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Ballacks Tor-Premiere rettet die Stimmung bei Bayer Leverkusen

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Ballacks Tor-Premiere rettet die Stimmung

29.09.2011, 06:46 Uhr | t-online.de

Ballacks Tor-Premiere rettet die Stimmung bei Bayer Leverkusen. Michael Ballack freut sich über seinen Treffer für Bayer Leverkusen. (Quelle: dpa)

Michael Ballack freut sich über seinen Treffer für Bayer Leverkusen. (Quelle: dpa)

Aus Leverkusen berichtet Marc L. Merten

Eigentlich hätte das erste Heimspiel für Bayer Leverkusen in der Champions League seit über sechs Jahren ein großes Fußball-Fest werden sollen. Gegen den KRC Genk kehrte die so lange vermisste Königsklasse endlich wieder in die BayArena zurück. Doch am Ende stand ein glanzloser und fast schon enttäuschender 2:0-Sieg, den die Bayer-Anhänger im Laufe der 90 Minuten mit teils gellenden Pfiffen untermalt hatten. Nur einem Spieler gegenüber waren die Fans an diesem Abend wohl gesonnen: Michael Ballack wurde nach dem Schlusspfiff ausgiebig mit Sprechchören gefeiert.

Der war zwar erst in der 80. Minute eingewechselt worden, hatte aber in der Nachspielzeit mit einem beherzten Volleyschuss doch noch das zweite Tor des Abends erzielt und so zumindest noch für einen halbwegs versöhnlichen Abschluss gesorgt. Ballack, der erst am Montag seinen 35. Geburtstag gefeiert hatte, wurde dann auch gebührend in der Fankurve empfangen. Und während die anderen Spieler schon in Richtung Kabine unterwegs waren, musste der Ex-Nationalspieler noch an den Zaun und sein Trikot den wartenden Fans zuwerfen.

Dutt: "Für uns war alleine das Ergebnis entscheidend"

Dennoch entsprach der warme Applaus für Ballack so gar nicht der Stimmung, die bis dahin im nicht ausverkauften Stadion geherrscht hatte. Der Grund dafür war eine total verunsicherte Werkself, die nach drei Niederlagen in Folge ohne jedes Selbstbewusstsein gegen die Belgier agierte. "Die Spieler waren nicht bereit, Risiko zu gehen", sagte Bayer-Coach Robin Dutt nach dem Spiel. "Das hat natürlich mit dem Kopf zu tun, da haben die letzten Ergebnisse eine Rolle gespielt." Die Folge waren tempoarme Pässe im Spielaufbau, viele leichte Ballverluste und Fehler in den Laufwegen. Jedem einzelnen Spieler war anzumerken, dass "das Spiel am seidenen Faden hing", sagte Dutt.

Was die Fans erzürnte, war jedoch weniger der holprige Start in die Partie, als die Minuten nach dem Führungstreffer durch Lars Bender (30.). Der Youngster hatte zwar das erste längere Pfeifkonzert verstummen lassen. Vom anschließenden Jubel der Fans ließ sich die Mannschaft allerdings nicht anstecken. Im Gegenteil. Den Spielern schien noch weniger zu gelingen bei dem Gedanken, die einmal erzielte Führung wieder aus der Hand geben zu können. Statt nachzulegen, nahmen die Fehler zu. "Gerade nach dem 1:0 wollten die Fans Offensiv-Fußball sehen", sagte Dutt. "Und es ist ihr Recht, das einzufordern. Ich verstehe die Fans vollkommen. Aber für uns, das muss ich offen zugeben, war alleine das Ergebnis entscheidend."

Dutt bedankt sich bei Bayer und bei Ballack

Dass es gegen Genk aber um mehr als nur drei Punkte ging, merkte man den Spielern und dem Trainer gleichermaßen an. Dutt war die vollen 90 Minuten unter Strom, dirigierte, lobte und schimpfte an der Seitenlinie. Nur selten nahm er auf der Bank Platz, die meiste Zeit war er wie ein Tiger im Käfig in seiner Coaching Zone unterwegs. Er wusste, dass die Öffentlichkeit seine Arbeit zuletzt immer genauer unter die Lupe genommen hatte. Nach dem Spiel sah sich Dutt sogar genötigt, seinem Arbeitgeber zu danken. "Der Verein hat bewiesen, wie er in schwierigen Zeiten mit dem Team umgehen will: Rückschläge sind nicht ausgeschlossen", sagte Dutt. "Mit welcher Ruhe" der Klub in dieser kritischen Phase reagiert habe, habe ihm "sehr gut gefallen".

Dennoch war der Sieg im zweiten Champions-League-Gruppenspiel für Dutt wie für den gesamten Verein enorm wichtig. Entsprechend gelöst wirkte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Er trieb alle Spieler auf dem Platz zusammen, gab jedem die Hand und schickte sie dann in die Kurve zu den Fans. Auffallend herzlich fiel das Abklatschen mit Ballack aus. Ihn und umarmte Dutt und wusste, dass Ballacks Treffer ihn vor weiteren Pfiffen bewahrt hatte. "Ich freue mich für Michael", sagte Dutt anschließend nur. "Er hat das richtig gut gemacht." Das sahen auch die Fans so.

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