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Werder Bremen schlägt Inter Mailand

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Bremen siegt und verabschiedet sich

07.12.2010, 22:14 Uhr | t-online, dpa, dpa, t-online.de

Werder Bremen schlägt Inter Mailand. Torsten Frings (li.) im Zweikampf mit Inters Goran Pandev. (Foto: Reuters)

Torsten Frings (li.) im Zweikampf mit Inters Goran Pandev. (Foto: Reuters)

Werder Bremen hat sich mit Anstand aus der Champions League verabschiedet. Die Mannschaft von Thomas Schaaf gewann zum Abschluss der Gruppenphase mit 3:0 (1:0) gegen eine lustlose B-Elf von Titelverteidiger Inter Mailand. Im sportlich wertlosen Spiel der Gruppe A trafen die beiden Österreicher Sebastian Prödl (39.) und Marko Arnautovic (49.) sowie der wiedergenesene Claudio Pizarro (88.) für Werder. Der Sieg bescherte dem Tabellenzehnten der Bundesliga wenigstens noch 800.000 Euro Weihnachtsgeld.

Bei minus zwei Grad zeigten die Bremer vor 30.400 Zuschauern eine engagierte Leistung. Die bereits qualifizierten Italiener schonten ihre Weltstars Lucio, Maicon, Wesley Sneijder und Diego Milito für die Klub-WM in der kommenden Woche in Abu Dhabi und enttäuschten auf der ganzen Linie.

Frust trotz Sieg

"Wir können sehr zufrieden sein. Für das, was der Gegner macht, können wir nichts. Gerade in der zweiten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt", sagte Werders Geschäftsführer Klaus Allofs, trauerte aber dem vermeidbaren Aus nach: "Das ist sehr ärgerlich. Wir brauchen das Geld aus der Champions League und müssen genau hinschauen, wen wir in der Winterpause verpflichten." Kapitän Torsten Frings sah es nach einer kleinen Ehrenrunde ähnlich: "Wir sind ja selber schuld, dass wir nicht weitergekommen sind. Wir haben uns gut verabschiedet. Für uns ist es ein Schritt nach vorne."

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Versöhnlicher Abschluss

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Arnautovic und Almeida stürmen zusammen

Trainer Thomas Schaaf hatte nach den bisher schwachen Auftritten in der Königsklasse eine Imagepolitur gefordert - und versuchte es mit einer offensiveren Ausrichtung als zuletzt in der Liga. Die Doppelspitze Hugo Almeida und Arnautovic sollten Inters Ersatz-Viererkette in Verlegenheit stürzen, aber in den ersten 25 Minuten präsentierten beide Teams nur geballte Harmlosigkeit. Inter trug wie erwartet nichts zum Unterhaltungswert der Partie bei.

Die bemühten Bremer fanden zunächst keine Lücke im engmaschigen Defensivverbund der Gäste, Abstimmungsprobleme in der Vorwärtsbewegung hemmten das Spiel in die Spitze. Die Partie plätscherte vor sich hin. Anders als bei der 4:0-Demonstration im Hinspiel ließen die blassen Italiener, bei denen trotz aller Aushilfskräfte noch fünf Akteure vom Champions-League-Triumph 2010 gegen die Bayern in der Anfangself standen, jeglichen Einsatz und Esprit vermissen.

Fans feiern sich selbst

Die gelangweilten Fans feierten sich nach 25 ereignisarmen Minuten mit einer La Ola selbst, und die Unterhaltungsaktion auf den Rängen wirkte sich tatsächlich belebend auf das Bremer Spiel aus. Almeida verarbeitete eine Maßflanke von Aaron Hunt elegant mit der Brust, und seinen anschließenden Volleyschuss parierte Inters dritter Schlussmann, Paolo Orlandoni glänzend (30.). 180 Sekunden später hätte Esteban Cambiasso nach Hunts scharfer Hereingabe beinahe ein Eigentor fabriziert, ehe Werder-Innenverteidiger Prödl zum Aushilfstorjäger wurde. Er köpfte eine Ecke von Torsten Frings zur überfälligen 1:0-Halbzeitführung.

Pizarro kommt und trifft

"Am Anfang ist es sehr schleppend vorangegangen, aber dann wurde es bei uns besser", analysierte Allofs zur Pause, "das Ergebnis ist in Ordnung, aber da sollte noch eine Steigerung in der zweiten Halbzeit drin sein." Und Allofs sollte recht behalten. Almeida legte butterweich für Arnautovic auf, und das Enfant Terrible veredelte die Flanke volley zum 2:0 (49.). In der 75. Minute durfte der lange verletzte Pizarro ein paar Minuten Spielpraxis sammeln und krönte sein Comeback mit dem hochverdienten 3:0 (88.). Zuvor waren Per Mertesacker (80.) und der starke Hunt (82.) jeweils am Aluminium gescheitert. Inter hatte im ganzen Spiel nur zwei Chancen durch Pandev, der gleich zweimal nur den Pfosten traf.

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