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FC Bayern: Die erfolgreichste Butterfahrt aller Zeiten

24.08.2011, 06:49 Uhr | t-online.de

FC Bayern: Die erfolgreichste Butterfahrt aller Zeiten. Franck Ribéry hat mit dem FC Bayern die Champion-League-Qualifikation erfolgreich überstanden. (Foto: Reuters)

Franck Ribéry hat mit dem FC Bayern die Champion-League-Qualifikation erfolgreich überstanden. (Foto: Reuters)

Aus Zürich berichtet Thomas Tamberg

Was hat Zürich mit Waging, Höslwang und Passau gemeinsam? Richtig! Einmal im Jahr tritt der FC Bayern im sogenannten "Traumspiel" gegen die eigenen Fans an. 16:2 siegte man in diesem Sommer gegen die Auswahl der beiden Fanclubs Red Bulls Taubenbach e.V. und Mia san mia Schalding e.V. Unter dem Arbeitstitel "Champions-League-Qualifikation" bestritten die Münchner beim FC Zürich schon wieder ein solches "Traumspiel". Zumindest was die Gegenwehr und Gastfreundschaft des Gegners betraf. Dank eines mühelosen 1:0 (1:0)-Erfolgs beim Schweizer Vize-Meister hat der FC Bayern zum 15. Mal in seiner Klub-Geschichte die Gruppenphase der Königsklasse erreicht.

Als Mario Gomez einen Konter über Toni Kroos und Thomas Müller bereits in der siebten Minute eiskalt zur Führung vollendete, war die Messe gelesen. Nach dem 2:0-Hinspielerfolg der Bayern hätte Zürich nunmehr vier Treffer erzielen müssen. "Damit haben wir dem Gegner den Stecker rausgezogen. Sie hatten sich etwas vorgenommen, aber die Hoffnung haben wir ihnen sofort genommen", sagte Philipp Lahm nach der Partie.

Das Schwierigste war, sich zu konzentrieren

Die restlichen 83 Minuten saßen die 23.600 Zuchauer im ausverkauften Letzigrund höflich ab und die 22 Mann auf dem Rasen bewegten sich ein wenig dazu. "Das Spiel war für den neutralen Beobachter nicht mehr so attraktiv. Das war irgendwo klar", gab Thomas Müller unumwunden zu. Lahm meinte gar, dass es das Schwierigste gewesen sei, nach dem 1:0 die Konzentration hochzuhalten. "Weil jeder Spieler weiß, dass die Sache gelaufen ist."

Schon lange hat der FC Bayern nicht mehr gegen eine Mannschaft gespielt, die in Hin- und Rückspiel so wenig Gegenwehr leistete, wie der FC Zürich. Egal was es war, der sogenannte "Stadtklub" wollte dem FC Bayern auf keinen Fall weh tun. Das deutete sich bereits im Vorwort der Stadionzeitung an. Dort brachte Zürich-Präsident Ancillo Canepa seine große Freude über das "Wunschlos" FC Bayern zum Ausdruck, "weil es für viele Schweizer der Lieblingsverein aus der Bundesliga ist." Für den 58-Jährigen ist er es ganz bestimmt, schließlich begrüßte er den Gast obendrein als "in vielerlei Hinsicht besten Verein Europas".

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Rätselraten um Robben

Nichts sollte an diesem warmen Sommerabend die Befindlichkeit der Bayern stören. Und so nutzte Trainer Jupp Heynckes die Gelegenheit, mit David Alaba, Anatoli Timoschtschuk und Nils Petersen im Laufe des Spiels der zweiten Reihe Spielpraxis zu verleihen. Bereits zuvor überraschte der Coach mit der Maßnahme, Rafinha auf der Bank zu lassen und dafür Jerome Boateng auf der rechten Außenbahn einzusetzen. Dafür spielte Daniel van Buyten wieder in der Innenverteidigung.

Arjen Robben kam überhaupt nicht zum Einsatz. Ihn plagen angeblich Rückenschmerzen und eine Schambeinentzündung. "Ich denke, dass er am Samstag wieder von Anfang an spielen kann", sagte zwar Heynckes. Doch Zweifel bleiben. Die Wehwehchen beim Niederländer häufen sich. Dagegen dürfte die Oberschenkelverhärtung, die sich Gomez kurz vor der Pause zugezogen hat, bis zum Spiel in Kaiserslautern auskuriert sein. "Der Doktor hat gesagt, dass wir das hinbekommen", so der Goalgetter.

Petersen ist noch nicht soweit

Die Lehren aus dem Personalkarussell sind indes schnell gezogen. Boateng macht auch auf der rechten Außenverteidigerposition eine tolle Figur, van Buyten hat immer noch gewaltige Schwächen im Spielaufbau und Kroos, der wieder hinter der einzigen Spitze Gomez ran durfte, blieb indes erneut blass. Alaba und Timoschtschuk sind brauchbare Alternativen, mehr aber nicht.

Nils Petersen, der nach der Pause für Gomez kam, braucht noch eine Weile, bis er für den FC Bayern eine echte Verstärkung sein kann. Dass Ivica Olic verletzungsbedingt sechs bis acht Wochen ausfallen wird und Petersen noch nicht soweit ist, befeuert die jüngsten Transfergerüchte, ebenso wie die Dünnheutigkeit des Sportdirektors Christian Nerlinger, bei Nachfragen zu diesem Thema. Noch mauern die Verantwortlichen.

Ribéry zaubert

Mauern ist für Franck Ribéry dagegen ein Fremdwort. Wer bis dato nicht wusste, warum der 28-Jährige in München der unumstrittene Publikumsliebling ist, weiß es jetzt. Während seine Kollegen nach sieben Minuten gleich mehrere Gänge zurückschalteten, drehte der Franzose im Laufe des Spiels immer mehr auf. Sämtliche Offensivakzente der Bayern setzte der kleine Dribbelkünstler und unterhielt die dankbaren Zuschauer wenigstens mit diversen Kabinettstückchen und Solo-Läufen.

Doch es muss nicht immer Samba sein. In diesem Spiel stand vor allem das Weiterkommen im Mittelpunkt. "Wir müssen nicht die Medien befriedigen, sondern die Champions League erreichen", sagte Gomez treffend. Dadurch sind dem Klub 20 Millionen Euro mindestens garantiert. Nicht schlecht für eine Butterfahrt. Außerdem haben die Züricher Fans hin und wieder "scheiß FC Bayern gesungen". So etwas hätte es bei einem echten Traumspiel des Rekordmeisters nie gegeben.

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