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Borussia Dortmund feiert kleines Happy-End in der Champions League

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Borussia Dortmund feiert kleines Happy-End

14.09.2011, 08:03 Uhr | t-online.de

Borussia Dortmund feiert kleines Happy-End in der Champions League. Kevin Großkreutz hat mit Borussia Dortmund zu alter Dynamik gefunden. (Quelle: imago)

Kevin Großkreutz hat mit Borussia Dortmund zu alter Dynamik gefunden. (Quelle: imago)

Aus Dortmund berichtet Patrick Brandenburg

Diesen Abend wird Ivan Perisic wohl so schnell nicht vergessen. Mit einem sensationellen Volley aus gut zwanzig Metern bewahrte der Joker Borussia Dortmund in nahezu letzter Minute vorm Fehlstart in die Champions League. Mit seinem ersten Pflichtspieltor für den BVB entfachte der Kroate einen Orkan der Begeisterung im früheren Westfalenstadion.

Doch noch ein 1:1 gegen Arsenal London, das Minimalziel erreicht: Dieses Mini-Happy-End gegen den Favoriten der Gruppe F hatte sich der Deutsche Meister wirklich verdient. Mehr noch als der spät erkämpfte Punkt dürfte Trainer Jürgen Klopp freuen, dass sein Team nach mäßigem Ligastart auf europäischer Ebene zum spektakulären Alles-raushauen-Spielstil zurückgefunden hat. 

Götze sorgt für Sturmwirbel

"Das ist unsere Art, Fußball zu spielen", sagte ein zufriedener Klopp nach seinem ersten Auftritt überhaupt in der Königsklasse und Dortmunds Comeback in diesem Wettbewerb nach über acht Jahren Pause. "Wir waren extrem leidenschaftlich, extrem defensivstark, mit einer flexiblen Offensive." 10:4 betrug am Ende das Chancenverhältnis zugunsten der Borussia, die Arsenal kaum zur Entfaltung kommen ließ und selbst in der ersten Halbzeit ein regelrechtes Feuerwerk abbrannte. So kamen Kevin Großkreutz, Shinji Kagawa und Robert Lewandowski zu allergrößten Tormöglichkeiten. "Da waren wir sehr dominant", sagte Mario Götze, dem der frühe Sturmwirbel besonders zu verdanken war. Der in der Bundesliga weiter gesperrte Shooting-Star zeigte mit tollen Tricks und klasse Anspielen, wie wichtig, beinahe unersetzlich, er fürs BVB-System geworden ist und warum Gäste-Trainer Arsene Wenger ihn für den besten deutschen Nachwuchsspieler hält.

Kagawa im Aufwärtstrend

Aber auch Götzes Nebenleute spielten stark formverbessert. Shinji Kagawa etwa, der einen klaren Aufwärtstrend gegenüber der Bundesliga zeigte. Der Schlüssel im Spiel der Borussia war aber, dass die Elf bei gegnerischem Ballbesitz wieder zum laufintensiven Dauerpressing zurückfand und Arsenals Spieler zu zweit, manchmal auch zu dritt zu Ballverlusten zwang. Kein Wunder, dass die einstigen Hohepriester des One-Touch-Footballs irgendwie dachten, sie würden in den Spiegel schauen. "Jetzt wissen wir, wie sich andere Teams gegen uns fühlen, wenn wir in Topform sind. Ich hatte das Gefühl, als würden wir gegen uns selbst spielen", sagte Arsenals Co-Trainer Patrick Rice, der seinen gesperrten Chef Wenger zu vertreten hatte.  

Neben der Spielweise des BVB erinnerte allerdings auch die Chancenauswertung frappierend an die Vorsaison. Beinahe hätte diese dem BVB gleich zu Beginn des insgesamt nun siebten Auftritts in der Königsklasse die 50. Europapokal-Niederlage beschert. Denn statt souverän mit 3:0 gegen Arsenal zu führen, rannte das Team - wie zuletzt in der Europa League gegen Sevilla und Paris - trotz überlegener Spielweise plötzlich einem Rückstand hinterher.

Kehl: "Ich weiß, da habe ich Mist gebaut"

Das lag weniger an fehlender Cleverness und mangelnder internationaler Routine als an einem individuellen Patzer: "Ich weiß, da habe ich Mist gebaut", gab Kapitän Sebastian Kehl freimütig zu. Sein katastrophaler Fehlpass kurz vor der Pause ermöglichte die überraschende Führung der Gunners durch Robin van Persie, die das Spiel völlig auf den Kopf stellte. Doch im Gegensatz zu den unglücklichen Auftritten in der Europa League gelang dem BVB eine Klasse höher nun die erfolgreiche Aufholjagd und die Ehrenrettung seines Kapitäns, obwohl der BVB-Glanz im zweiten Durchgang stetig nachließ und zunehmend durch hartnäckiges, trotziges Stemmen gegen die Niederlage ersetzt wurde. "Wir haben in der Halbzeit gesagt, wenn wir unser Spiel durchziehen, spricht nachher keiner mehr von Sebastians Fehler", erklärte Klopp die besondere Halbzeitmotivation.

Und noch in einem letzten Punkt nahm der BVB an diesem Abend eine Anleihe an der Erfolgssaison. "Jetzt müssen wir nach Marseille. Olympique ist nach dem Auswärtssieg in Piräus Favorit", sagte Klopp und schob sein Team wieder in die Rolle des Außenseiters, der öffentlich keine Ziele ausgibt, sondern nur Punkte sammelt und dann mal schaut, was möglich ist. Damit war die Borussia zuletzt immer gut gefahren.

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