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Champions League: Real Madrid reagiert mit Gegenklage auf Anzeige des FC Barcelona

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Real reagiert mit Gegenklage auf Barca-Anzeige

29.04.2011, 10:54 Uhr | t-online.de, dpa

Champions League: Real Madrid reagiert mit Gegenklage auf Anzeige des FC Barcelona. Rudelbildung in Perfektion beim Clasico. (Foto: imago)

Rudelbildung in Perfektion beim Clasico. (Foto: imago)

Die dritte Auflage des El Clasico war auf dem Platz ein Hassgipfel. Nach dem Ende des skandalträchtigen Hinspiels im Champions-League-Halbfinale gehen die Nickligkeiten zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid weiter. Madrid hat nach den Vorfällen während und nach der Partie mit einer Gegenklage auf eine Anzeige des Erzrivalen aus Katalonien reagiert. "Beide Vereine lassen den Krieg eskalieren", titelte die Zeitung "El Periodico de Catalunya".

Nach der 0:2-Niederlage reichte Real bei der Europäischen Fußball-Union UEFA eine formelle Beschwerde wegen "wiederholten unsportlichen Verhaltens" ein. Zuvor hatte Barcelona Real-Trainer Jose Mourinho wegen dessen umstrittener Äußerungen angezeigt. Mourinho hatte mit Verschwörungstheorien und Verbalattacken für einen Skandal gesorgt. Die UEFA leitete selbst gegen beide Klubs Disziplinarverfahren ein.

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Trockenes Grün verärgert Barca

Doch nicht nur die Äußerungen von Mourinho stießen Barcelona bitter auf. Der Klub beschwerte sich in einem offiziellen Statement außerdem darüber, dass die Madrilenen nicht, wie zuvor vereinbart, den Rasen im Bernabeu gewässert hatten und über die Lautsprecher keine Ansagen in Katalanisch gemacht wurden. Barcelonas Vizepräsident Carles Vilarrubi warnte vor einem "ernsthaften institutionellen Konflikt zwischen beiden Klubs".

Mourinho droht längere Sperre

Der Portugiese wird wegen seiner Unbeherrschtheit automatisch für das Rückspiel gesperrt. Dies bestätigte die UEFA. Eine längere Sperre ist möglich, der Verband hat mittlerweile ein Disziplinarverfahren gegen den Coach eröffnet. Dies hinderte den Real-Coach jedoch nicht, weiter nachzulegen. "Wenn wir im Rückspiel zufällig ein Tor schießen, dass die Runde nochmal offen hält, dann wird die UEFA uns sicher nochmal killen. Sie töten uns nochmal." Er hatte sich nach der Partie vor allem über die Leistung von Referee Stark empört: "Warum hat er in einem ausgeglichenen Spiel so gehandelt, wie er es getan hat? Wenn ich zum Schiedsrichter und zu der UEFA sagen würde, was ich denke und fühle, würde meine Karriere heute enden", sagte Mourinho.

Heftiger Gegenwind für Real-Coach

Prominente Kollegen versagten Mou bei seinem Kreuzzug gegen Barcelona indes ihre Unterstützung. Carlo Ancelotti, italienischer Trainer des früheren Mourinho-Clubs FC Chelsea, erklärte: "Ich glaube an keine Verschwörung, im Fußball kann es auch Fehlentscheidungen geben". Arsenal-Coach Arsene Wenger sieht es ähnlich. "Barcelona hatte diese Saison vielleicht bei einigen Entscheidungen Glück, aber das passiert", meinte der Franzose aus London. Im Internet forderten sogar viele Real-Fans, Mourinho müsse endlich "gestoppt" werden. Und der Präsident des Spanischen Olympischen Komitees (COE), Alejandro Blanco, klagte: "Mourinho hat alle Werte des Vereins über Bord geworfen". Die Pressekonferenz des Trainers nach dem Spiel sei "grotesk" gewesen.

Befürchtungen für das Rückspiel

Real bewertete die Geschehnisse etwas anders. "Die Spieler von Barcelona haben ständig Aggressionen mit dem einzigen Ziel vorgetäuscht, den Schiedsrichter zu Fehlentscheidungen zu verleiten, was zu der offensichtlich ungerechten Entscheidung geführt hat, unseren Spieler Pepe des Platzes zu verwiesen", schrieb der spanische Klub in einer Mitteilung. Nun sorgt man sich in Spanien um die zweite Partie in Barcelona am kommenden Dienstag (ab 20.30 Uhr im Live-Ticker bei t-online.de). "Das Klima wird kriegerisch", schrieb die Zeitung "Publico".

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