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FC Bayern München triumphiert dank Mario Gomez und Thomas Kraft über Inter Mailand

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Gomez und Kraft sorgen für gute Ausgangsposition

24.02.2011, 06:45 Uhr | t-online.de, t-online.de

FC Bayern München triumphiert dank Mario Gomez und Thomas Kraft über Inter Mailand. Großer Jubel nach dem Tor von Mario Gomez. Sehen Sie die Highlights der Partie im Video. (Foto: Reuters)

Großer Jubel nach dem Tor von Mario Gomez. Sehen Sie die Highlights der Partie im Video. (Foto: Reuters)

Aus Mailand berichtet Thomas Tamberg

Uli Hoeneß hatte wieder sein typisches Honigkuchenpferd-Grinsen aufgesetzt, als er durch die Katakomben des ehrwürdigen Giuseppe-Meazza schlenderte und Karl-Heinz Rummenigge hätte beim anschließenden Bankett am liebsten einen drauf gemacht. Zuvor huldigte Last-Minute-Torschütze Mario Gomez seinem Vorbild Jay Jay Okocha und Thomas Müller referierte über den SV Sandhausen. Der 1:0-Erfolg bei Inter Mailand im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League sorgte beim FC Bayern sichtlich für gute Stimmung. Nur einer blieb erstaunlich ruhig, dabei hätte er aufgrund seiner starken Leistung allen Grund dazu gehabt, mächtig auf die Pauke zu hauen: Torhüter Thomas Kraft.

In seinem dritten Champions-League-Spiel bewahrte der 22-Jährige den deutschen Rekordmeister mit seinen Glanzparaden gegen Samuel Eto’o (33., 57.), Esteban Cambiasso (22.) und Thiago Motta (85.) vor einem Rückstand. Spätestens nach diesem sensationellen Auftritt im Hexenkessel von San Siro hat sich der Mut von Trainer Louis van Gaal bezahlt gemacht, in der Winterpause Kraft für Jörg Butt zur neuen Nummer eins beim FC Bayern zu machen. "Jetzt hat es auch der letzte Kritiker, der es nicht wahrhaben wollte, gesehen“, sagte Siegtorschütze Gomez.

Großes Lob für nervenstarken Kraft

Kein Wunder, dass das große Nachwuchstalent hinterher mit Lob überschüttet wurde. "Er hat hervorragend gehalten und in dieser Atmosphäre eine herausragende Leistung gezeigt“, sagte Sportdirektor Christian Nerlinger. "Wir wissen alle, dass er ein sehr guter Torwart ist und dass er sehr viel Talent hat“, fügte Gomez hinzu. "Er ist sehr klar in der Birne und hat alle Fähigkeiten, die man für unser Spiel braucht.“

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Vor 70.000 heißblütigen Tifosi bewahrte der junge Kraft kühlen Kopf und war in einem packenden Spiel stets zur Stelle, wenn er gebraucht wurde. Obwohl beide Teams es mit der Defensive eigentlich nicht so genau nahmen, wollte trotz zahlreicher Chancen auf beiden Seiten bis in die Schlussminute kein Tor fallen. Die besten Bayern-Chancen vergaben Franck Ribéry und Arjen Robben, die jeweils nur das Aluminium trafen.

Beckenbauer will dennoch Neuer holen

Auf der Gegenseite vereitelte Kraft zahlreiche Mailänder Chancen. Zur Belohnung adelte ihn der Kaiser. "Absolute Klasse. Samuel Eto'o hat seine Weltklasse gezeigt. Aber er hat seinen Meister gefunden. Und der heißt Thomas Kraft", sagte Franz Beckenbauer.

Einen Freifahrtschein fürs Bayern-Tor stellte der Ehrenpräsident dem Youngster allerdings nicht aus. Da würde er immer noch gerne Deutschlands derzeitige Nummer eins sehen. "Manuel Neuer ist für mich der beste Torwart der Welt. Wenn man so einen Mann bekommen kann, sollte man ihn holen", sagte Beckenbauer.

