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Bastian Schweinsteiger rettet die Krisen-Bayern

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Gruppe E  

Bayern siegt dank Schweinsteiger

28.09.2010, 18:54 Uhr | dpa, dpa

Bastian Schweinsteiger rettet die Krisen-Bayern. Bastian Schweinteiger schießt Bayern München in Basel zum Sieg. (Foto: Reuters)

Bastian Schweinteiger schießt Bayern München in Basel zum Sieg. (Foto: Reuters)

Doppel-Torschütze Bastian Schweinsteiger hat dem FC Bayern den lang ersehnten Befreiungsschlag beschert. Mit seinem ersten Doppelpack in der Champions League (56./89. Minute) bescherte er dem deutschen Fußballmeister einen verdienten 2:1 (0:1) Sieg beim FC Basel, mit dem die Münchner Kurs auf das Achtelfinale halten. Vor 37.500 Zuschauern im ausverkauften St.-Jakob Park waren die Bayern durch einen verheerenden Ballverlust von Daniel van Buyten in Rückstand geraten: Der ehemalige Bundesliga-Profi Alexander Frei hatte die Gastgeber mit seinem ersten Tor in der Königsklasse in Führung gebracht (18.). Mit sechs Punkten bleiben die Münchner Tabellenführer der Gruppe E. News zu Bastian Schweinsteiger

Einen Tag nach seiner Vertragsverlängerung stellte Bayern-Coach Louis van Gaal das Team nur auf einer Position um: Für Ivica Olic kam zumindest für eine Halbzeit Hamit Altintop, der auf der rechten Seite den verletzten Arjen Robben ersetzte. Damit gab der Trainer der ganzen Mannschaft ein Signal - und die Chance zur Wiedergutmachung. Und dies versuchten die Bayern in der Anfangsphase auch ganz entschlossen, sie diktierten das Spiel, wirkten spritzig und hellwach.

Frei verwandelt eiskalt

Der deutsche Rekordmeister hatte auch die erste nennenswerte Chance: Nach einem schönen Solo von Philipp Lahm zog Toni Kroos aus dem Hinterhalt ab, Basel-Keeper Franco Costanzo lenkte den Ball mit den Fingerspitzen gerade noch um den langen Pfosten (11.). Die nächste gute Gelegenheit vergab Bayerns Abwehrturm van Buyten fahrlässig (15.), drei Minuten später leitete der lange Belgier das 0:1 mit einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung ein. Nach Hacken-Ablage von Marco Streller vollendete Frei die Co-Produktion der früheren Bundesliga-Profis aus 14 Metern eiskalt.

Ein Schock für die Münchner, die fast eine Viertelstunde brauchten, um sich neu zu orientieren und wieder Ordnung ins Spiel zu bringen. Die Präzision für den entscheidenden Pass fehlte aber, Torgefahr kam nicht auf. Glück hatte der Vorjahres-Finalist in der 29. Minute, als der frühere Frankfurter Benjamin Huggel beim von den Basel-Fans schon bejubelten Tor im Abseits stand (29.). Drei Tage nach dem 1:2-Tiefschlag durch Mainz in der Bundesliga wackelte die Bayern-Abwehr zudem in vielen Szenen wieder bedenklich. Schlussmann Hans-Jörg Butt verhinderte das 0:2, als er einen Schuss von Xherdan Shaqiri gerade noch abwehren konnte (40.).


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Schweinsteiger sicher vom Punkt

Van Gaal musste reagieren. Der Holländer nahm Altintop zur Pause vom Platz und brachte Mario Gomez als zweiten Stürmer. Mit dem 4:2:2-System sollte die Präsenz im gegnerischen Strafraum erhöht werden. Und die Umstellung zahlte sich aus, die Bayern erhöhten Druck und Torgefahr. Mit energischem Einsatz erzwang WM-Torschützenkönig Thomas Müller den Strafstoß; Huggel hatte ihn zu Fall gebracht. Schweinsteiger verwandelte sicher: Sein sechster Treffer im 49. Champions-League-Spiel - Nummer sieben folgte.

Basels Trainer Thorsten Fink, der 2001 mit dem FC Bayern die Champions League gewann, hatte nach der 1:2-Auftaktniederlage beim rumänischen Titelträger CFR Cluj voll auf Attacke gesetzt. Bis zum 1:1 ging das Konzept auf - dann kamen die Bayern, van Gaals Elf kontrollierte die Partie nun. Beim Schuss von Miroslav Klose (73.) war Costanzo auf dem Posten (73.). Müller (83.) und Olic (85.) hatten weitere gute Chancen.

Bayern-Fans festgenommen

Vor der Partie hatte die Schweizer Polizei über 80 Fußballfans festgenommen. Vorausgegangen war eine Massenschlägerei in der Innenstadt. Am Nachmittag hätten etwa 15 gewaltbereite Basel-Fans rund 50 Bayern-Anhänger angegriffen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die Polizei ging dazwischen und nahm rund 50 Bayern-Fans fest. Später stoppten Beamte einen Zug von etwa 35 Anhängern des deutschen Fußballmeisters. Sie wurden wegen des Verdachts auf beabsichtigte Gewalt in Polizeigewahrsam genommen.

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