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Verspielt der FC Bayern unter van Gaal jetzt alles?

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Für van Gaal bleibt das große Tor geschlossen

16.03.2011, 07:02 Uhr | t-online.de, t-online.de

Verspielt der FC Bayern unter van Gaal jetzt alles?. Verspielt der FC Bayern unter van Gaal jetzt alles? (Foto: Reuters)

Verspielt der FC Bayern unter van Gaal jetzt alles? (Foto: Reuters)

Aus München berichtet Thomas Tamberg

Der Traum, München "durch das große Tor" zu verlassen, ist geplatzt. Bayern-Coach Louis van Gaal muss nach der 2:3-Heimpleite gegen Inter Mailand und dem Achtelfinal-Aus in der Champions League sogar fürchten, vorzeitig durch ein Hintertürchen aus der bayerischen Landeshauptstadt flüchten zu müssen. Das dramatische Match gegen den Titelverteidiger von 2010 war ein Spiegelbild der Saison. Vorne furios, hinten konfus: "Wir haben Fehler gemacht und zu einfach die Gegentore bekommen", analysierte van Gaal hinterher (Einzelkritik: Diese Noten verdienten sich die Bayern-Stars).

Der Frust bei Spielern und Verantwortlichen war riesengroß. Nachdem Samuel Eto’o bereits nach vier Minuten den 1:0-Hinspielerfolg der Bayern egalisierte, drehte der Rekordmeister vor 66.000 Zuschauern in der Folgezeit mächtig auf. In der vielleicht besten ersten Hälfte der Saison spielten sich Franck Ribéry und Co. in einen Rausch und Großchancen im Fünfminutentakt heraus. Doch mehr als die Treffer von Mario Gomez (21.) und Thomas Müller (31.) sprangen nicht heraus. "Wir müssen nach der ersten Halbzeit bereits 5:1 führen", sagte Arjen Robben.

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Artistischer Gomez-Treffer

Auch das Tor des Bayern-Angreifers kann das Aus in der Königsklasse nicht verhindern. Video

Inter kaltblütig im Abschluss

Kein Wunder, dass die Enttäuschung beim FC Bayern nach dem Aus groß ist. "Wenn man gegen eine Mannschaft spielt, die besser ist, dann kann man eine Niederlage akzeptieren", sagte Robben. Aber die Italiener waren eben nicht besser, nur deutlich kaltblütiger im Abschluss und mit dem nötigen Quäntchen Glück im Bunde. "Es ist unfassbar, dass wir gegen Inter Mailand ausscheiden", konnte es auch Bastian Schweinsteiger nach der Partie immer noch nicht richtig glauben angesichts der vielen Tormöglichkeiten. "Aber es passt irgendwie in diese Saison."

Pandev sorgt für die Entscheidung

Sieben Torschüsse feuerten die Bayern allein in Hälfte eins auf Inters Keeper Julio César ab. Zum Vergleich: Die Nerazzurri schossen im gesamten Spiel nur drei Mal auf das Tor von Thomas Kraft. Drei Mal konnte der junge Keeper anschließend den Ball wieder aus dem Netz holen. Der überragende Wesley Sneijder (63.) und Goran Pandev (88.) zerstörten mit ihren weiteren Treffern Bayerns letzte Titelhoffnung. "Wir haben 60 Minuten ein sehr gutes Spiel gemacht und fangen dann an, das Spiel zu verwalten. Das ist nicht unser Spiel. Unser Spiel ist Ballbesitz", haderte Gomez mit sich und seinen Kollegen.

Brenos Zeit ist abgelaufen

Insbesondere für Breno dürfte es wohl der letzte Auftritt unter van Gaal gewesen sein. Der Brasilianer verlor zwei Minuten vor Schluss dermaßen dilletantisch den Zweikampf gegen Eto’o, der anschließend Pandevs Siegtreffer vorbereitete, dass man sogar befürchten muss, Brenos Zeit in München ist nun endgültig abgelaufen. Der Brasilianer dürfte jeglichen Kredit verspielt haben. "Es kann nicht sein, dass man gegen eine Mannschaft wie Inter zu Hause drei Tore kassiert", sagte Robben.

Bayern verlieren die Kontrolle

Als der Niederländer, der bis dato der beste Mann auf dem Platz war, in der 67. Minute wegen leichten Leistenbeschwerden vom Platz gehen musste, fehlte den Bayern urplötzlich die Durchschlagskraft im Angriff. Ohne Robben schwand auch das Selbstbewusstsein von Minute zu Minute. Anstatt das gewohnte Passspiel aufzuziehen, schlugen die Münchner – je näher es dem Ende zuging - die Bälle unkontrolliert in die gegnerische Hälfte.

"Man muss zusammen offensiv und defensiv denken, sonst wird man nicht Champions League-Sieger", war Schweinsteiger mit der taktischen Umsetzung der Trainer-Vorgaben unzufrieden. "Wenn man uns einen Vorwurf machen kann, dann dass wir es in der zweiten Halbzeit nicht verstanden haben, dieses 2:1 nach Hause zu spielen. Das wäre möglich gewesen. Da waren wir ein Stück zu naiv", analysierte Karl-Heinz Rummenigge die Partie.

Die Spieler sind niedergeschlagen

"Es nutzt jetzt nichts. Wir sind alle wahnsinnig enttäuscht. Aber es muss am Samstag weitergehen", richtete der Vereinsboss den Blick bereits auf das kommende Bundesligaspiel beim SC Freiburg. Das Match gegen die starken und kompakten Breisgauer dürfte zu einer Charakterfrage werden. Schaffen die Bayern es nach der großen Enttäuschung gegen Inter, den Schalter umzulegen? "Dieser Stachel sitzt sehr tief", gab Gomez nach dem Abpfiff offen zu, "alles ist vorbei."

Saisonziel Platz drei

"So ein Spiel wird sicherlich Spuren hinterlassen", fürchtet Rummenigge einen Leistungseinbruch. "Ich hoffe, dass wir zumindest das noch erreichen, was wir brauchen: die Qualifikation zur Champions League. Das wird schwer genug." Sollte es schief gehen in Freiburg, dürfte über den Trainer erneut nachgedacht werden. Dass es im März für den FC Bayern nur noch um Platz drei in der Bundesliga geht, hat es auch schon lange nicht mehr gegeben.

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