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Bayern spazieren in die Königsklasse

23.08.2011, 22:33 Uhr | t-online.de

FC Bayern spaziert in die Königsklasse.  (Quelle: dapd)

Phillip Lahm (li.) und Franck Ribery (re.) beglückwünschen den Torschützen Mario Gomez. (Quelle: dapd)

Nach einem frühen Tor von Mario Gomez ist Stammgast Bayern München im Schongang in die Champions League spaziert. Nach dem 2:0 im Hinspiel besiegte der deutsche Fußball-Rekordmeister den FC Zürich auch auswärts mit 1:0 (1:0) - und das ohne den angeschlagenen Arjen Robben. Schon in der siebten Minute war Torjäger Gomez vor 23.600 Fans im ausverkauften Letzigrund erfolgreich. Nach dem Traumstart war der mit Einnahmen von mindestens 20 Millionen Euro verbundene Einzug in die europäische Königsklasse besiegelt.

Bei der Auslosung am Donnerstag in Monaco werden die Bayern in Topf eins gesetzt sein. Sie können damit nicht schon in der Gruppenphase auf Titelverteidiger FC Barcelona, Real Madrid oder die englischen Topteams Manchester United und FC Chelsea treffen. In den übrigen Lostöpfen warten aber so starke Konkurrenten wie der AC Mailand und Manchester City. Mit dabei sind auch der deutsche Meister Borussia Dortmund und Vizemeister Bayer Leverkusen.

Robben muss passen

Die Bayern liefen in Zürich ohne Robben auf, der wegen einer Schambeinentzündung geschont wurde. "Wenn er hätte unbedingt spielen müssen, hätte ich ihn eingesetzt", erklärte Trainer Jupp Heynckes vor der Partie, für die Kapitän Philipp Lahm gefordert hatte: "Wir wollen schnell ein Tor machen - dann ist Ruhe."

Gesagt, getan: Der an Robbens Stelle auf dem rechten Flügel stürmende Thomas Müller schüttelte nach Zuspiel von Toni Kroos beim ersten konstruktiven Bayern-Angriff Bewacher Ricardo Rodriguez ab und bediente den frei stehenden Gomez, der aus 14 Metern im Stil eines Torjägers flach mit links einschob. Im Hinspiel hatte Gomez, in der Vorsaison mit acht Treffern bester Münchner Schütze in der Königsklasse, noch mehrere Großchancen ausgelassen.

Ex-Herthaner gibt Warnschuss ab

Nach dem Rückstand hätten die Gastgeber, die durch Ex-Herthaner Amine Chermiti (5.) den ersten Warnschuss abgegeben hatten, vier Tore für das Weiterkommen erzielen müssen. Schiedsrichter Laurent Duhamel aus Frankreich hätte aber getrost abpfeifen können. Die Züricher wirkten demoralisiert und besaßen nicht die Mittel, um für echte Gefahr zu sorgen. Bis zur Halbzeit musste Manuel Neuer nur einen Rodriguez-Freistoß unorthodox wegboxen (24.). Als rechten Verteidiger bot Heynckes erstmals Jérôme Boateng auf, der dort eine Alternative für den pausierenden Rafinha sein könnte.

Bei Temperaturen um die 30 Grad wollten die Bayern vor allem zum fünften Mal im sechsten Saisonspiel ohne Gegentor und unverletzt über die Runden kommen. Gomez griff sich jedoch an den Oberschenkel, nachdem er an Torwart Johnny Leoni gescheitert war (45.) und das Leder nach dem folgenden Eckball allein vor Leoni über die Latte setzte. Für den gefährlichsten Münchner, der nach ersten Angaben eine Verhärtung erlitt, kam zur zweiten Hälfte Nils Petersen, nachdem sich am Samstag bereits Ivica Olic verletzt hatte.

Ribéry wirbelt auf dem Flügel

Neuzugang Petersen verfehlte bei der frühzeitigen Dusche im einsetzenden Gewitterregen mit einem Direktschuss das Tor (59.) und scheiterte später an Torhüter Leoni (75.), der bester Schweizer war. Sonst sorgte nur der agile Franck Ribéry für Unterhaltung in dem besseren Testspiel, ließ aber auch die letzte Präzision vermissen. Das Nachsitzen in der Qualifikation lohnte sich für den FC Bayern immerhin finanziell. UEFA-Prämie und Heimspiel-Einnahmen summieren sich für den Rekordmeister auf rund fünf Millionen Euro.

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