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Messi entscheidet den dreckigen Clasico

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Messi bringt Barcelona auf Finalkurs

27.04.2011, 20:42 Uhr | dpa

Messi entscheidet den dreckigen Clasico. Rudelbildung im Bernabeu: Real Madrid und Barcelona liegt wenig an einem sportlichen Wettkampf. (Foto: AP)

Rudelbildung im Bernabeu: Real Madrid und Barcelona liegt wenig an einem sportlichen Wettkampf. (Foto: AP)

Mit einem Doppelpack hat Weltfußballer Lionel Messi dem FC Barcelona beim 2:0 (0:0) im Hassgipfel bei Real Madrid den Weg ins Endspiel der Champions League geebnet. Der argentinische Superstar entschied den Klassiker-Marathon Real gegen Barcelona, Teil III, mit seinen Toren zehn und elf (76./87.) in der aktuellen Saison der Königsklasse. Damit verschaffte der Superstar seinem Team fast im Alleingang die perfekte Ausgangsposition für das Rückspiel am 3. Mai.

Reals Mesut Özil musste in dem unspektakulären Geduldsspiel mit zahlreichen hässlichen Fouls nach einer schwachen Leistung bereits zur Halbzeit raus. Der souveräne Schiedsrichter Wolfgang Stark war neben Messi bester Mann auf dem Platz. Er hatte die hitzige Partie sicher im Griff und verteilte zwei Rote Karten für Barcas Ersatzkeeper José Pinto (45.+2) und Reals Abwehr-As Pepe (61.).

Barcelona lässt sich auf Reals Niveau herab

Der dritte von vier Clasicos innerhalb von zweieinhalb Wochen hatte vor 71.000 Zuschauern im Bernabéu-Stadion mit Gourmetfußball überhaupt nichts zu tun. Barca setzte auch ohne den verletzten Feingeist Andres Iniesta auf seinen bewährten Ballbesitzfußball, übernahm schnell die Initiative, verfing sich aber immer wieder im dichten Defensivnetz der Königlichen. Real beschränkte sich auf taktisch disziplinierte Abwehrarbeit und fand in der Offensive nicht statt. Einzige Sehenswürdigkeiten der ersten halben Stunde waren der knapp verzogene Schuss von Barcelonas Stürmer David Villa (11.) aus 18 Metern und die Möglichkeit von Xavi (25.), der nach einem tollen Pass von Lionel Messi aus acht Metern an Real-Keeper Iker Casillas scheiterte.

Die Strategie von Reals Coach José Mourinho riss sogar das heimische Publikum zu Pfiffen hin. Spaniens Rekordmeister wollte den Erzrivalen zermürben und dann mit zunehmender Spieldauer das eigene Offensivpotenzial ausspielen. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte wären die Gastgeber für ihre passive und destruktive Spielweise sogar fast belohnt worden. Barcas Torhüter Victor Valdes konnte den flatternden Distanzschuss von Cristiano Ronaldo nur mit Mühe abklatschen - der blasse Özil wurde beim Nachfassen aus guter Position zurecht wegen Abseits zurückgepfiffen. Barcelona ließ sich im ersten Durchgang auf Reals Niveau herab und nahm den Kampf an. Die Katalanen spielten ebenfalls hart an der Fairnessgrenze und fiele durch vielfaches Lamentieren auf.

Rot im Kabinengang, Mourinho muss auf die Tribüne

Sekunden nach dem Halbzeitpfiff hatte Wolfgang Stark die kniffligste Situation der gesamten Partie zu lösen. Bei Wortgefechten und Handgreiflichkeiten zwischen beiden Teams verlor Reservespieler Pinto die Nerven, ging einem Gegenspieler an die Wäsche und wurde von Stark noch in der Pause mit einer Roten Karte bestraft.

Ein Vergnügen war die Begegnung aber auch in den zweiten 45 Minuten nicht. Die Katalanen, als Tabellenführer der Primera Division schon acht Punkte vor Real und damit vor dem 21. Meistertitel, fanden zunächst keine offensiven Antworten auf das Abwehrsystem der Madrilenen. Nach dem Platzverweis für Pepe (62.) stellte Real selbst die kleinsten Offensivbemühungen ein. Auch der aufgeregte Real-Coach Mourinho (62.) musste wegen einer Unbeherrschtheit auf die Tribüne. Villa und Pedro vergaben in der 68. Minute klare Möglichkeiten für die Gäste, ehe Messi mit seinem 51. und 52. Pflichtspieltreffer dieser Saison zum Matchwinner avancierte.

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