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FC Bayern verpasst gegen Inter Mailand das Viertelfinale

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Die Bayern verpassen das Viertelfinale

15.03.2011, 23:56 Uhr | dpa, dpa

FC Bayern verpasst gegen Inter Mailand das Viertelfinale. Mario Gomez erzielt das 1:1. (Foto: dpa)

Mario Gomez erzielt das 1:1. (Foto: dpa)

Schock kurz vor Schluss: Ein Blackout von Abwehrspieler Breno hat dem FC Bayern München den letzten Titel-K.-o. in dieser Saison versetzt. Die Münchner verloren gegen Inter Mailand durch ein spätes Tor von Goran Pandev (88.) mit 2:3 (2:1) und schieden trotz des 1:0-Hinspielsieges im Achtelfinale aus der Champions League aus. Der Brasilianer Breno hatte den Treffer mit seinem zögerlichen Eingreifen begünstigt. Nach dem frühen Rückstand durch Samuel Eto'o (3. Minute) hatten der herausragende Mario Gomez (21.) und Thomas Müller (31.) für die Pausenführung gesorgt. Eine fahrlässige Chancenverwertung ließ die Bayern nach dem Anschlusstreffer durch Wesley Sneijder (63.) aber bangen. (Einzelkritik: Diese Noten verdienten sich die Bayern-Stars)

Drei Tage nach der Toregala gegen den HSV zündeten die Bayern auch gegen Inters Startruppe ein brillantes Offensivfeuerwerk - vergaßen diesmal aber das Toreschießen und gingen deshalb am Ende K. o. Louis van Gaals Mannschaft steckte den frühen Rückstand weg und spielte den Gegner eine Halbzeit lang schwindlig. In der temporeichen und packenden Begegnung setzten Arjen Robben und Franck Ribéry die Glanzlichter. Robben entschied das Duell gegen seinen niederländischen Landsmann Sneijder im Inter-Dress klar für sich und leistete zu beiden Münchner Toren die Vorarbeit. Ribéry wirbelte wie zu besten Zeiten, offenbarte aber bekannte Schwächen im Abschluss.

Rückstand nach Abseitstor

Den beiden ständig rochierenden Flügelflitzern in nichts nach stand Gomez, der wie im Hinspiel seine Qualitäten als Vollstrecker nachwies. Mit seinem achten Treffer in der Königsklasse schloss der Nationalstürmer zu den in dieser Wertung führenden Lionel Messi vom FC Barcelona und Eto'o auf. Einziges Manko in der stärksten Phase der Münchner war die mangelhafte Chancenverwertung - ein 4:1 zur Halbzeit wäre durchaus möglich gewesen. Trotz aller Dominanz musste die Innenverteidigung mit Breno und Daniel van Buyten auf der Hut sein, wenn der Kameruner Eto'o in der Spitze angespielt wurde.

Dabei hätte die Partie für den deutschen Rekordmeister nicht schlechter beginnen können: Schon nach 179 Sekunden machte Eto'o den Münchner Vorsprung aus dem Hinspiel zunichte. Dass sich der Stürmer beim Zuspiel von Goran Pandev in Abseitsposition befunden hatte, wurde vom portugiesischen Schiedsrichter Pedro Proenca nicht geahndet. Van Gaals Elf zeigte sich indes nicht geschockt.

Inter-Keeper patzt

Beim Münchner Tor zum 1:1 stand erneut Inters Schlussmann Julio Cesar Pate. Wie schon im Hinspiel vor drei Wochen in San Siro konnte der Brasilianer einen wuchtigen Robben-Schuss nicht festhalten - und wieder war Gomez zur Stelle. Mit dem Rücken zum Tor stehend beförderte er den Ball im Nachsetzen zum 1:1 in die Maschen. Sein achter Treffer im Wettbewerb ließ den Angreifer förmlich aufblühen. Mit einer Parade verhinderte Julio Cesar einen weiteren Gomez-Treffer aus spitzem Winkel (26.).

Auch zum Führungstor leistete der von der italienischen Abwehr kaum zu stoppende Robben die Vorarbeit. Thiago Motta fälschte den eigentlich Gomez zugedachten Pass des Niederländers zu Müller ab, der den Ball über den Inter-Keeper hinweg zum 2:1 ins Tor schoss. Eine mögliche frühzeitige Entscheidung vergab wenig später Ribéry, der Ranocchia mit einem Kabinettstückchen verlud, dann aber frei vor Julio Cesar Nerven zeigte (35.). Fünf Minuten vor der Pause verhinderte der Pfosten das 3:1, als Ranocchia bei seiner Rettungsaktion auf der Linie Müller gegen den Fuß schoss. Dann zielte Robben ans Außennetz.

Robben muss angeschlagen raus

Im zweiten Durchgang verlor die Partie mehr und mehr an Klasse - bis zur 61. Minute: Da setzte sich Ribéry auf der linken Seite durch und flankte präzise auf Gomez, dessen Volleyschuss Julio Cesar mit einer Prachtparade aus der Ecke holte. Praktisch im Gegenzug folgte die nächste kalte Dusche für die Hausherren: Sneijder fasste sich aus 20 Metern ein Herz und überwand Thomas Kraft mit seinem Aufsetzer. Als Robben leicht angeschlagen für Hamit Altintop vom Feld musste, übernahm Inter vollends die Initiative.

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