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FC Bayern nur mit Unentschieden in Neapel

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Bayern kommen nicht über Unentschieden hinaus

18.10.2011, 22:37 Uhr | t-online.de

FC Bayern nur mit Unentschieden in Neapel. Mario Gomez scheitert vom Elfmeterpunkt. (Quelle: dpa)

Mario Gomez scheitert vom Elfmeterpunkt. (Quelle: dpa)

Der FC Bayern München hat in der Champions League die ersten Punkte liegengelassen. Der deutsche Rekordmeister kam beim SSC Neapel nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Dabei hatte das Spiel für die Bayern mit einem Auftakt nach Maß begonnen.

Toni Kross traf bereits nach nicht einmal zwei Minuten. Doch in der 39. Minute mussten die Münchner dann den ersten Pflichtspiel-Gegentreffer seit dem 7. August hinnehmen. Holger Badstuber überwand Manuel Neuer mit einem Eigentor.

Klares Chancenplus für die Bayern

Die beste Gelegenheit zum Siegtreffer vor den 60.240 Zuschauern im ausverkauften Stadion San Paolo hatte Mario Gomez. Doch der Nationalspieler scheiterte in der 49. Minute mit einem schwach geschossenen Handelfmeter an Neapels Schlussmann Morgan de Sanctis. Allerdings war vor der Ausführung im Gesicht von Gomez ein grüner Punkt verursacht durch einen Laserpointer zu sehen. Die Bayern führen weiterhin die Tabelle in der Gruppe A mit sieben Punkten vor Neapel (5) an.

"Ich denke, aufgrund der zweiten Halbzeit wäre ein Sieg nicht unverdient gewesen", sagte Bayern-Trainer Jupp Heynckes nach der Partie angesichts eines Chancenverhältnisses von 15:2 für seine Mannschaft. "Bis zum 1:1 haben wir nicht eine einzige Torchance zugelassen. Dann haben wir sechs bis acht Minuten nicht gut ausgesehen, danach haben wir das Spiel wieder dominiert. Das Gegentor war natürlich unglücklich, aber mein Gott, wir können natürlich auch mal Fehler machen"

Führung nach 99 Sekunden

Nur drei Tage nach der furiosen Anfangsphase beim 4:0-Erfolg über Hertha BSC in der Bundesliga ließen es die Münchner auch am Fuße des Vesuvs krachen. Nach Hereingabe von Jérôme Boateng von der rechten Seite traf Kroos cool ins untere linke Eck. Gespielt waren da gerade mal 99 Sekunden.

Selbst den lange vor dem Spiel lautstark singenden und feiernden Tifosi verschlug es erstmal die Sprache. Denn die Rechnung von Bayern-Coach Jupp Heynckes ging zu Beginn auf: Über die Außenpositionen wollte er Neapels Dreier-Abwehrkette mit Defensivchef und SSC-Kapitän Paolo Cannavaro - Bruder des Ex-Weltfußballers Fabio Cannavaro - knacken.

Tatkräftige Mithilfe beim Ausgleich

Neun Minuten nach seinem zweiten Champions-League-Treffer tauchte Kroos erneut vor dem Kasten der Gastgeber auf, bekam diesmal nach Vorlage von Bastian Schweinsteiger den Ball aber nicht unter Kontrolle. Während vom gefürchteten neapolitanischen Angriff zunächst nichts zu sehen war, verpassten Torjäger Gomez mit einem Distanzschuss und Vorbereiter Boateng mit feiner Volleyabnahme, die Führung der Gäste auszubauen.

Wie aus heiterem Himmel und mit reichlich Münchner Mithilfe fiel der Ausgleich für die bemühten, aber keineswegs konsequent agierenden Gastgeber. Zuerst gab Kapitän Philipp Lahm auf der linken Abwehrseite keine gute Figur ab und ließ den agilen Christian Maggio zum Flanken kommen. In dessen flache Hereingabe rutschte Badstuber und fälschte den Ball unfreiwillig ins eigene Tor ab. Nationalkeeper Neuer war chancenlos, der Ball trudelte ins Netz.

Bayern nutzen ihre Chancen nicht

Die harte Prüfung in der hitzigen Atmosphäre Süditaliens war für die Bayern noch lange nicht beendet. Längst waren die Neapel-Fans auch wieder erwacht und peitschten die SSC-Profis nach vorn. Immer wieder musste die Partie, in der es allein in der ersten Hälfte fünf Gelbe Karten gab, nach Nickeligkeiten unterbrochen werden.

Die Bayern nutzten dann beste Chancen nicht, um erneut mit einem Blitzstart die Hausherren ins Hintertreffen zu bringen - wie Gomez beim Handelfmeter, nachdem Cannavaro einen Schweinsteiger-Schuss auch an den Arm bekommen hatte. Möglicherweise durch einen Laserpointer irritiert, schoss Gomez - gegen Hertha noch Zweifach-Torschütze - viel zu schwach. Fünf Minuten später verzog Thomas Müller bei einer Großchance. Die Überlegenheit schwand bei den Bayern zusehends, von der Flügelzange war nichts mehr zu sehen. Franck Ribéry fiel lange Zeit einzig mit einer Schwalbe auf, für die er prompt verwarnt wurde. Gegen Ende drehte der Franzose etwas auf, zum Sieg reichte es aber nicht.

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