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Guardiola will noch ein Jahr beim FC Barcelona bleiben

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Guardiola: "Will noch ein Jahr weitermachen"

29.05.2011, 11:20 Uhr | sid, t-online.de, dpa

Guardiola will noch ein Jahr beim FC Barcelona bleiben . Barcelonas Gerard Pique schnappt sich das Tornetz als Souvenir. (Foto: imago)

Barcelonas Gerard Pique schnappt sich das Tornetz als Souvenir. (Foto: imago)

Der spanische Meister FC Barcelona hat seine herausragende Saison mit dem Gewinn der Champions League gekrönt. Die Katalanen feierten im Londoner Wembley-Stadion nach einer wahren Fußball-Gala gegen den englischen Titelträger Manchester United nach 1992, 2006 und 2009 den vierten Landesmeister-Cup der Vereinsgeschichte. Trainer Josep Guardiola wurde von seinen Spielern umringt, auf Händen getragen und wieder und wieder in die Luft geworfen. Seit Juni 2008 trägt er die Verantwortung für die spektakulärste Mannschaft der Welt. Der 3:1-Sieg gegen ManUnited bedeutete den Königsklassen-Triumph Nummer zwei und den zehnten Titel insgesamt für Guardiola. "Er ist ein sensationeller Typ", sagte Barcas Dani Alves.

Die siegestrunkenen Spieler zappelten, tanzten und hüpften vor dem rot-blauen Fahnenmeer, Barcas Innenverteidiger Gerard Pique ließ sogar das gegnerische Tornetz als Souvenir mitgehen. "Campeones, campeones", sangen die Fans des neuen Champions-League-Gewinners. Der Architekt dieses Fußball-Wunderwerks aus Katalonien beobachtete die Szenerie nach dem sagenhaften Feuerwerk gegen Manchester United im Londoner Wembley-Stadion zunächst aus der Ferne. (Schwere Krawalle nach Champions-League-Sieg in Barcelona)

Guardiola: "Verspüre noch Leidenschaft"

Dieser Typ, der Barca lebt und liebt wie kaum ein anderer in diesem Verein, ist noch nicht satt und ausgelaugt. Im April versetzte Guardiola die halbe Fußball-Welt mit seiner Aussage "Meine Zeit in Barcelona neigt sich dem Ende zu" noch in Aufruhr, viele fürchteten den Abgang ihres Aushängeschilds schon nach dieser Saison.

Doch nach dem Spiel, tief unten im Bauch des Fußball-Tempels im Norden Londons, sagte der Mann mit den tiefliegenden dunklen Augen und dem immer schütterer werdenden Haar eher beiläufig: "Ich habe die Absicht, auf alle Fälle noch ein Jahr weiterzumachen und meinen Vertrag zu erfüllen. Ich verspüre noch die nötige Leidenschaft." Er sei so glücklich, Trainer dieser Spieler zu sein. Doch es sei auch kein einfacher Job.

Barcelona dominiert seinen Gegner

Im ungleichen Duell gegen das bedauernswerte Manchester hatte er sich nach 20 Minuten erstmals von der Bank erhoben und seine Profis von der Coaching Zone aus lautstark nach vorne dirigiert. Angespannt verfolgte der Denker und Stratege das Geschehen auf dem Rasen, erst nach dem Zaubertor von David Villa in den Winkel zum 3:1 (69.) huschte das erste erleichterte Lächeln über das Gesicht Guardiolas.

Ferguson: "Noch nie so verprügelt worden"

20 Minuten vor Schluss war auch dem lautesten englischen Fan unter den 87.695 berauschten Zuschauern klar, dass es an diesem Abend nur einen Sieger geben konnte. "Wir haben niemanden zurechtgestutzt", versuchte Guardiola zu relativieren. "Ein so starkes Team wie Manchester United zu schlagen, ist nicht selbstverständlich. Die Art und Weise, wie wir gewonnen haben, macht mich besonders stolz."

Sein Gegenüber Alex Ferguson hatte ihm nach dem Schlusspfiff kräftig auf die Schulter geklopft und gesagt: "Barca ist die beste Mannschaft, die es zur Zeit gibt. Der Fußball ist zum Genießen." Doch der 69-Jährige, der Manchester seit 25 Jahren betreut, ging sogar noch weiter: "Es ist das beste Team, gegen das wir jemals gespielt haben. Ich nehme das hin, auch wenn es mir nicht leicht fällt. Niemand hat uns jemals so verprügelt. Sie genießen den Fußball", sagte Ferguson. "Ihr Mittelfeld und Lionel Messi haben uns hypnotisiert", so Ferguson weiter.

"Wir sind verheerend"

Matchwinner Messi vergaß im Gefühl des Triumphes für einen Moment sogar seine gewohnte Zurückhaltung. "Wir waren in allen Belangen überlegen. An dieses Spiel wird man sich noch lange erinnern. Was diese Mannschaft anstellt, ist verheerend", sagte der Weltfußballer.

Puyol überlässt Abidal die Kapitänsbinde

Der Abend wurde zudem nur durch eine kleine Geste gekrönt. Es war nicht der etatmäßige Barca-Kapitän Carles Puyol und auch nicht der abendliche Anführer Xavi, der in der Londoner Kathedrale des Fußballs die silberne Henkeltrophäe als Erster berühren durfte. Eric Abidal hatte plötzlich die gelbe Binde am Oberarm und bekam auf der Tribüne des Wembley-Stadions von UEFA-Präsident Michel Platini den Pokal für den neuen Champions-League-Sieger FC Barcelona überreicht.

"Man darf nicht vergessen, dass unsere Spieler auch Menschen sind. Und gerade nach so einem Spiel darfst du den menschlichen Aspekt nicht vergessen. Das war eine ganz große Geste von Carles", sagte Guardiola sichtlich bewegt."

Abidal: "Bin so dankbar"

Noch vor wenigen Wochen hatte der 31 Jahre alte französische Nationalspieler Abidal wegen einer Krebserkrankung um sein Leben gerungen, jetzt durfte er gegen ManUnited von Anfang an ran und feierte seinen größten sportlichen Erfolg. "Ich kann meine Gefühle nicht beschreiben", sagte der 1,86 Meter große Schlaks. "Es ist wunderbar. Ich bin so dankbar für diese Geste."

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