Sneijder und Eto'o sorgen für Inters Glanzpunkte

Bei Inter setzten vor allem die beiden Weltstars Wesley Sneijder und Eto’o in der Offensive Akzente. Ein ums andere Mal brachten sie mit ihren Geistesblitzen die Bayern in Verlegenheit. Doch im Laufe des Spiel bekam Gustavo, der erstmals von Beginn an neben Schweinsteiger im defensiven Mittelfeld agierte, den Niederländer in den Griff. Damit verlor gleichzeitig auch Eto’o an Strahlkraft.

"Das war das beste 0:0 bei dem ich je dabei sein durfte“, gab Rummenigge hinterher seine Gedanken während des Spiels preis. Dann traf in der 90. Minute doch noch Goalgetter Gomez. "Dass wir am Schluss noch gewonnen haben ist wunderbar und gibt uns beste Voraussetzungen das Viertelfinale zu erreichen“, sagte Rummenigge.

Gomez bändigt Ruderer Lucio und huldigt Jay-Jay Okocha

Den Treffer widmete Gomez dem ehemaligen Star von Eintracht Frankfurt, Okocha. "Der war für Jay Jay. Er war mein erstes Vorbild“, sagte Gomez, der als Sechsjähriger die Sportschau immer langweilig gefunden hatte, bis er eben diesen Okocha entdeckte. Für den Mittelstürmer war es der 28. Pflichtspieltreffer in dieser Saison und sein siebtes Tor in der Königsklasse. Damit hat er den Führenden Eto’o eingeholt.

"Es war für mich nicht einfach, weil ich auch Lucio bei seinen Vorstößen in Schach halten musste“, sagte Gomez, der noch einen Seitenhieb auf den hochmotivierten Ex-Bayern-Spieler, der immer wieder mit den Armen ausschlug, parat hatte. "Der hat heute eine Ruder-WM gespielt.“

Sandhausen oder Mailand - Hauptsache Fußball

Die Arme – allerdings völlig regelkonform - musste auch Kraft einsetzen. "Der schwierigste Ball war sicher der von Eto’o in der ersten Hälfte“, erzählte der Bayern-Keeper über seine Glanzparade. Doch vielmehr wollte er dann nicht mehr sagen. Er sei zufrieden und glücklich. Aber die Hauptsache sei sowieso, dass man das Spiel gewonnen habe. Allzu hoch wollte er seine Leistung nicht hängen. "Ein perfektes Spiel war es nicht“, sagte Kraft, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, bescheiden "Ich habe den einen oder anderen schlechten Ball gespielt. Ich habe ordentlich gehalten.“

Auf die Frage, ob dieses gewaltige Stadion und die Zuschauermasse ihn nicht nervös gemacht habe, antwortete Kraft, auf seine typisch sachliche und ruhige Art. "Verunsichert hat mich die Kulisse nicht und beeindruckt auch nicht. Es macht Spaß vor so vielen Leuten und so einer Stimmung zu spielen.“ Thomas Müller kann den ganzen Hype um Kraft sowieso nicht verstehen. "Klar ist es Meazza. Aber wenn der Schiedsrichter anpfeift, ist es egal gegen wen wir spielen: Ob Sandhausen oder Inter Mailand.“ Keeper Kraft sieht das genauso wie Müller: "Ich habe aber auch schon mit den Bayern Amateuren sehr wichtige Spiele gegen Sandhausen gehabt.“

Konzentration gilt nun dem BVB

Bevor es am 15. März zum Rückspiel gegen die Nerazzurri kommt, steht bereits am kommenden Samstag das Prestige-Duell gegen Spitzenreiter Borussia Dortmund in der Bundesliga auf dem Programm. "Wenn man solche Spiele wie gegen Inter erlebt, müsste man eigentlich sagen, macht einen drauf, genießt den Augenblick“, sagte Rummenigge auf dem Bankett nach dem Champions-League-Kracher und fügte fast schon entschuldigend hinzu: "Nur leider haben wir am Samstag schon wieder ein sehr wichtiges Spiel.“ Kraft freut sich jetzt schon drauf.

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