-Nationaltrainer und Milan-Ikone Arrigo Sacchi an. "Sacchi muss lernen, den Mund zu halten. Er scheint neidisch auf mich zu sein, sonst würde er nicht so viel reden", sagte Ibrahimovic. Sacchi hatte zuvor gesagt, dass der Stürmer das 1:0 kaum erzielt hätte, wenn er nicht über Schuhgröße 47 verfügen würde. Der Italiener legte dem exzentrischen Stürmer nahe, seine Manieren zu bessern.

Chelsea, Arsenal und Cluj fahren Punkte ein

Noch schwungvoller als Real starteten Englands Titelaspiranten in die Königsklasse: Der FC Chelsea kam bei MSK Zilina in der Slowakei zu einem 4:1, der FC Arsenal bezwang Sporting Braga sogar 6:0. Bayern Münchens nächster Gruppengegner FC Basel verlor beim rumänischen Klub CFR Cluj 1:2.

Bei Neuling Zilina sorgte Chelsea schnell für klare Verhältnisse. Michael Essien (9.) verwandelte einen Pass von Nicolas Anelka, dann machte es der französische Nationalspieler selbst (24./28.): "Er war der Schlüssel in diesem Spiel. Er war fantastisch", sagte Teammanager Carlo Ancelotti. Daniel Sturridge (48.) erhöhte für die Blues, ehe Tomas Oravec (55.) der Ehrentreffer für die Slowaken gelang. Auch Arsenal ließ gegen die chancenlosen Portugiesen aus Braga nichts anbrennen. Cesc Fabregas (9./53.), Andrey Arschawin (30.), Marouane Chamakh (34.) und Carlos Vela (69./84.) sorgten für den höchsten Sieg am ersten Spieltag. "Fabregas ist in eine andere Dimension vorgestoßen", sagte sein Teammanager Arsene Wenger. "Die Leute vergessen oft, dass Fabregas erst 23 ist. Da geht es bei anderen Spielern erst los."

CFR Cluj, erst seit zwei Tagen vom neuen Trainer Sorin Cartu betreut, ging durch einen Doppelschlag durch Ionut Rada (9.) und Lacina Traore (12.) in Front, Valentin Stocker (45.+2) brachte Basel noch vor dem Halbzeitpfiff wieder heran. Zu mehr reichte es für das Team von Ex-Bayern-Profi Thorsten Fink aber nicht.

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