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Werder Bremen kämpft gegen Inter Mailand um den guten Ruf

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Werder kämpft um den guten Ruf

06.12.2010, 14:48 Uhr | dpa, dpa

Werder Bremen kämpft gegen Inter Mailand um den guten Ruf. Torsten Frings tritt mit Werder Bremen gegen Inter Mailand an. (Foto: imago)

Torsten Frings tritt mit Werder Bremen gegen Inter Mailand an. (Foto: imago)

Sportlich geht es um nichts mehr, denn Werder Bremen ist in der Champions League bereits ausgeschieden. Auch die Europa League können die Hanseaten nicht mehr erreichen. Tatsächlich steht gegen den Titelverteidiger Inter Mailand (Dienstag ab 20.30 Uhr im t-online.de Live-Ticker) aber viel auf dem Spiel. Werder kann sein Image aufpolieren und 800.000 Euro kassieren, wenn im letzten Gruppenspiel der erste Sieg gelingt. Geld, das der Fußball-Bundesligist für die dringend notwendigen Investitionen gut gebrauchen kann. Schließlich hat Klubchef Klaus Allofs bereits Verstärkungen im Winter angekündigt.

Immerhin hat sich die personelle Lage gebessert. Claudio Pizarro und Mikael Silvestre können wieder mit der Mannschaft trainieren. Ob die zuletzt verletzten Profis spielen, ließ Trainer Thomas Schaaf offen. "Wir müssen die Eindrücke abwarten", sagte er. Eine Schonung von Pizarro und Silvestre für die Bundesligapartie in Dortmund sei nicht zwangsläufig. "Wenn man länger nicht gespielt hat, kann es gut sein, Praxis zu bekommen", erklärte Schaaf.

Almeida statt Arnautovic

Vermutlich werden die Beiden zunächst auf der Bank sitzen und je nach Spielstand ein paar Minuten zum Einsatz kommen. Die Startelf gegen die schwächelnden Mailänder, die in der Serie A zuletzt auf Rang fünf zurückfielen, dürfte der vom Remis im Spiel beim VfL Wolfsburg ähnlich sein - nur dass der in der Bundesliga gesperrte Hugo Almeida wohl für den erneut enttäuschenden Marko Arnautovic auflaufen wird.

Werder spielt gegen den Titelverteidiger auch um den guten Ruf. Mit nur zwei Punkten und lediglich drei Toren in fünf Spielen schnitten die Bremer so schlecht ab wie noch nie bei den vorherigen fünf Champions-League-Teilnahmen in den zurückliegenden sechs Jahren. Schaaf sieht das jedoch anders und sagte: "Ich glaube nicht, dass es um Image-Korrektur geht. Wir wollen einfach erfolgreich spielen."

Schon zwei Spiele ohne Gegentor

Aus Sicht des Coaches geht es um andere Dinge. "Wir spielen in der Champions League gegen Inter Mailand, da will man einfach gut aussehen. Das ist der erste Punkt", sagte Schaaf. "Zweitens können wir an den Dingen arbeiten, die weiter zu verbessern sind." Immerhin zeigte sich die Defensive zuletzt verbessert. Zwei Spiele ohne Gegentor sind für die Bremer in dieser Saison schon etwas Ungewöhnliches.

Werder kann die Kasse füllen

Sportlich ist die Partie gegen Mailand für die bereits ausgeschiedenen Bremer ohne Wert, wirtschaftlich hingegen interessant. Durch das Startgeld von 7,1 Millionen Euro und zwei Punkte (800.000 Euro) hat Werder bereits einiges Geld sicher. Der Verein könnte die Einnahme durch einen Sieg allerdings um zehn Prozent steigern. Am Ende der Saison kommt noch eine weitere Millionen-Einnahme aus dem sogenannten Markt-Pool hinzu. Die genaue Höhe hängt vom weiteren Abschneiden der anderen deutschen Klubs ab - je weiter Bayern und Schalke kommen, desto geringer wird der Anteil für Werder.

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