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Kostet van Gaals Erbe den FC Bayern 20 Millionen?

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"Alles so schwer, so schleppend"

16.08.2011, 06:50 Uhr | t-online.de

Kostet van Gaals Erbe den FC Bayern 20 Millionen?. Bastian Schweinsteiger und Co.: Gegen Wolfsburg gewonnen - aber Ruhe herrscht dennoch nicht. (Foto: imago)

Bastian Schweinsteiger und Co.: Gegen Wolfsburg gewonnen - aber Ruhe herrscht dennoch nicht. (Foto: imago)

1:0 gewonnen und doch kommt der FC Bayern nicht zur Ruhe. Der Last-Minute-Erfolg in der Bundesliga beim VfL Wolfsburg hat keinesfalls zur Beruhigung der Nerven an der Säbener Straße beigetragen. Kein Wunder: Die Art und Weise erinnert immer noch viel zu sehr an die zuletzt erfolglose Zeit unter Ex-Coach Louis van Gaal. Vom Tempo-Fußball à la Borussia Dortmund ist der deutsche Rekordmeister noch meilenweit entfernt. Rund drei Monate nach der Trennung vom exzentrischen Niederländer scheint sein Vermächtnis immer noch drohend wie ein Damoklesschwert über dem Klubgelände zu schweben.

Keine Frage, die Nerven liegen blank beim FCB. Im Heimspiel (Mittwoch ab 20.30 Uhr im Liveticker von t-online.de) gegen den FC Zürich müssen Mario Gomez und Co. einen ordentlichen Vorsprung herausschießen, um sechs Tage später im Rückspiel beim Schweizer Vize-Meister nicht den Traum vom Heim-Finale am 19. Mai 2012 in der Allianz Arena zu verspielen, bevor die Königsklasse so richtig losgegangen ist.     

Ballbesitz wie zu van Gaals Zeiten

Doch wie sollen die Tore fallen? Bei der 0:1-Heimpleite gegen Gladbach und auch in Wolfsburg agierte das Team von Jupp Heynckes behäbig im Spielaufbau, ohne Esprit und Durchschlagskraft nach vorne. Bis der Schalter bei Ballbesitz auf Offensive umgelegt worden ist, hatte sich der Gegner bereits bestens sortiert. Torchancen Mangelware, dafür aber wirkungslose 60 Prozent Ballbesitz. Fast wie zu Zeiten van Gaals. "Alles so schwer, so schleppend", klagte Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

"Es dauert ein paar Wochen, bis man das raus hat", sagte Lahm über den Fußball, den van Gaal den Akteuren in knapp zwei Jahren eingebimst hatte. Beim Niederländer ist Ballbesitz alles, wird der Querpass dem steilen Anspiel zu oft vorgezogen und Tempowechsel haben Seltenheitswert. Bis Heynckes seinen Spielern das blitzschnelle Umschalten und direkte Spiel in die Spitze beigebracht hat, dürfte es wohl noch eine Weile dauern.

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Gomez: "Müssen eine Lösung finden"

Der Bayern-Coach gab immerhin zu, in den vergangenen Wochen vor allem auf das Abstellen der im Vorjahr teilweise haarsträubenden Fehler in der Defensive hingearbeitet zu haben. Die Offensive habe er "vielleicht ein bisschen vernachlässigt". Angreifer Gomez flehte daher: "Wir müssen schauen, dass wir da eine Lösung finden." 

Hätte der FC Bayern den Auftakt gegen Gladbach nicht so kläglich in den Sand gesetzt, alles wäre wie erwartet. Jedem war vor der Saison klar, dass man sich in den ersten Spielen durchmogeln müsse, bis die Mechanismen greifen. Immerhin wirkt die Defensive bereits deutlich stabiler als unter van Gaal. Doch plötzlich hakt es im Angriff. Zwar kehrt mit Arjen Robben nach auskurierten Rückenproblemen ein Top-Star zurück, doch auch er blieb gegen Gladbach ungewohnt blass, als alleinigen Heilsbringer darf man den Niederländer also nicht betrachten.

Der FC Zürich ist kein Top-Gegner

Immerhin haben sich die Bayern noch ihre Mia-san-Mia-Mentalität erhalten. "Es ist ein Endspiel", betonte Olic. Sorgen macht er sich jedoch nicht, Zürich sei "kein Topgegner". "Wenn wir die nicht schlagen, haben wir in der Champions League nichts verloren", tönte Sportdirektor Christian Nerlinger. Das mag alles stimmen. Allerdings waren Gladbach und Wolfsburg ebenfalls keine Top-Gegner. Beide Klubs spielten in der vergangenen Saison bis zuletzt gegen den Abstieg.

Ein Ausscheiden in der Champions-League-Qualifikation würde dem FC Bayern nicht nur den Traum vom Endspiel im eigenen Stadion berauben, sondern auch rund 20 Millionen Euro Einnahmen aus der Gruppenphase. Es wären wohl van Gaals letzte "Liebesgrüße" Richtung München.

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