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Werder mit nur zwölf Profis zu Tottenham Hotspur

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Werders Rumpf-Elf soll es richten

23.11.2010, 12:42 Uhr | dpa, sid, sid, dpa

Werder mit nur zwölf Profis zu Tottenham Hotspur. Felix Kroos steht im Werder-Kader für das Spiel in London. (Foto: imago)

Felix Kroos steht im Werder-Kader für das Spiel in London. (Foto: imago)

Nach dem sportlichen Offenbarungseid auf Schalke glaubt bei Werder Bremen vor dem Champions-League-Gastspiel bei Tottenham Hotspur niemand mehr an ein Wunder (ab 20.30 Uhr im t-online.de Live-Ticker). Vier Pflichtspielen ohne Torerfolg und dem Absturz auf den zwölften Tabellenplatz folgte eine für Bremer Verhältnisse geradezu lebhafte Trainerdiskussion. Und bei den Spurs muss Trainer Thomas Schaaf mit ganzen zwölf Profis auskommen.

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Neun seiner Spieler können an der bereits ausverkauften White Hart Lane nicht auflaufen, stattdessen stehen Drittliga-Youngster wie Dominik Schmidt und Felix Kroos vor ihrem Profidebüt - und das in der Königsklasse. Der Brasilianer Naldo, Claudio Pizarro, Mikael Silvestre, Tim Borowski, Sebastian Boenisch, Wesley, Marko Arnautovic und der gesperrte Kapitän Torsten Frings fallen definitiv aus. Der Einsatz von Petri Pasanen ist wegen einer Virus-Erkrankung unwahrscheinlich.

Kroos verbreitet Optimismus

"Wer mir vor drei Wochen gesagt hätte, dass ich morgen mein erstes Champions League-Spiel bestreite, den hätte ich für verrückt erklärt", sagte Verteidiger Schmidt. Der Bruder von Bayern-Profi Toni Kroos verbreitete vorsichtigen Optimismus: "Wenn wir als Mannschaft auftreten, können wir dort ein gutes Ergebnis erzielen." Die anderen Nobodys, die im Kader stehen, kennen wohl auch nur absolute Werder-Experten: Onur Ayik, Lennart Thy, Pascal Testroet, Niklas Andersen und Clemens Schoppenhauer.

Teilnahme an der Europa League in Gefahr

"Da brauchen wir nicht mehr von der Champions League zu reden, wir sind ja keine Träumer", sagte Geschäftsführer Klaus Allofs zur misslichen Situation. Statt den Fokus ganz auf das Kerngeschäft Bundesliga legen zu können, müssen die Norddeutschen mit einer weiteren Niederlage rechnen. Die würde dann auch rechnerisch das vorzeitige Aus besiegeln, noch bevor Titelverteidiger Inter Mailand am 7. Dezember im Weserstadion gastiert. Und da wäre dann bei einer weiteren Pleite sogar die Teilnahme an der Europa League verspielt.

Spurs mit beeindruckender Bilanz

Um eine Wende zum Besseren einzuleiten, scheint Tottenham allerdings genau der falsche Gegner zu sein. Der Traditionsklub konnte mit einem Sieg gegen Inter den Top-Favoriten von der Spitze verdrängen und ist für deutsche Vereine bislang eine undankbare Adresse: In sechs Heimspielen landeten die Spurs fünf Siege, allesamt ohne Gegentor. Nur Bayern München ertrotzte einmal ein 1:1 - vor 27 Jahren. Und seitdem der Ex-Hamburger Rafael van der Vaart die Regie im Mittelfeld übernommen hat, konnte das Team von Coach Harry Redknapp auch an Spielkultur deutlich zulegen.

Van der Vaart warnt vor Werder

Der Niederländer, der Ende August von Real Madrid auf die Insel gewechselt war, warnt dennoch vor Bremen: "Die Qualität bei Werder ist da, auch wenn es nicht so läuft. Wenn wir nicht dagegenhalten, könnten wir Probleme bekommen." Ob van der Vaart gegen die Hanseaten auflaufen kann, ist fraglich. Wegen einer Oberschenkelverletzung konnte der niederländische Nationalspieler das Abschlusstraining nicht absolvieren. Angeschlagen ist auch Gareth Bale, der walisische Auswahlspieler laboriert an einer Schulterblessur.

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Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Tottenham: Gomez - Hutton, Gallas, Kaboul, Assou-Ekotto - Lennon, Jenas, Modric, Bale - van der Vaart - Crouch

Bremen: Wiese - Fritz, Mertesacker, Prödl, Schmidt - Bargfrede, Jensen - Kroos, Hunt, Marin - Almeida

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