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Taktikfuchs Rangnick knackt Inter Mailand

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Champions League - Viertelfinale  

Rangnick findet den Schlüssel zum Sieg

06.04.2011, 06:43 Uhr | t-online.de

Taktikfuchs Rangnick  knackt Inter Mailand. Unter dem neuen Coach Ralf Rangnick spielt Schalke wie verwandelt. (Foto: dpa)

Unter dem neuen Coach Ralf Rangnick spielt Schalke wie verwandelt. (Foto: dpa)

Aus Mailand berichtet Markus Polak

Ruhig und zurückhaltend erschien Ralf Rangnick nach dem sensationellen 5:2-Auswärtserfolg seines FC Schalke 04 beim Champions-League-Titelverteidiger Inter Mailand zur Pressekonferenz. Erleichterung oder überschwängliche Freude suchte man in seinem Gesicht vergeblich. "Es hat sich ausgezahlt, dass wir eine offensivere Aufstellung gewählt haben. Dass wir hinten Chancen zulassen mussten, war klar. Aber nur so konnten wir auch vorne zu Chancen kommen", analysierte Schalkes Chef-Trainer ganz sachlich. "Wir haben einen guten Schritt gemacht, aber keinen endgültigen."

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Rangnick stapelt tief

Nach dem grandiosen Sieg in Mai- land hält sich der Coach zurück - und denkt bereits an den VfL. Video

Gänzlich unerwartet kam der Triumph im Hexenkessel von San Siro für Rangnick dann aber doch nicht, auch wenn er seiner Mannschaft im Vorfeld der Partie nur eine Außenseiterchance einräumte. "Dafür, dass wir erst so kurz miteinander trainieren konnten, hat die Mannschaft bisher sehr große Schritte gemacht", sagte der 52-Jährige nach dem denkwürdigen Spiel seiner Elf. "Das hat das Team auch selbst gemerkt."

Ein Team statt elf Einzelkönner

Es ist ein neues Selbstbewusstsein, das der ehemalige Coach der TSG 1899 Hoffenheim seinen Akteuren derzeit einpflanzt. "Die Psyche spielt dabei eine ganz große Rolle", betonte Rangnick. Die Mannschaft lernt aus ihren Fehlern, setzt die Forderungen ihres Trainers einfach schneller um, als noch unter Felix Magath. In den letzten eineinhalb Wochen formte Rangnick aus einer verunsicherten Mannschaft ein funktionierendes Team.

Rangnicks Schachzüge gehen auf

Seine Handschrift war bereits deutlich erkennbar. Ob es nun der aus der Not geborene Schachzug war, Jose Manuel Jurado gegen Inter im defensiven Mittelfeld neben Kyriakos Papadopoulos aufzubieten, oder die Berufung des Brasilianers Edu in die Sturmspitze. Rangnick ist auf Schalke der Vater des Erfolgs. "Wenn wir von Edu etwas haben wollen, war für mich klar, dass er vorne im Zentrum spielen muss", sagte der Coach über seinen Doppel-Torschützen. Die Schalker wirkten jedenfalls locker wie lange nicht mehr, spielten völlig befreit auf. Die Ausfälle von Peer Kluge (Bauchmuskelfaserriss), Mario Gavranovic (Syndesmosebandriss) und Christoph Metzelnder (Nasenbeinbruch) steckte das Team bestens weg.

Schalke zeigt Moral

Wenn Rangnick Anweisungen erteilt, sind dieses stets deutlich. Er fordert viel von seinen Spielern, bleibt dabei aber in gewisser Art und Weise charmant. Er ist nicht der Typ, der sich bei einem Gegentreffer mit einem süffisanten Lächeln in seiner Trainerbank vergräbt. Er treibt sein Team nach vorne, bringt die Spieler dazu, an sich zu glauben. So auch in Mailand. "Dass wir einen so frühen Rückstand aufgeholt haben und zwei Mal zurückgekommen sind, das spricht für die Mannschaft", lobte Rangnick sein Team, obwohl hier auch dem Trainer ein Lob gebührt hätte.

Frühes Stören der Schlüssel zum Erfolg

Die Art, den Gegner unter Druck zu setzen, wenn dieser in Ballbesitz ist, ist ein Markenzeichen Rangnicks. Bereits in Hoffenheim forderte er gebetsmühlenartig das frühe Pressing gegen den Ball. Gegen Inter war dieses Forechecking einer der Schlüssel zum Erfolg. Dass man einen Weltklasse-Fußballer wie beispielsweise Wesley Sneijder nur selten zu einhundert Prozent aus dem Spiel nehmen kann, ist bekannt. Durch aggressives Zusetzen im richtigen Moment kann man einem solchen Ausnahmekönner aber durchaus den Spaß am eigenen Spiel verderben, was den Schalkern in Mailand exzellent gelang.

Farfan muss im Rückspiel zuschauen

Einziger Wermutstropfen einer magischen Nacht ist die Gelbe Karte für Jefferson Farfan unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff. Es war seine fünfte im laufenden Wettbewerb, sodass der Peruaner den Königsblauen im Rückspiel am 13. April nicht zur Verfügung stehen wird. Seine Tempodribblings werden den Knappen ganz besonders fehlen. "Ich hätte ihn lieber dabei. Das ist klar. Umso wichtiger war es, dass er in der zweiten Halbzeit eine deutliche Steigerung gezeigt hat. In der ersten Halbzeit war ich nicht so zufrieden", sagte Rangnick über die Leistung seines Schützlings.

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Rückenwind für die Bundesliga?

Schalkes neuer Coach scheint jedenfalls den richtigen Zugang zum Team gefunden zu haben. Einem Vergleich mit seinem Vorgänger geht Rangnick dabei bewusst aus dem Weg. "Jeder Trainer hat seinen eigenen Stil. Magath war sehr erfolgreich bisher, auch auf Schalke. Es macht jetzt keinen Sinn, das zu vergleichen", sagt er. Stattdessen soll die gute Stimmung aus Mailand mit in die Bundesliga genommen werden. "Das gibt zusätzlichen Rückenwind, den wir jetzt nutzen wollen." Bereits am kommenden Wochenende steht nämlich eine Partie auf dem Programm, die brisanter nicht sein könnte. Magath kehrt mit dem VfL Wolfsburg zurück in die Schalker Veltins-Arena. Spätestens dann wird sich auch Rangnick nicht vor einem direkten Vergleich drücken können.

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